Sockenmuster Teil 2 „Mojo-Socken“

Heute möchte ich euch wieder ein schönes Sockenmuster zeigen, diesmal ist es die „Mojo-Socke“

Das Muster ist mir in den letzten Jahren immer mal wieder begegnet wenn ich mir in sozialen Netzwerken oder auf Seiten anderer Blogger*innen deren  Arbeiten angeschaut habe.

Ich hatte dieses Muster schon eine ganze Zeit auf meiner To-Do-Liste bevor ich endlich dazu gekommen bin diese schönen Socken zu stricken.

Die Anleitung ist von Donyale Grant und seit 2008 bei Ravelery zu finden.

Wieso Donyale Grant ihre Anleitung „Mojo“ genannt hat kann ich nicht sagen (ich habe nicht nachgefragt). Aber wenn man mal nachschaut was das Wort bedeutet erfährt man bei Wikipedia folgendes:

 Mojo bezeichnet eigentlich ein magisches Amulett, wird aber auch als Synonym für Glück oder Glücksbringer verwendet. Das Wort Mojo ist afrikanischen Ursprungs und kam mit den Sklaven nach Amerika. Gegen Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Wort in den englischen Sprachgebrauch über.

Ein Mojo war üblicherweise ein Stoffbeutel, der als Talisman unter der Kleidung versteckt getragen wurde. Gefüllt mit Kräutern und magischen Pulvern, gelegentlich einer Münze und anderen geeigneten Gegenständen, versehen mit einem Hoodoo-Zauber, sollte das Mojo vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen

Ich finde die Socken sehen im unangezogenen Zustand witzig aus weil sich einige Teile durch das Rippenmuster so zusammenziehen. Mich erinnern sie etwas an Knochen. Damit scheine ich nicht alleine mit zu sein, ich habe diese Socken auch schon unter der Bezeichnung „Glücksknochen“ im Netz gefunden.

Das Muster ist leicht an die eigene Sockengröße anzupassen wenn man das Prinzip der beiden Muster verstanden hat. Es besteht nur aus einem Rippenteil (2Ma rechts , 2Ma links) und einem Ringelteil.

Hier sieht man die Mojo´s ohne Sockenbrett, die Rippenteile ziehen sich schön zusammen.
Auf diesem Bild ist in den Socken ein Sockenbrett, dadurch wird das Muster auseinander gezogen.

Hier ein Beispiel wie man die Socke stricken könnte:

10 Reihen Bund

Dann der Ringelteil:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

Dann der Rippenteil:

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Verse (kann so gestrickt werden wie man möchte, ich bevorzuge da die Bumerangverse, man kann aber auch eine Käppchenverse stricken)

Danach wieder mit den Ringeln weitermachen:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Durch das Rippenmuster mit 2 links, 2 rechts müssen die gesamten Maschen durch 2 teilbar sein.

Mojo´s ohne Sockenbrett
Hier sind die Socken wieder auf ein Sockenbrett gezogen und verlieren dadurch ihre typische Knochenform

Die einzelnen Teile können individuell verändert werden. So kann man den Rippenteil länger oder kürzer stricken. Auch der Ringelteil kann verändert werden in dem man mehr oder weniger Ringe macht oder die Ringe dicker strickt indem man statt 2 Reihen einfach 3 Reihen links und rechts strickt. Dünner würde ich die Ringe nicht stricken. Ich habe das ausprobiert, bei nur jeweils einer Reihe kommt das Muster nicht so richtig zur Geltung.

An den Bereichen an denen Rippenmuster gestrickt wird zieht sich das Gestrickte etwas stärker zusammen (wir kennen das ja schon von Sockenbündchen) so sitzen die Socken an den Bereichen etwas enger am Fuß.

Mir hat das Stricken dieser Socken sehr viel Spaß gemacht und wenn ich jetzt beim Tragen etwas mehr Glück im Alltag haben sollte, habe ich da nix gegen!

