Es ist endlich soweit…

Endlich ist es soweit: Nachdem mein Paket nach längerer Reise am Ziel angekommen ist und die neue Besitzerin ihre Decke nun in Händen hält kann ich euch die Bilder zeigen.

Dies ist die erste Decke der Gruppe „crochet hugs – granny blankets for friends“ .

Da ich am Anfang des Jahres nicht wusste wie viele Leute ich zusammen bekomme, die mit mir an diesem Projekt arbeiten wollen habe ich selbst auch etliche Grannys angefertigt. Mir saß die Angst im Nacken das nicht genügend bis zum Ende des ersten Sammelzeitraumes zusammen kommen.

Hier zwei meiner Grannyvarianten:

Als alle Grannys bei mir eingetroffen waren, war  ich erst mal sprachlos und erstaunt, das doch so viele mitgemacht haben und es dann sogar so viele Grannys wurden das es für zwei Decken gereicht hat. Ich hatte nie mit so vielen Grannys gerechnet! Es sind so viele unterschiedliche Muster und Farben, einfach toll.

An dieser Stelle ein gaaaaaaanz großes Dankeschön an meine Mitstreiterinnen!!!! Danke für eure Zeit und Mühe, die ihre investiert habt.

Mit mir haben insgesamt 11 Frauen an diesem Projekt gearbeitet.

Nachdem ich etliche Zeit damit verbracht hatte die Grannys zu ordnen und zusammen zu puzzeln waren noch drei freie Flächen in der Decke offen. Ich habe dann mit der Farbe mit der ich die Teile auch zusammengehäkelt habe noch drei Grannys hergestellt und dann ging es an das Zusammenfügen. Das brauchte doch mehr Zeit als ich gedacht hatte. Da jedes Quadrat eine andere Maschenzahl am Rand hatte musste ich bei jedem Quadrat erst zählen und dann die Maschen anpassen.

Beim Rand habe ich etwas neues ausprobiert: nach einigen Reihen in Lavendel habe ich ein Pompongarn mit eingehäkelt. Das hatte ich vor Ewigkeiten mal auf einer Seite im Internet (ich weiß leider nicht mehr welche das war) gesehen und wollte es schon länger machen.

Um die Decke in ihrer vollen Größe zu fotografieren wollte ich am liebsten nach Draußen aber es war die ganzen Tage ein so doofes Wetter und so musste mein Bett herhalten.

Zum Schluß habe ich noch einige Daten für euch:

Die Decke hat die Maße :  164 x 195 cm. Der Rand ist 13 cm breit.

Sie besteht aus einem großen Quadrat mit 30 x 30 cm und 76 kleinen Quadraten mit 15 x 15 cm. Davon sind 21 Quadrate von mir gearbeitet.

Verwendetes Material:

Zum Zusammenhäkeln habe ich zwei mal von Scheepjes „Whirlette“ Farbe Mint verwendet. Im Rand stecken einmal Pompongarn von „Spirit Four Seasons Gründl“ und vier Knäule Baumwollgarn in Lila (Garnsortiment Frühjahr Vendita GmbH) und 11 Knäule von Drops Cotton Viscose Colour 27. Ich komme auf insgesamt 2605 Metern Material und verarbeitet ist es mit einer Nadelstärke 3,5

Ich hoffe euch gefällt unser Gemeinschaftsprojekt genauso gut wie mir!

Und da hier nun noch einige Grannys in Rosa- und Grüntönen herumliegen geht es für mich an die nächste Decke…….

 

„crochet hugs – granny blankets for friends“ oder wie alles mit der „Infa-Decke“ begann…

Enthält unbezahlte Werbung da Markennennung und Verlinkung

 

In meinem heutigen Beitrag werfe ich einige Blicke zurück und einen kleinen Blick voraus.

Ich hole etwas aus…..

Als ein Teil meiner von meiner Mutter und Großmutter vererbten Häkelnadeln nach etlichen Jahren so langsam ihre beste Zeit hinter sich hatten und einige schon kaputt gegangen waren, machte ich mich auf die Suche nach der für mich perfekten Häkelnadel. Die Suche war lang und ich hatte mich durch einige Modelle und Anbieter getestet. (Beitrag dazu hatte ich hier im Juni 2017 veröffentlicht)

Meine damalige Odyssee endete mit dem Erwerb von drei wundervollen Häkelnadeln aus dem Hause WollLolli.

