Happy New Year 2019 !

Happy New Year 2019 !

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute,viel Gesundheit und Erfolg!

 

Das neue Jahr ist da 🙂 mal sehen was es uns bringen mag!

365 Tage = 8.760 Stunden

Wenn man davon die Zeit abzieht in der man arbeiten, schlafen und essen muss und eben noch den ganzen anderen Kram den man so zu erledigen hat, sollten immer noch genügend Stunden übrig bleiben um kreativ zu sein.

Mein Kopf ist wieder voll mit Ideen und ich befürchte das ich auch dies kommende Jahr nicht genug Zeit finden werde für die schönste Nebensache der Welt: Kreatives Arbeiten mit Fäden in jeder Form und Farbe.

In meinem persönlichen Jahresrückblick für 2018 geht es allerdings nicht um Wolle.

Ich bin im letzten Jahr sehr viel in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe jede Gelegenheit die sich mir bot, Sonnenuntergänge am Steinhuder Meer zu fotografieren, genutzt und nun aus über 300 Bildern meine Favoriten ausgewählt:

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner Jahresrückblick in Bildern gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anne

Noch zwei Tage…

Die Zeit rennt schon wieder! Kaum hat man das erste Türchen vom Adventskalender aufgemacht- zack ist schon fast Weihnachten! Geht Euch das auch so? Ich fand dieses Jahr war die Vorweihnachtszeit extrem kurz.

Unser Tannenbaum steht wie oben zu sehen seit gut einer Woche. Dieses Jahr in den Farben Rot, Weiß und Silber gehalten, gefällt er mir so ganz gut. Letztes Jahr war unser Baum nur weiß und silberfarben mit einer Spitze in Silber, das fand ich als großer Shabby-chic-Fan anfangs total toll. Zu Heilig Abend hin war es mir auf einmal dann doch zu farblos und darum kam dieses Jahr doch noch etwas Farbe ins Spiel.

Da in zwei Tagen schon Heilig Abend ist und ich weiß das mein Adventskalenderteilchen schon alle aufgemacht haben möchte ich Euch meine diesjährige Bastelei für den Adventskalender zeigen:

Es gab einen Schlüsselanhänger aus einem kleinen gehäkelten Quadrat welches auf Filz aufgenäht wurde. Die  Vorder- und Rückseite sind aus unterschiedlich farbigem Filz, kleine Öse in die Ecke, Schlüsselring in Blütenform angebracht und fertig war der farbenfrohe Schlüsselanhänger.

Ich war von den Kleinigkeiten mit denen ich dieses Jahr in meinem Kalender überrascht worden bin sehr begeistert. Es waren so viele nette und kreative Menschen dabei. Jeden Tag schöne Überraschungen: selbstgemachte Kekse und Pralinen, sechs verschiedene Marmeladen, selbstgemachte Badesalze und Seifen, viele Kleinigkeiten aus Papier, Lesezeichen, Schlüsselanhänger etc.

Für mich ist jetzt schon klar das ich auch im nächsten Jahr wieder bei einem Kreativ-Adventskalender mitmachen möchte.

Ich wünsche Euch zwei entspannte Tage bis Heilig Abend und dann schöne Feiertage mit Euren Familien! Genießt die Zeit- bis demnächst!

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Wie wohl bei den meisten Menschen mit Hang zum Dekorieren  sind auch bei mir in der dunkleren Jahreszeit mehr Kerzen im Gebrauch. Meist sind es Votivkerzen oder Duftkerzen im Glas, vereinzelt aber auch mal Teelichter.

Teelichter kaufe ich in den letzten Jahren allerdings recht ungerne, da sie meinst in Alu- oder Kunststoffhüllen stecken und man nach dem Abbrennen doch recht viel Müll produziert hat. Für meine Mandarinenlichter habe ich auf unserem Wochenmarkt extra Bienenwachskerzen vom hier ansässigen Imker gekauft.

Ich liebe Bienenwachs: die Farbe ist schön und der Duft passt perfekt zur Vorweihnachtszeit!

Ich habe schon im November angefangen aus Mandarinenschalen kleine Sterne auszustechen. Wenn man sich beim Abschälen der Mandarine etwas Mühe gibt bekommt man größere Stücke aus denen man dann kleine Sterne mit einem Keksausstecher ausstechen kann. Die Schale von Mandarinen hat dazu die passende Dicke. Ich habe es auch mit anderen Zitrusfruchschalen versucht, fand hier die Schale aber zu dick. Die ausgestanzten Sterne habe ich zum Teil noch mit einer Gewürznelke in der Mitte versehen und eintrocknen lassen.