 

Sockenmuster Teil 1

Ich arbeite zur Zeit an einigen größeren Projekten. Das macht mir viel Spaß hat aber den Nachteil das die Arbeiten mittlerweile viel zu groß sind um sie unterwegs mitzunehmen. Daher kann ich an diesen Projekten nur noch arbeiten wenn ich zu Hause bin und auf dem Sofa sitze.

Für unterwegs brauche ich dann etwas Kleineres was auch gut in die Handtasche oder den Rucksack passt. Da ist das Sockenstricken ideal.

Das Garn und das Gestrickte nimmt nicht viel Platz weg. Einfache Muster können auch mal schnell für einige Minuten zwischendurch gestrickt werden ohne das man sich erst wieder in den Musterrapport einarbeiten muss. So ist es für mich die ideale Mitnehmarbeit für die Bahn und Straßenbahn.

Ich möchte Euch heute zwei einfache Sockenmuster zeigen, die man mit einfachen Grundkenntnissen des Sockenstrickens stricken kann.

Als erstes habe ich hier ein Paar Socken mit einfachem Perlmuster.

Das Bündchen der Socke ist in einfachem Bündchenmuster mit 2 Maschen rechts und 2 Maschen links gestrickt. ( ich stricke meine Bündchen meistens 8-10 cm hoch)

Darauf folgt die Bumerangferse einfach rechts gestrickt. Die Fußsohle und die Spitze sind ebenfalls einfach rechts gestrickt.

Beim Fußrücken habe ich mich für ein einfaches Perlmuster entschieden.

Das zweite Muster ist das „Minekraft“

Als Mutter eines Teenagers musste ich bei dem Namen erst an das gleichnamige Computerspiel denken. Mich erinnert es an einen geflochtenen Weidenkorb. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Von wem dieses Muster zu erst erdacht und gestrickt wurde konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Dieses Muster ist schon seit einigen Jahren in sozialen Netzwerken und bei YouTube immer wieder zu finden.

Das Muster „Minekraft“ muss durch 4 teilbar sein:

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen links, 2 Maschen rechts immer wiederholen

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen rechts, 2 Maschen links immer wiederholen

Danach den Musterrapport immer wiederholen.

Ich habe beide Sockenpaare mit  4fädiger Sockenwolle gestrickt. Bei Schuhgröße 40 habe ich 16 Maschen auf der einzelnen Nadel. Ich stricke Sockenwolle meist mit Nadelstärke 2.5

Wer sich nicht sicher ist wie viele Maschen bei welcher Größe angeschlagen werden müssen findet hier eine Größentabelle.

Ohne Rosa geht grad nix….

Welche ist eure Lieblingsfarbe? Für mich ist diese Frage schwer zu beantworten. Je nach Jahreszeit und Wetter wechselt das nämlich. Am Anfang des Jahres mag ich immer zarte und pastellige Farben. Zur Zeit ist meine Lieblingsfarbe ganz eindeutig Rosa! Von hellem zarten Rosa bis hin zu kräftigem Pink liebe ich alles in dieser Farbpalette. Und so möchte ich euch heute meine rosa Lieblingsstücke zeigen. Entstanden sind sie im Laufe des letzten halben Jahres.

Anfangen möchte ich mit einem halbrundem Tuch dem „Dandelion Lane“ von Grassharpstitches by Theodora Keller.

Wie ihr ja wisst häkel ich sehr gerne Tücher. Die meisten meiner bisherigen Werke waren aber immer dreieckig oder Loops. Halbrunde Tücher habe ich schon immer toll gefunden war aber immer zu faul mir selbst eine Anleitung dazu auszudenken.

Beim „Dandelion Lane“ gibt es verschiedene Mustersätze und je nach vorhandenen Metern kann man einen Mustersatz weglassen oder noch was dazu arbeiten. Ich habe für mein Tuch alle Mustersätze gearbeitet und bin damit auf einen Verbrauch von ca. 1450 Metern gekommen. Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und da ich am liebsten nur nach Häkelschrift arbeite war ich sehr erfreut über die tolle Häkelschrift in dieser Anleitung!