Danach war meine Experimentierfreude noch nicht gebremst und die Suche nach anderen Herstellern von handgedrechselten Häkelnadeln begann. Aber die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe könnten einen eigenen Beitrag füllen.

Bleiben wir bei den Häkelnaden von WollLolli:

Über eine Handarbeitsgruppe bei Facebook war ich auf die Firma aufmerksam geworden und erfuhr das es auch eine eigene Gruppe von WollLolli bei Facebook gibt.

Diese Handarbeitsgruppe in der man/frau sich über jegliche Art der kreativen Betätigung austauschen kann ist mir schnell ans Herz gewachsen und so entstanden virtuelle Freundschaften zu anderen Kreativen.

Im Herbst 2017 kurz vor der Infa entstand im Chat ein reger Austausch:

„ Wer will auch noch zur Infa? Wer ist wann da?“

Es stellte sich heraus das doch einige aus der Gruppe  hin wollten. Ich hatte dann die spontane Idee das alle WollLolli-Häkelnadel-Besitzerinnen die auf der Infa sind, sich doch dort mal treffen könnten.

Über die Gruppe kannte man sich ja schon aber persönlich hatten sich die Meisten noch nicht gesehen. Die Idee wurde gut aufgenommen und so traf sich ein kleiner Haufen und machte ein Gruppenbild und natürlich auch ein Bild der mitgebrachten Nadeln.( Siehe Beitrag von der Infa 2017)

Ich hatte bis dahin noch nie so viele gedrechselte Häkelnadeln auf einem Haufen gesehen – eine schöner als die Andere.

Es war ein tolles Treffen und hatte viel Spaß gemacht.

Ein Jahr später war uns klar wir treffen uns wieder auf der Infa! Diesmal waren sogar noch mehr Häklerinnen dabei! Das war wieder ein schönes Treffen. (Mal sehen ob wir auf der nächsten Infa nicht noch mehr Leute zusammen bekommen.)

Ich hatte auch dieses mal kurz vor dem Treffen eine Idee: Es sollte eine bunte Decke in Gemeinschaftsarbeit aus vielen verschiedenen Häkelquadraten entstehen.

Die Idee kam gut an und die ersten Quadrate bekam ich schon auf der Infa von einigen ganz Schnellen in die Hand gedrückt. Ich hatte nur die Größe der Quadrate von 15 x 15 cm vorgegeben. Farbe, Material und Muster konnte jede selbst wählen.

Nach der Infa trudelten dann mit der Zeit immer mehr Quadrate bei mir ein.

Es wurde ein richtig bunter Haufen.

Am Anfang dachte ich noch: „Wie soll ich den so viele bunte Quadrate zusammenfügen das es auch harmonisch aussieht und nicht zu bunt wird?“ Auch wenn ich voll auf bunte Farben abfahre, war es mir teilweise fast zu bunt.

Aber je mehr Quadrate bei mir eintrudelten je besser passte alles zusammen. Wenn ein neuer Umschlag mit Grannys im Briefkasten war, war es immer etwas aufregend den Umschlag zu öffnen da ich ja nie wusste was mich da erwartet.

Die letzten Häkelquadrate erhielt ich dann Anfang November 2018.

Ich habe dann lange gepuzzelt und probiert wie ich alles am besten zusammenfügen kann, dann alle Quadrate zusammengehäkelt und mit einem breiten Rand versehen.

Da die Idee für die Decke zur Infa geboren wurde bekam unser Gemeinschaftswerk den Namen „Infa-Decke“.

Zugegeben das ist nicht besonders kreativ, aber das Kind brauchte einen Namen. *lol*

Kurz vor Weihnachten war das gute Stück dann fertig und wurde an Familie Schmenk als Geschenk und Dankeschön versendet.

Weil es mir so viel Spaß gemacht hatte diese Decke mit anderen zusammen zu fertigen, hatte ich mir beim Häkeln des Randes schon Gedanken gemacht ob man nicht ein Projekt starten könnte um eine oder sogar mehrere weitere Decken dieser Art zu machen.