Passend zum kommenden 4. Advent habe ich einen Dekoteller mit drei Teelichthalter aus Mandarinen und einer Grapefruit gemacht. Das Ausstechen bei dickeren Schalen ist etwas schwerer und ich habe mir bei der Grapefruit einen Hammer zur Hilfe nehmen müssen.

Zu meiner Freude konnte ich in den letzten Tagen meinen 14jährigen Sohn dazu animieren mit mir in der Küche zu stehen und Kerzen herzustellen.

Wir hatten so etwas beide vorher noch nie gemacht. Dies war eine kurzfristige Idee von mir und alle dazu benötigten Materialien waren im Haus.

Unser Ausgangsmaterial waren Stabkerzen die schon länger gelegen hatten und etwas aus der Form geraten waren sowie Kerzenreste und zum Einfärben des Wachsen haben wir Wachsmaler  genommen.

Da ich keine Kerzendochte im Haus hatte, haben wir uns mit weißen Christbaumkerzen beholfen. Diese haben wir in der Mitte der Gläser festgeklebt und den Docht oben mit zwei Bambusstäbchen fixiert.

Das Schmelzen des Wachses ist dann in einem alten Topf auf dem Herd recht einfach gemacht (es empfiehlt sich dabei das Fenster zu öffnen – es riecht doch recht stark nach Wachs) auch das Einfärben des Wachses mit den Wachsmalern ist ein Kinderspiel.

Schicht für Schicht haben wir uns dann vorgearbeitet. Unser alter Kerzenvorrat hat dann doch tatsächlich für eine große Dreidochtkerze und vier kleinere Kerzen gereicht. Ich fand unsere Aktion total toll weil…

  1. … es eine lustige Mutter-Sohn- Aktion war.
  2. … die Kerzen und Kerzenreste die schon ewig rumlagen nun weg sind und ich Platz für was Neues habe.
  3. …  die alten Schulwachsmaler meines Sohnes auch noch einen Zweck erfüllt haben (gemalt hat damit nämlich die letzten 5 Jahre keiner mehr)
  4. … dabei noch schöne Mitbringsel entstanden sind.

Herbstlicher Farbenrausch

Laut meiner Wetter App ist der Dienstag diese Woche der einzige Tag an dem nicht mit Regen zu rechnen ist und die Sonne ein wenig scheint.

Darum habe ich mir nach der Hochschule meine Schneiderpuppe, Kamera und Tüte mit Dingen die ich fotografieren will geschnappt, alles schnell ins Auto verfrachtet und bin nach Hagenburg ans Steinhuder Meer zu einer Stelle gefahren an der ich mir sicher war, das ich noch etwas von der Nachmittagssonne abbekommen würde bevor die Sonne untergeht.

Ich liebe im Herbst diese beerigen Farbtöne und bin ganz verliebt in meinen Loop. Er misst doppelt gelegen 125 x 39 cm. Gestrickt ist mit Nadelstärke 4 und der Rand ist dann nochmal mit einer  5 cm breiten Häkelborte versehen. Alles ist ohne Anleitung einfach so aus meinem Kopf entstanden.

Material für den Innenteil:  4 Knäule Lana Grossa „Cinque Multi“ mit einer Lauflänge von 150 m/ 50g aus 60% Schurwolle und 40% Polyacryl

Material für die Borte: Lana Grossa „Cool Wool“ und  “ Cool Wool Melange“ Lauflänge 160 m/ 50g aus 100% Schurwolle.

Mit kleinen Schritten in Richtung Weihnachten

Jetzt haben wir heute schon das vierte Türchen an den Adventskalendern aufmachen können und ich möchte Euch heute meinen Kalender zeigen. Ich weiß ich bin damit etwas spät, aber besser spät als nie 🙂

Diesen Wandbehang-Weihnachtskalender hatte ich für meinen Sohn gemacht als er noch sehr klein war. Wie man unten in der rechten Ecke sehen kann ist er 2009 fertig gestellt worden. Der Elch in der Mitte ist in Kreuzstich gearbeitet. Die Anleitung war aus einer Zeitschrift, ich weiß aber leider nicht mehr aus welcher. Der Schal und das Geweih vom Rentier sollten eigentlich in rot, rosa und creme gearbeitet werden. Ich hatte die Farben und noch einige Kleinigkeiten am Motiv verändert.