Bei der Materialwahl habe ich mich für zwei Bobbel je 1000 Meter entschieden. Diese hatte ich ursprünglich mal für einen ganz anderen Zweck gekauft sie dann aber doch nicht verarbeitet. Sie lagen nun schon länger in meinem Regal und für dieses Projekt fand ich sie ideal. Da beide Bobbel in der Mitte die gleiche Farbe hatten, habe ich bei dem einen außen angefangen und beim Zweiten dann in der Mitte.

So habe ich einen schönen Farbübergang und es ist nicht zu sehen das zwei unterschiedliche Bobbel verarbeitet worden sind. Ich wusste aus der FB Gruppe von Theodora das die meisten mit etwa 1500 Metern Garn ausgekommen sind und das passt mit meinen beiden Bobbeln ganz gut weil ich den brauen Rand vom zweiten Bobbel nicht so gerne verarbeiten wollte. (der Garnrest wanderte in die Restekiste und wartet auf eine andere Gelegenheit um verarbeitet zu werden)

Das Muster besteht aus Luftmaschen, festen Maschen, Stäbchen, Reliefstäbchen, Poppkornmaschen und Büschelmaschen.

Poppkornmaschen und Büschelmaschen konnte ich schon häkeln, hatte sie aber in vorherigen Projekten nie viel gehäkelt. In dieser Anleitung konnte ich sie zur genüge üben.

Das Tuch hat mir so gut gefallen das ich auf jeden Fall noch zwei weitere machen möchte ( das Garn dazu ist bereits herausgesucht, jetzt brauche ich nur noch genügend Zeit 🙂 )

Ein Projekt für mal so zwischendurch war mein Dreieckstuch in weiß, rosa und pink.

Ich hatte den Bobbel letztes Jahr auf der Infa bei LittleFavorites by Rea gekauft. Ursprünglich war das Garn für ein ganz anderes Muster gedacht aber nach Beginn gefiel es mir nicht. Der bunte Beilauffaden und das Muster waren mir zusammen zu unruhig. Nachdem ich dann noch ein zweites Muster ausprobiert hatte welches mir aber auch nicht gefallen hat, hatte ich mich für ein einfaches Grannytuch entschieden. Dieses Tuch war mittlerweile auch schon oft mit mir unterwegs.

Als drittes Projekt möchte ich euch meine Häkeljacke zeigen. Nachdem ich letztes Jahr im Herbst so viele „Talvi“-Tücher von Morben Design gehäkelt hatte war ich so in dem Talvifieber das ich mit dem Muster unbedingt noch eine Jacke machen wollte. Ich hatte noch zwei große Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste die ursrpünglich mal für eine Mandaladecke gekauft worden waren und brauchte so bei Ines nur noch zwei kleine Bobbel für die Ärmel nachbestellen.

Das Muster ist ein reiner Garnfresser, durch die vorderen und hinteren Reliefstäbchen ist es etwas voluminöser und kuschelig warm. Eine richtige Anleitung zu der Jacke gibt es nicht. Ich habe aus dem Kopf gearbeitet nach der RVO Methode und in der Länge dann angepasst.

Garnverbrauch waren 4500 Meter Baumwollmischgarn (50% Baumwolle – 50% Polyacyl) verarbeitet mit Nadelstärke 4,5 .

Happy New Year 2019 !

Happy New Year 2019 !

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute,viel Gesundheit und Erfolg!

 

Das neue Jahr ist da 🙂 mal sehen was es uns bringen mag!

365 Tage = 8.760 Stunden

Wenn man davon die Zeit abzieht in der man arbeiten, schlafen und essen muss und eben noch den ganzen anderen Kram den man so zu erledigen hat, sollten immer noch genügend Stunden übrig bleiben um kreativ zu sein.