Und so entstand  die Idee  „crochet hugs – granny blankets for friends“ .

Anfang Januar habe ich bei FB eine Gruppe gegründet um eine Plattform für einen besseren Austausch aller Teilnehmer*innen zu haben.

Ich hatte mir gedacht das von Januar bis März der erste Sammelzeitraum sein sollte. Da ich nicht genau wusste wie viele mitmachen werden und wie viele Grannys mich am Ende des ersten Sammelzeitraumes erreichen habe ich selbst auch etliche Quadrate angefertigt. Ich hatte wirklich Angst das ich Ende März nicht genügend Quadrate für eine Decke zusammen habe.

Für eine gute Größe braucht es schon so 60-70 Quadrate. Je nachdem wie man die Quadrate zusammenfügt und wie breit der Rand dann gearbeitet wird.

Zu meiner großen Freude wurden es dann doch so viele Grannys das ich sogar zwei Decken zusammen stellen konnte! Während nun im zweiten Sammelzeitraum von April bis Juni meine Mitstreiterinnen weiter fleißig an neuen Quadraten häkeln habe ich angefangen alle zusammenzufügen.

Die erste Decke der Gruppe steht kurz vor ihrer Fertigstellung und wird in Kürze hier zu sehen sein. Und während Ihr hoffentlich gespannt auf die Bilder der ersten „crochet-hug-Decke“ wartet möchte ich Euch hier Bilder von der „Infa-Decke“ zeigen:

Die Decke besteht aus 63 Quadraten á 15 x 15 cm, gearbeitet von insgesamt 10 Frauen. Mein Anteil an dieser Decke bestand im Zusammenfügen der Quadrate mit festen Maschen und dem Häkeln des Randes. Der Rand ist ca. 15 cm breit und ich habe dafür ca. 1200 Meter Garn verarbeitet.

 

Sockenmuster Teil 2 „Mojo-Socken“

Heute möchte ich euch wieder ein schönes Sockenmuster zeigen, diesmal ist es die „Mojo-Socke“

Das Muster ist mir in den letzten Jahren immer mal wieder begegnet wenn ich mir in sozialen Netzwerken oder auf Seiten anderer Blogger*innen deren  Arbeiten angeschaut habe.

Ich hatte dieses Muster schon eine ganze Zeit auf meiner To-Do-Liste bevor ich endlich dazu gekommen bin diese schönen Socken zu stricken.

Die Anleitung ist von Donyale Grant und seit 2008 bei Ravelery zu finden.

Wieso Donyale Grant ihre Anleitung „Mojo“ genannt hat kann ich nicht sagen (ich habe nicht nachgefragt). Aber wenn man mal nachschaut was das Wort bedeutet erfährt man bei Wikipedia folgendes:

 Mojo bezeichnet eigentlich ein magisches Amulett, wird aber auch als Synonym für Glück oder Glücksbringer verwendet. Das Wort Mojo ist afrikanischen Ursprungs und kam mit den Sklaven nach Amerika. Gegen Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Wort in den englischen Sprachgebrauch über.

Ein Mojo war üblicherweise ein Stoffbeutel, der als Talisman unter der Kleidung versteckt getragen wurde. Gefüllt mit Kräutern und magischen Pulvern, gelegentlich einer Münze und anderen geeigneten Gegenständen, versehen mit einem Hoodoo-Zauber, sollte das Mojo vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen

Ich finde die Socken sehen im unangezogenen Zustand witzig aus weil sich einige Teile durch das Rippenmuster so zusammenziehen. Mich erinnern sie etwas an Knochen. Damit scheine ich nicht alleine mit zu sein, ich habe diese Socken auch schon unter der Bezeichnung „Glücksknochen“ im Netz gefunden.

Das Muster ist leicht an die eigene Sockengröße anzupassen wenn man das Prinzip der beiden Muster verstanden hat. Es besteht nur aus einem Rippenteil (2Ma rechts , 2Ma links) und einem Ringelteil.

Hier sieht man die Mojo´s ohne Sockenbrett, die Rippenteile ziehen sich schön zusammen.
Auf diesem Bild ist in den Socken ein Sockenbrett, dadurch wird das Muster auseinander gezogen.