Obwohl ich nicht so fürs Sticken zu haben bin, hatte ich damals etliche Stunden daran gesessen und fleißig gestickt. Eingefasst ist das Motiv mit Baumwollstoff und noch mit Flies hinterlegt. Die dezenten Sterne sind mit der Maschine aufgestickt worden. Er hat eine Seitenlänge von 60 cm.

Dieser Wandbehang hing jahrelang zur Vorweihnachtszeit an einer Stange an der Wand und die kleinen Päckchen mit den Adventskalenderkleinigkeiten waren mit an der Stange befestigt.

Nun ist mein Sohn schon im Teenageralter und mittlerweile zu cool für diesen Kalender. Für ihn musste was neues her, den eines ist ja klar:

Für einen Adventskalender ist man niemals zu alt! Nur das Design und der Inhalt kann sich mit den Jahren mal ändern. Ich habe ihm dieses Jahr einen neuen aus Jeansstoff genäht aber dazu ein anderes mal mehr.

Ich habe den Elch darum dieses Jahr für meine Zwecke gebraucht.  An der Wand in meinem Wohnzimmer  ist ein weißes Regalbrett, auf diesem steht sonst so einiges an verschiedenem Dekozeugs. Zum 1.Dezember habe ich das Regal freigeräumt, den Elch an der Wand aufgehängt und auf dem Brett sowie auf dem Regal darunter meine ganzen Adventstütchen aufgebaut.

Wer sich über die vielen Tütchen wundert und vielleicht sogar durchgezählt hat: ja es sind mehr als 24 Stück. Das kommt daher das ich dieses Jahr bei zwei Adventskalendern mitgemacht habe.

Letztes Jahr sprach mich eine Freundin an und fragte ob ich Lust hätte bei einem Adventskalender mitzumachen. Ich hatte wohl im ersten Moment etwas erstaunt und fragend geschaut und so fing sie noch bevor ich etwas sagen konnte an zu erzählen:

“ Das mit dem Adventskalender ist ganz einfach: wir sind 25 Frauen die gerne basteln und kreativ sind und jede macht 24 Kleinigkeiten und packt sie ein. Kurz vor dem ersten Dezember treffen wir uns alle und tauschen dann die Kleinigkeiten aus. So hat jede 24 Sachen und jeden Tag eine nette Überraschung, Du kannst alles machen was Du willst. Egal ob backen, nähen oder basteln. Das ist doch bestimmt was für Dich! “

Na klar war das was für mich! Und somit hatte ich mir gleich Gedanken gemacht was ich den für den Adventskalender machen könnte.

Dabei herausgekommen sind kleine Schlüsselanhänger aus Jeans und Filz. Ich hatte damals gerade meine neue Nähmaschine bekommen und das war die Gelegenheit sie auszuprobieren und mich auch mal an der Nähmaschinenstickerei auszuprobieren.

Der Abend an dem wir uns dann getroffen hatten um die Sachen auszutauschen war sehr schön und im Laufe der kommenden Tage konnte ich mich jeden Tag überraschen lassen. Im letzten Jahr war alles mögliche dabei: selbstgemachte Pralinen, Kekse, Badesalz, gebastelte Dinge aus Papier und Karton, Sterne aus Holz und vieles mehr.

Für mich war letztes Jahr schon klar, das ich auch dieses Jahr wieder bei so einem Kalender mitmachen wollte.

Dieses Jahr hatte ich nun bei zwei Kalendern die Gelegenheit mich kreativ auszutoben. Was ich dieses Jahr für den Kalender gemacht habe zeige ich Euch aber erst am 10.Dezember bis dahin wird nix verraten. 🙂

Herbstlicher Sonnenschein und sonnige Farben…

Wie schön das wir noch so traumhaftes Wetter haben. So konnte ich meine Schneiderpuppe ins Auto packen und die Tücher dazu und zu meiner Freundin fahren um bei ihr im Garten nochmal Bilder von meinen Tüchern zu machen.

Heute möchte ich euch wieder zwei Tücher nach Anleitung von Jasmin Räsänan zeigen:

Tuch #1 ist eine etwas abgewandelte Form des Tuches „Dimholt“  . Ich habe allerdings nur einen Mustersatz aus der Anleitung genommen und das Tuch nicht dreieckig sondern asymmetrisch gearbeitet.

Verarbeitet ist ein dreifädiger 1000m Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste mit dem Namen „Hexentanz“. Gearbeitet habe ich mit Nadelstärke 3. Nach dem Waschen und Spannen hat das Tuch die Maße 162 x 106 cm.