Mein Kopf ist wieder voll mit Ideen und ich befürchte das ich auch dies kommende Jahr nicht genug Zeit finden werde für die schönste Nebensache der Welt: Kreatives Arbeiten mit Fäden in jeder Form und Farbe.

In meinem persönlichen Jahresrückblick für 2018 geht es allerdings nicht um Wolle.

Ich bin im letzten Jahr sehr viel in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe jede Gelegenheit die sich mir bot, Sonnenuntergänge am Steinhuder Meer zu fotografieren, genutzt und nun aus über 300 Bildern meine Favoriten ausgewählt:

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner Jahresrückblick in Bildern gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anne

Noch zwei Tage…

Die Zeit rennt schon wieder! Kaum hat man das erste Türchen vom Adventskalender aufgemacht- zack ist schon fast Weihnachten! Geht Euch das auch so? Ich fand dieses Jahr war die Vorweihnachtszeit extrem kurz.

Unser Tannenbaum steht wie oben zu sehen seit gut einer Woche. Dieses Jahr in den Farben Rot, Weiß und Silber gehalten, gefällt er mir so ganz gut. Letztes Jahr war unser Baum nur weiß und silberfarben mit einer Spitze in Silber, das fand ich als großer Shabby-chic-Fan anfangs total toll. Zu Heilig Abend hin war es mir auf einmal dann doch zu farblos und darum kam dieses Jahr doch noch etwas Farbe ins Spiel.

Da in zwei Tagen schon Heilig Abend ist und ich weiß das mein Adventskalenderteilchen schon alle aufgemacht haben möchte ich Euch meine diesjährige Bastelei für den Adventskalender zeigen:

Es gab einen Schlüsselanhänger aus einem kleinen gehäkelten Quadrat welches auf Filz aufgenäht wurde. Die  Vorder- und Rückseite sind aus unterschiedlich farbigem Filz, kleine Öse in die Ecke, Schlüsselring in Blütenform angebracht und fertig war der farbenfrohe Schlüsselanhänger.

Ich war von den Kleinigkeiten mit denen ich dieses Jahr in meinem Kalender überrascht worden bin sehr begeistert. Es waren so viele nette und kreative Menschen dabei. Jeden Tag schöne Überraschungen: selbstgemachte Kekse und Pralinen, sechs verschiedene Marmeladen, selbstgemachte Badesalze und Seifen, viele Kleinigkeiten aus Papier, Lesezeichen, Schlüsselanhänger etc.

Für mich ist jetzt schon klar das ich auch im nächsten Jahr wieder bei einem Kreativ-Adventskalender mitmachen möchte.

Ich wünsche Euch zwei entspannte Tage bis Heilig Abend und dann schöne Feiertage mit Euren Familien! Genießt die Zeit- bis demnächst!

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Wie wohl bei den meisten Menschen mit Hang zum Dekorieren  sind auch bei mir in der dunkleren Jahreszeit mehr Kerzen im Gebrauch. Meist sind es Votivkerzen oder Duftkerzen im Glas, vereinzelt aber auch mal Teelichter.

Teelichter kaufe ich in den letzten Jahren allerdings recht ungerne, da sie meinst in Alu- oder Kunststoffhüllen stecken und man nach dem Abbrennen doch recht viel Müll produziert hat. Für meine Mandarinenlichter habe ich auf unserem Wochenmarkt extra Bienenwachskerzen vom hier ansässigen Imker gekauft.

Ich liebe Bienenwachs: die Farbe ist schön und der Duft passt perfekt zur Vorweihnachtszeit!

Ich habe schon im November angefangen aus Mandarinenschalen kleine Sterne auszustechen. Wenn man sich beim Abschälen der Mandarine etwas Mühe gibt bekommt man größere Stücke aus denen man dann kleine Sterne mit einem Keksausstecher ausstechen kann. Die Schale von Mandarinen hat dazu die passende Dicke. Ich habe es auch mit anderen Zitrusfruchschalen versucht, fand hier die Schale aber zu dick. Die ausgestanzten Sterne habe ich zum Teil noch mit einer Gewürznelke in der Mitte versehen und eintrocknen lassen.