Tuch #2 ist das „Minai“

Dieses Tuch ist letztes Jahr in einem CAL (crochet along) entstanden. Gearbeitet ist es aus einem Scheepjes Whirl „Fruty ´o´ Tutty“ (60% Cotton und 40%Acryl) mit 1000m Lauflänge. Gearbeitet mit Nadelstärke 3,5 hat es eine Größe von 148 x 67 cm.

Diesen Herbst geht nichts ohne das „Talvi“ !

Noch einen Tag bis zur Infa.Kreativ und ich freue mich wie ein kleines Kind 🙂

Heute möchte ich euch das Tuch „Talvi“ von Jasmin  zeigen:

Ich glaube es war im Juni als Jasmin auf ihrer FB-Seite „Morben Design – Die Gruppe“ die Anleitung für das „Talvi“ vorstellte. Und dann dauerte es nicht lange und die ersten Talvis wurden in der Gruppe präsentiert.

Das Talvi ist ein sehr einfaches Muster das gut für Anfänger*innen geeignet ist. Man sollte vordere und hintere Reliefstäbchen, Stäbchen und Luftmaschen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist schnell gemerkt und ich finde es total entspannend dieses Muster zu häkeln. Durch die vielen Reliefstäbchen wird das Tuch etwas dickerer und fluffiger als bei „normalem“ Häkelmuster.

Bei einer kleinen Umfrage die vor kurzem in der Morben-Design Gruppe gemacht worden ist stellte sich heraus das es jetzt schon über 1140 fertige Tücher gibt und über 1150 Tücher kurz vor der Fertigstellung sind. Ich finde das ist schon eine beachtliche Zahl wenn man bedenkt das die Anleitung noch nicht so lange online ist.

Auch für mich hat das „Talvi“ einen enormen Suchtfaktor – wie an den Bildern zu sehen ist,sind in den letzten Wochen drei Tücher entstanden. Das vierte ist auch schon in Arbeit….

Talvi #1 ist gearbeitet aus einem Scheepjes Whirl in der Farbe „Lavenderlicious“ (60% Cotton und  40%Acrylic) Lauflänge 1000 und Nadelstärke 4.

Das Tuch ist 170 x 67 cm groß

Talvi #2 ist aus einem Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste „Jubiläumsbobbel Nr.4“ (50% Baumwolle und 50% Polyacyl) hat auch 1000m Lauflänge und ist mit Nadelstärke 4,5 gearbeitet.

Das Tuch hat die Maße 162 x 44 cm

Talvi #3 ist aus einem Scheepjes Wolly Whirl „Sugar Suzzle“ (70% Baumwolle und 30% Wolle) mit einer Lauflänge von 1000m, gearbeitet wurde es mit einer Nadelstärke 4,5.

Dieses Tuch hat die Maße 186 x 42 cm

Edlothia und Fareth

Das allererste Tuch das ich nach der Anleitung von Jasmin Räsänen gearbeitet habe war das „Edlothia“.

Durch die unterschiedlichen Mustersätze ist das Arbeiten dieses Tuches sehr abwechslungsreich und ich konnte einige neue Muster ausprobieren. Bei diesem Tuch habe ich auch das erste mal in meinem Leben Reliefstäbchen gearbeitet. (da häkel ich schon soooo lange aber man lernt ja nie aus)

Dieses Tuch ist aus einem Bobbel mit 1000 m von „Roswithas Wollkessel“gearbeitet. Es hat die Maße 164 x 65 cm.

Das zweite Tuch das ich euch heute zeigen möchte ist das „Fareth“

Gearbeitet aus einem 1500m Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste.

Durch die lange Lauflänge ist ein schön großes Tuch entstanden mit den Maßen 180 x 87 cm. Dieses Muster ist wie das „Fingon“ ein einfach zu merkendes Muster was sich leicht häkeln lässt und so auch für Häkelanfänger*innen gut geeignet ist.

By by Summer!

Was war das für ein toller Sommer! Wie ist es euch so ergangen?

Ich melde mich wieder zurück aus meiner „Sommerpause“ .

Trotz der Hitze war ich fleißig am häkeln und werkeln. Einige mögen es ja nicht so wenn sie bei der Hitze auch noch einen Haufen Wolle auf dem Schoß liegen haben – wie ist das bei euch?

Ich habe in dieser warmen Zeit überwiegend Farbverlaufsgarne aus Baumwollgemisch verarbeitet. Das war nicht so warm und kleinere Projekte sind auch nicht so schwer. Das konzentrieren viel mir bei der Hitze schon schwer (darum hab ich auch nicht viel geschrieben) und beim Häkeln mussten einfache Muster her.

Jetzt habe ich am Wochenende meinen Balkon umgestaltet und einige Sommersachen wie z.B. der Sonnenschirm sind in den Keller gewandert und warten nun auf ihren Einsatz im nächsten Jahr.

Ich selbst habe von Sommermodus in den Herbstmodus gewechselt und hoffe das wir auch im Oktober noch mit schönem Wetter rechnen können. Dieser Jahreszeitenwechsel hat mich einmal zurückblicken lassen und ich möchte euch heute drei  meiner Arbeiten vorstellen.

Da ist zum ersten meine Schmetterlingsdecke aus Farbverlaufsgarn:

Ich arbeite seit einem Jahr sehr viel mit Farbverlaufsgarnen und habe von unterschiedlichen Herstellern schon einige ausprobiert. In meinem Lager befanden sich auch noch zwei Garne von Katia Spring Rainbow (die Farbnummern weiß ich leider nicht mehr). Bei diesen beiden wusste ich lange nicht was ich daraus machen soll weil sie mit einer Lauflänge von ca. 600 Metern für mich eigentlich zu klein sind. Für Tücher brauche ich 1000 Meter und mehr.  Nach einigem überlegen hatte ich beschlossen eine kleine Decke im Granny-Styl zu häkeln.

Angefangen zu häkeln hatte ich schon im Januar. Aber da ich ja immer einige Projekte parallel laufen habe und ich nach dem zweiten Bobbel nicht so recht wusste wie ich den Rand gestalten will, lag sie zwischendurch einige Zeit im Schrank.

Ich habe damit der Farbübergang der beiden Bobbel etwas harmonischer verläuft in unterschiedlicher Weise vergrößert. Wie man auf der Zeichnung sehen kann habe ich mit einem einfachen Quadrat angefangen. Dann dieses über Eck vergrößert. Nach Teil 1 und 2 war der erste Bobbel verarbeitet und ich habe mit dem zweiten weitergemacht.

Meine fertige Decke hat eine Größe von 116 x 140 cm .Der Rand ist ca. 11,5 cm breit und es sind 36 Schmetterlinge, die sich auf dem Rand tummeln.

Ich habe eine ganze Zeit nicht gewusst was ich mit dem Rand machen soll. Die Decke war mir nach dem Verarbeiten der beiden Bobbel noch zu klein aber ich wollte kein neues Material kaufen und war mir auch mit den Farben nicht so schlüssig. Ich habe mich dann entschieden aus meinem Vorrat das graue Baumwollgarn zu nehmen da es farblich gut passt und auch in ausreichender Menge vorhanden war. Um das Ganze farblich noch etwas aufzupeppen habe ich mich für die eingehäkelten Schmetterlinge in Gelb entschieden.

Die Anleitung zu diesen süßen Schmetterlingen findet ihr bei THE CROCHET SPACE

Ich bin schon vor längerem auf diese tolle Seite gestoßen auf der ihr außer den Schmetterlingen auch andere tolle Anleitungen findet. Ich wollte das mit den Schmetterlingen unbedingt mal ausprobieren hatte aber nie so recht das passende Projekt dafür, bei dieser Decke hat es nun perfekt gepasst. Ich habe nur ein kleine Änderung vorgenommen, bei mir sind die Fühler der Schmetterlinge nicht gehäkelt sondern ich habe einfach einen Faden angeknotet und auf der passenden Länge abgeschnitten. Die Gehäkelten Fühler waren mir zu dick und sahen zu wuchtig aus.

Material: 2 x Katia Spring Rainbow mit 300g und 1200 Lauflänge für den Innenteil und für den Rand noch einmal 350g in grauer, gelber,grüner und blauer Baumwolle mit einer Lauflänge von ca. 770 m. Für die Fühler dann noch kleine Garnreste in unterschiedlichen Farben.

Das Verarbeiten der Katia Spring Rainbow war sehr angenehm, das einzige was ich nicht so schön fand waren die großen Knoten im Garn. Bei jedem Farbwechsel war ein großer Knoten über alle Faden. Das kenne ich von anderen Garnherstellern anders, dort wird nur ein kleiner Knoten gemacht weil ja auch nur ein Faden in der Farbe gewechselt werden muss.