Passend zum kommenden 4. Advent habe ich einen Dekoteller mit drei Teelichthalter aus Mandarinen und einer Grapefruit gemacht. Das Ausstechen bei dickeren Schalen ist etwas schwerer und ich habe mir bei der Grapefruit einen Hammer zur Hilfe nehmen müssen.

Zu meiner Freude konnte ich in den letzten Tagen meinen 14jährigen Sohn dazu animieren mit mir in der Küche zu stehen und Kerzen herzustellen.

Wir hatten so etwas beide vorher noch nie gemacht. Dies war eine kurzfristige Idee von mir und alle dazu benötigten Materialien waren im Haus.

Unser Ausgangsmaterial waren Stabkerzen die schon länger gelegen hatten und etwas aus der Form geraten waren sowie Kerzenreste und zum Einfärben des Wachsen haben wir Wachsmaler  genommen.

Da ich keine Kerzendochte im Haus hatte, haben wir uns mit weißen Christbaumkerzen beholfen. Diese haben wir in der Mitte der Gläser festgeklebt und den Docht oben mit zwei Bambusstäbchen fixiert.

Das Schmelzen des Wachses ist dann in einem alten Topf auf dem Herd recht einfach gemacht (es empfiehlt sich dabei das Fenster zu öffnen – es riecht doch recht stark nach Wachs) auch das Einfärben des Wachses mit den Wachsmalern ist ein Kinderspiel.

Schicht für Schicht haben wir uns dann vorgearbeitet. Unser alter Kerzenvorrat hat dann doch tatsächlich für eine große Dreidochtkerze und vier kleinere Kerzen gereicht. Ich fand unsere Aktion total toll weil…

  1. … es eine lustige Mutter-Sohn- Aktion war.
  2. … die Kerzen und Kerzenreste die schon ewig rumlagen nun weg sind und ich Platz für was Neues habe.
  3. …  die alten Schulwachsmaler meines Sohnes auch noch einen Zweck erfüllt haben (gemalt hat damit nämlich die letzten 5 Jahre keiner mehr)
  4. … dabei noch schöne Mitbringsel entstanden sind.

Herbstlicher Farbenrausch

Laut meiner Wetter App ist der Dienstag diese Woche der einzige Tag an dem nicht mit Regen zu rechnen ist und die Sonne ein wenig scheint.

Darum habe ich mir nach der Hochschule meine Schneiderpuppe, Kamera und Tüte mit Dingen die ich fotografieren will geschnappt, alles schnell ins Auto verfrachtet und bin nach Hagenburg ans Steinhuder Meer zu einer Stelle gefahren an der ich mir sicher war, das ich noch etwas von der Nachmittagssonne abbekommen würde bevor die Sonne untergeht.

Ich liebe im Herbst diese beerigen Farbtöne und bin ganz verliebt in meinen Loop. Er misst doppelt gelegen 125 x 39 cm. Gestrickt ist mit Nadelstärke 4 und der Rand ist dann nochmal mit einer  5 cm breiten Häkelborte versehen. Alles ist ohne Anleitung einfach so aus meinem Kopf entstanden.

Material für den Innenteil:  4 Knäule Lana Grossa „Cinque Multi“ mit einer Lauflänge von 150 m/ 50g aus 60% Schurwolle und 40% Polyacryl

Material für die Borte: Lana Grossa „Cool Wool“ und  “ Cool Wool Melange“ Lauflänge 160 m/ 50g aus 100% Schurwolle.

Mit kleinen Schritten in Richtung Weihnachten

Jetzt haben wir heute schon das vierte Türchen an den Adventskalendern aufmachen können und ich möchte Euch heute meinen Kalender zeigen. Ich weiß ich bin damit etwas spät, aber besser spät als nie 🙂

Diesen Wandbehang-Weihnachtskalender hatte ich für meinen Sohn gemacht als er noch sehr klein war. Wie man unten in der rechten Ecke sehen kann ist er 2009 fertig gestellt worden. Der Elch in der Mitte ist in Kreuzstich gearbeitet. Die Anleitung war aus einer Zeitschrift, ich weiß aber leider nicht mehr aus welcher. Der Schal und das Geweih vom Rentier sollten eigentlich in rot, rosa und creme gearbeitet werden. Ich hatte die Farben und noch einige Kleinigkeiten am Motiv verändert.

Obwohl ich nicht so fürs Sticken zu haben bin, hatte ich damals etliche Stunden daran gesessen und fleißig gestickt. Eingefasst ist das Motiv mit Baumwollstoff und noch mit Flies hinterlegt. Die dezenten Sterne sind mit der Maschine aufgestickt worden. Er hat eine Seitenlänge von 60 cm.

Dieser Wandbehang hing jahrelang zur Vorweihnachtszeit an einer Stange an der Wand und die kleinen Päckchen mit den Adventskalenderkleinigkeiten waren mit an der Stange befestigt.

Nun ist mein Sohn schon im Teenageralter und mittlerweile zu cool für diesen Kalender. Für ihn musste was neues her, den eines ist ja klar:

Für einen Adventskalender ist man niemals zu alt! Nur das Design und der Inhalt kann sich mit den Jahren mal ändern. Ich habe ihm dieses Jahr einen neuen aus Jeansstoff genäht aber dazu ein anderes mal mehr.

Ich habe den Elch darum dieses Jahr für meine Zwecke gebraucht.  An der Wand in meinem Wohnzimmer  ist ein weißes Regalbrett, auf diesem steht sonst so einiges an verschiedenem Dekozeugs. Zum 1.Dezember habe ich das Regal freigeräumt, den Elch an der Wand aufgehängt und auf dem Brett sowie auf dem Regal darunter meine ganzen Adventstütchen aufgebaut.

Wer sich über die vielen Tütchen wundert und vielleicht sogar durchgezählt hat: ja es sind mehr als 24 Stück. Das kommt daher das ich dieses Jahr bei zwei Adventskalendern mitgemacht habe.

Letztes Jahr sprach mich eine Freundin an und fragte ob ich Lust hätte bei einem Adventskalender mitzumachen. Ich hatte wohl im ersten Moment etwas erstaunt und fragend geschaut und so fing sie noch bevor ich etwas sagen konnte an zu erzählen:

“ Das mit dem Adventskalender ist ganz einfach: wir sind 25 Frauen die gerne basteln und kreativ sind und jede macht 24 Kleinigkeiten und packt sie ein. Kurz vor dem ersten Dezember treffen wir uns alle und tauschen dann die Kleinigkeiten aus. So hat jede 24 Sachen und jeden Tag eine nette Überraschung, Du kannst alles machen was Du willst. Egal ob backen, nähen oder basteln. Das ist doch bestimmt was für Dich! “

Na klar war das was für mich! Und somit hatte ich mir gleich Gedanken gemacht was ich den für den Adventskalender machen könnte.

Dabei herausgekommen sind kleine Schlüsselanhänger aus Jeans und Filz. Ich hatte damals gerade meine neue Nähmaschine bekommen und das war die Gelegenheit sie auszuprobieren und mich auch mal an der Nähmaschinenstickerei auszuprobieren.

Der Abend an dem wir uns dann getroffen hatten um die Sachen auszutauschen war sehr schön und im Laufe der kommenden Tage konnte ich mich jeden Tag überraschen lassen. Im letzten Jahr war alles mögliche dabei: selbstgemachte Pralinen, Kekse, Badesalz, gebastelte Dinge aus Papier und Karton, Sterne aus Holz und vieles mehr.

Für mich war letztes Jahr schon klar, das ich auch dieses Jahr wieder bei so einem Kalender mitmachen wollte.