Meine Decke hat mir in der Sommerzeit gute Dienste geleistet. Ich hatte sie auf meinem Balkon über meinen Sitzsack gelegt. Dieser ist aus dunklem Material und wurde in der Sonne doch recht heiß. Durch die Decke war die Oberfläche immer angenehm kuschelig und nebenbei sah es farblich auch besser aus.

Die zweite Arbeit die ich euch zeigen möchte ist ein Schulterschmeichler:

An Tüchern habe ich mittlerweile schon eine ganze Sammlung in meinem Kleiderschrank und ich wollte mal etwas anderes ausprobieren.  Ich habe dieses tolle blaue Kleid von Gudrün Sjöden das ich heiß und innig liebe. Im Sommer habe ich es viel getragen. Tagsüber bei der Hitze war es total angenehm aber abends wurde es doch mal etwas kühl. Also musste eine Lösung her. Inspiriert durch Alex Mentler, der ich auf Instagram folge und die immer total schöne Schulterschmeichler und Häkeljacken postet, habe ich mich dann auch an meinen ersten Schulterschmeichler gewagt.

Verarbeitet habe ich einen dreifädigen Bobbel mit 1000m und dem sommerlichen Namen „Schwimmreifen“ von Mausibengels Bobbelkiste.

Das dritte Teil ist ein farbenfrohes Tuch:

Gehäkelt habe ich es aus einem 1000m Bobbel von „Little Faforites by Rea“ mit dem Namen „Colorbomb“. Er ist aus 50% Baumwolle und 50% Acryl.

Die Anleitung ist von Jasmin Räsänen die unter ihrem Label „Morben Design“ Anleitungen für Tüchern und Westen designt.

Ich bin vor etwa zwei Jahren das erste mal auf ihre Anleitungen aufmerksam geworden. Da ich aber leider nie genug Zeit habe alles an Kreativem sofort umzusetzen was ich gerne umsetzen möchte, lagen die Anleitungen erst mal eine Zeitlang rum. Mein erstes Tuch von Jasmin habe ich  im Sommer 2017 gehäkelt und auf der Infa-Kreativa letztes Jahr durfte ich sie bei einem Workshop auch persönlich kennen lernen.

Nun ist seit der letzten Infa schon wieder ein Jahr um. Ich werde das kommende Wochenende wieder zur Infa fahren und freue mich schon riesig auf die Aussteller und auf  neue und altbekannte Gesichter die ich dort treffen werde. Die Zeit bis dahin möchte ich nutzen und euch jeden Tag Tücher zu zeigen, die ich nach den Anleitungen von Jasmin gearbeitet habe.

Mir schien es ganz passend mit dem Tuch anzufangen das aus dem Bobbel entstanden ist den ich letztes Jahr auf der Infa gekauft habe. Also starte ich meine Tuchvorstellungsreihe mit dem „Fingon“:

Das „Fingon“ ist ein recht einfaches Muster und auch für Anfänger geeignet. Man sollte feste Maschen, Stäbchen und Reliefstäbchen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist wenn man es erst mal zwei oder drei Reihen gehäkelt hat schon gut gemerkt und so war dieses Tuch beim Anfertigen der ideale Begleiter auch für unterwegs. Mal eben schnell noch in der Bahn einige Reihen häkeln ist kein Problem.

Mein fertiges Tuch ist 134 cm breit und 63 cm tief. Ich habe zum Abschluss noch eine weiße Bogenkannte angehäkelt, die war in der Anleitung nicht vorgesehen passt farblich aber gut zu dem weißen Faden der durch das ganze Garn verläuft.

 

 

 

Jetzt wird es bunt – Wolle färben mit Ostereierfarben

Ich habe die letzten schönen Tage ausgenutzt und habe mich an meinen ersten Versuch gewagt Sockenwolle selbst zu färben. Ich hatte bei zwei Bloggerkolleginnen schon Beiträge dazu gelesen und auch in Sozialen Netzwerken das eine und andere Ergebnis selbst gefärbter Wolle gesehen.

Da einige schrieben es wäre so leicht Sockenwolle mit Ostereierfarben zu färben und so begeistert von dem Ergebnis waren, wollte ich es selbst mal ausprobieren.

Nach meiner großen Sockenstrickaktion und dem erfolgreichen Minimieren meines Sockenwollvorrates waren vier kleine Knäule á 50 Gramm übrig geblieben, bei denen ich mir sicher war, das ich sie so in der Farbe nicht verarbeiten werde.  Vom letzten Ostereier färben war noch Farbe übrig und Essig hatte ich auch im Haus. Also war alles da was ich brauchte.

Noch mal schnell ein, zwei Sachen nachgelesen und auf einem Spickzettel notiert und los ging es:

Als erstes mussten die ordentlich gewickelten Knäule in Stränge umgewandelt werden. Da ich (noch) keine Wollhaspel habe, dachte ich mir recht naiv das mein Kind mir ja helfen könnte. Also Kind gefragt ob es mir helfen will, Kind sagt genervt „Wenn es sein muß!“ (Kind ist 14 Jahre alt und im Moment nervt alles *seufz*) und setzt sich widerwillig auf das Sofa und läßt sich von mir erklären was es machen soll.

Plan war, das das Kind seine Arme hochhält und ich zwischen den beiden Handflächen wickeln kann. So wie ich es von früher her kannte wenn meine Oma mich gebeten hatte ihre Wolle zu halten damit sie sie aufwickeln konnte. Nur eben genau umgekehrt. Also anfangen mit wickeln. Kind ist genervt , fragt mich wie lange das den dauern soll und jammert das die Arme schwer werden. Das ging ja schon wieder gut los! Ich sage dem Kind das es die Arme ja aufstützen kann, dann ist es leichter. Es geht weiter. Kind wird zunehmend genervter. Die  Arme  werden wohl recht lahm den die Arme wandern immer mehr zusammen und ich bekomme keinen gleichmäßigen Strang sondern ein Wolletwas bei dem ich aufpassen muss das es nicht noch mehr vertüddelt.

Nach dem ersten Knäul hat das Kind keine Lust mehr mir zu helfen und ich sehe ein, das die Idee auch nicht so gut war.  Für die restlichen drei Knäule habe ich mir dann einen kleinen Hocker umgedreht und die Wolle um die Beine des Hockers gewickelt. (Das hätte ich gleich machen sollen, hätte mir und dem Kind eine Menge Nerverei erspart!)

Die linken drei Stränge auf dem Bild sind die „ordentlich“ um die Hockerbeine gewickelten. Das in orange ist das erste Wolletwas.

Die Wolle kam nun im zweiten Schritt in ein Wasser-Essig-Bad um sie für die Farbaufnahme vorzubereiten. Mein Mischungsverhältnis betrug 3 EL Essig auf 2 L lauwarmes Wasser. Die Wolle saugt sich langsam mit der Flüssigkeit voll. Angeblich soll es  nicht schneller gehen wenn man die Wolle beschwert und unterdrückt, die Wolle braucht halt so lange wie sie eben braucht. (ich habe die Zeit nicht gemessen)

In der Zeit in der die Wolle sich vollsaugt hatte ich Zeit meine Küche und die Farben vorzubereiten.

An dieser Stelle zwei Hinweise:

  1. Wer schon mal mit Essig oder Essigessenz  gearbeitet hat weiß das es sehr unangenehm riechen kann. Wenn man nicht möchte das hinterher die ganze Wohnung nach Essig riecht sollte man für eine gute Belüftung sorgen.
  2. Auf jeden Fall die Hände mit Handschuhen aus Latex oder Gummi schützen! Essig greift die Haut an, auch wenn man sonst nicht so empfindlich ist kann es unangenehm werden. Richtig fies ist es wenn man kleine Wunden an der Hand haben sollte, da reicht schon ein winziger Schnitt den man sonst gar nicht so wahr nimmt.

Ich hatte vom letzten Ostereierfärben noch Farbe übrig, die habe ich wie auf der Verpackung beschrieben fertig gemacht.

Nachdem die Wolle sich mit dem Wasser-Essig-Gemisch vollgesogen hatte kam nun der nächste Schritt: Wolle aus dem Bad nehmen und vorsichtig ausdrücken. Nicht wringen, da sich sonst die Wolle verfilzen kann!

Die Wolle habe ich mit zwei verschiedenen Techniken eingefärbt:

  1. Die beiden wollweißen Wollstränge habe ich auf ein Backblech gelegt und mit einem Teelöffel kleine Mengen der Farbe auf der Wolle verteilt. Das sah dann wie gesprenkelt aus. Den Strang habe ich umgedreht und etwas auseinander gezogen damit alle Fäden mit Farbe versehen werden konnten.
  2. Den beigen und den orangenen Wollstrang habe ich stellenweise in die Farbe getaucht. Einige Stellen habe ich mit zwei Farben doppelt eingefärbt.