Dieses Jahr hatte ich nun bei zwei Kalendern die Gelegenheit mich kreativ auszutoben. Was ich dieses Jahr für den Kalender gemacht habe zeige ich Euch aber erst am 10.Dezember bis dahin wird nix verraten. 🙂

Herbstlicher Sonnenschein und sonnige Farben…

Wie schön das wir noch so traumhaftes Wetter haben. So konnte ich meine Schneiderpuppe ins Auto packen und die Tücher dazu und zu meiner Freundin fahren um bei ihr im Garten nochmal Bilder von meinen Tüchern zu machen.

Heute möchte ich euch wieder zwei Tücher nach Anleitung von Jasmin Räsänan zeigen:

Tuch #1 ist eine etwas abgewandelte Form des Tuches „Dimholt“  . Ich habe allerdings nur einen Mustersatz aus der Anleitung genommen und das Tuch nicht dreieckig sondern asymmetrisch gearbeitet.

Verarbeitet ist ein dreifädiger 1000m Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste mit dem Namen „Hexentanz“. Gearbeitet habe ich mit Nadelstärke 3. Nach dem Waschen und Spannen hat das Tuch die Maße 162 x 106 cm.

Tuch #2 ist das „Minai“

Dieses Tuch ist letztes Jahr in einem CAL (crochet along) entstanden. Gearbeitet ist es aus einem Scheepjes Whirl „Fruty ´o´ Tutty“ (60% Cotton und 40%Acryl) mit 1000m Lauflänge. Gearbeitet mit Nadelstärke 3,5 hat es eine Größe von 148 x 67 cm.

Diesen Herbst geht nichts ohne das „Talvi“ !

Noch einen Tag bis zur Infa.Kreativ und ich freue mich wie ein kleines Kind 🙂

Heute möchte ich euch das Tuch „Talvi“ von Jasmin  zeigen:

Ich glaube es war im Juni als Jasmin auf ihrer FB-Seite „Morben Design – Die Gruppe“ die Anleitung für das „Talvi“ vorstellte. Und dann dauerte es nicht lange und die ersten Talvis wurden in der Gruppe präsentiert.

Das Talvi ist ein sehr einfaches Muster das gut für Anfänger*innen geeignet ist. Man sollte vordere und hintere Reliefstäbchen, Stäbchen und Luftmaschen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist schnell gemerkt und ich finde es total entspannend dieses Muster zu häkeln. Durch die vielen Reliefstäbchen wird das Tuch etwas dickerer und fluffiger als bei „normalem“ Häkelmuster.

Bei einer kleinen Umfrage die vor kurzem in der Morben-Design Gruppe gemacht worden ist stellte sich heraus das es jetzt schon über 1140 fertige Tücher gibt und über 1150 Tücher kurz vor der Fertigstellung sind. Ich finde das ist schon eine beachtliche Zahl wenn man bedenkt das die Anleitung noch nicht so lange online ist.

Auch für mich hat das „Talvi“ einen enormen Suchtfaktor – wie an den Bildern zu sehen ist,sind in den letzten Wochen drei Tücher entstanden. Das vierte ist auch schon in Arbeit….

Talvi #1 ist gearbeitet aus einem Scheepjes Whirl in der Farbe „Lavenderlicious“ (60% Cotton und  40%Acrylic) Lauflänge 1000 und Nadelstärke 4.

Das Tuch ist 170 x 67 cm groß

Talvi #2 ist aus einem Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste „Jubiläumsbobbel Nr.4“ (50% Baumwolle und 50% Polyacyl) hat auch 1000m Lauflänge und ist mit Nadelstärke 4,5 gearbeitet.

Das Tuch hat die Maße 162 x 44 cm

Talvi #3 ist aus einem Scheepjes Wolly Whirl „Sugar Suzzle“ (70% Baumwolle und 30% Wolle) mit einer Lauflänge von 1000m, gearbeitet wurde es mit einer Nadelstärke 4,5.

Dieses Tuch hat die Maße 186 x 42 cm