Nach dem Einfärben kam nun das Fixieren der Farbe. Das Fixieren, so stand es in allen Anleitungen die ich gelesen hatte, soll über Erhitzen der Wolle geschehen. Das kann man im Backofen oder in der Mikrowelle machen. Ich habe mich für eine Fixierung in der Mikrowelle entschieden weil dies sehr viel schneller geht.

Für das Fixieren den Wollstrang in ein Mikrowellen geeignetes Gefäß legen und das Ganze mit Frischhaltefolie abdecken. Ich habe um sicher zu gehen die Folie zweimal um die Schale gewickelt.

In einer Anleitung die ich gefunden hatte, hieß es die Wolle solle bei 800 Watt 2-3 Minuten erhitzt werden. Da meine Mikrowelle nur eine maximale Leistung von 700 Watt hat habe ich die Wolle bei 700 Watt für 5 Minuten im Gerät gelassen.

Beim entnehmen des Gefäßes bitte vorsichtig sein! Es ist sehr heiß! (was man sich ja eigentlich denken kann, aber es sei trotzdem hier noch einmal erwähnt!) Ich habe die Schale einige Minuten abkühlen lassen.

Beim entfernen der Folie sollte man auch vorsichtig sein, der Dampf der eventuell entweicht besteht ja nicht nur aus Wasser sondern hat noch etwas Essig mit beigemischt und es ist wirklich nicht lustig das ins Gesicht zu bekommen.

Ich weiß wovon ich spreche, beim ersten Fixieren konnte ich es nicht abwarten, habe die Folie zu schnell abgezogen und habe den Dampf ins Gesicht bekommen.

Wie heißt es so schön : „Der kluge Mensch lernt aus seinen Fehlern, der Weise aus den Fehlern Anderer und der Narr gar nicht!“

Im nächsten Schritt wird die gefärbte und fixierte Wolle einmal ordentlich durchgewaschen damit Essig und evtl. Farbreste ausgewaschen werden. Bei mir ist beim Waschen das Wasser farblos geblieben, da scheint die Fixierung wohl geklappt zu haben.

Nachdem die Wolle wieder trocken war, kam die letzte Herausforderung : Aus dem Strang sollte nun wieder ein Knäul werden. Die Stränge habe ich nicht wieder über die Hockerbeine bekommen. Also habe ich wieder das Kind gefragt ob es helfen kann.

Die Begeisterung hielt sich wie bei meinem ersten Fragen in Grenzen. Nachdem ich zigmal versprochen hatte, das das Kind keine Wolle halten müsse sondern nur an der Kurbel des Wollwicklers drehen soll, ging es dann los. Das Kind war nun nicht besonders motiviert, da es auch nicht so zügig voran ging mit dem Wickeln wurde es dann sehr schnell langweilig.

„Kann ich nicht nebenbei auf meinem Handy Youtube schauen? “

Was für eine Frage!

Um es kurz zu fassen: Wollstränge aufzuwickeln ist nicht meins! Bei ordentlich gewickelten Strängen, die sich gut aufwickeln lassen finde ich es schon mühsam und nervig, wenn man dann aber wie in diesem Fall nicht ganz so ordentlich gewickelte Stränge hat, macht mir das Aufwickeln keinen Spaß.

Ständig mussten wir mit dem Wickeln anhalten um Knoten und Vertüddelungen zu entwirren. Das Kind hat es übrigens wirklich geschafft mir der einen Hand den Wickler zu drehen und mit der anderen Hand das Handy zu halten.  Nach einer wirklich nervenaufreibender Zeit (fürs Kind genauso wie für mich) lagen endlich vier kleine gewickelte Knäule vor mir.

Mein Fazit:  Ich bin froh das ich es ausprobiert habe. Die Materialien sind wenn man sie nicht eh schon im Haus hat, leicht und günstig zu besorgen . Jeder/jede, der/die mit Ostereierfärben zurecht kommt kann auch Wolle färben, das Färben fand ich relativ einfach. Ich bin froh das ich aus der Wolle, die ich nicht so schön fand nun doch sehr ansprechende Wolle bekommen habe. Selbst das Orange das mir vorher überhaupt nicht gefiel, gefällt mir jetzt richtig gut und ich bin sehr gespannt wie die Wolle verarbeitet aussieht!

ABER: Es wird nicht mein Hobby werden ! Einmal Wolle färben hat mir gereicht. Für mich ist dieses ganze Wickeln am Anfang und Ende nichts.

Da soll Handarbeiten doch entspannen. Nach der Aufregung muss ich erst mal Tee trinken und stricken ! 🙂