Hier ein Beispiel wie man die Socke stricken könnte:

10 Reihen Bund

Dann der Ringelteil:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

Dann der Rippenteil:

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Verse (kann so gestrickt werden wie man möchte, ich bevorzuge da die Bumerangverse, man kann aber auch eine Käppchenverse stricken)

Danach wieder mit den Ringeln weitermachen:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Durch das Rippenmuster mit 2 links, 2 rechts müssen die gesamten Maschen durch 2 teilbar sein.

Mojo´s ohne Sockenbrett
Hier sind die Socken wieder auf ein Sockenbrett gezogen und verlieren dadurch ihre typische Knochenform

Die einzelnen Teile können individuell verändert werden. So kann man den Rippenteil länger oder kürzer stricken. Auch der Ringelteil kann verändert werden in dem man mehr oder weniger Ringe macht oder die Ringe dicker strickt indem man statt 2 Reihen einfach 3 Reihen links und rechts strickt. Dünner würde ich die Ringe nicht stricken. Ich habe das ausprobiert, bei nur jeweils einer Reihe kommt das Muster nicht so richtig zur Geltung.

An den Bereichen an denen Rippenmuster gestrickt wird zieht sich das Gestrickte etwas stärker zusammen (wir kennen das ja schon von Sockenbündchen) so sitzen die Socken an den Bereichen etwas enger am Fuß.

Mir hat das Stricken dieser Socken sehr viel Spaß gemacht und wenn ich jetzt beim Tragen etwas mehr Glück im Alltag haben sollte, habe ich da nix gegen!

 

Sockenmuster Teil 1

Ich arbeite zur Zeit an einigen größeren Projekten. Das macht mir viel Spaß hat aber den Nachteil das die Arbeiten mittlerweile viel zu groß sind um sie unterwegs mitzunehmen. Daher kann ich an diesen Projekten nur noch arbeiten wenn ich zu Hause bin und auf dem Sofa sitze.

Für unterwegs brauche ich dann etwas Kleineres was auch gut in die Handtasche oder den Rucksack passt. Da ist das Sockenstricken ideal.

Das Garn und das Gestrickte nimmt nicht viel Platz weg. Einfache Muster können auch mal schnell für einige Minuten zwischendurch gestrickt werden ohne das man sich erst wieder in den Musterrapport einarbeiten muss. So ist es für mich die ideale Mitnehmarbeit für die Bahn und Straßenbahn.

Ich möchte Euch heute zwei einfache Sockenmuster zeigen, die man mit einfachen Grundkenntnissen des Sockenstrickens stricken kann.

Als erstes habe ich hier ein Paar Socken mit einfachem Perlmuster.

Das Bündchen der Socke ist in einfachem Bündchenmuster mit 2 Maschen rechts und 2 Maschen links gestrickt. ( ich stricke meine Bündchen meistens 8-10 cm hoch)

Darauf folgt die Bumerangferse einfach rechts gestrickt. Die Fußsohle und die Spitze sind ebenfalls einfach rechts gestrickt.

Beim Fußrücken habe ich mich für ein einfaches Perlmuster entschieden.

Das zweite Muster ist das „Minekraft“

Als Mutter eines Teenagers musste ich bei dem Namen erst an das gleichnamige Computerspiel denken. Mich erinnert es an einen geflochtenen Weidenkorb. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Von wem dieses Muster zu erst erdacht und gestrickt wurde konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Dieses Muster ist schon seit einigen Jahren in sozialen Netzwerken und bei YouTube immer wieder zu finden.

Das Muster „Minekraft“ muss durch 4 teilbar sein:

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen links, 2 Maschen rechts immer wiederholen

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen rechts, 2 Maschen links immer wiederholen

Danach den Musterrapport immer wiederholen.

Ich habe beide Sockenpaare mit  4fädiger Sockenwolle gestrickt. Bei Schuhgröße 40 habe ich 16 Maschen auf der einzelnen Nadel. Ich stricke Sockenwolle meist mit Nadelstärke 2.5

Wer sich nicht sicher ist wie viele Maschen bei welcher Größe angeschlagen werden müssen findet hier eine Größentabelle.

Ohne Rosa geht grad nix….

Welche ist eure Lieblingsfarbe? Für mich ist diese Frage schwer zu beantworten. Je nach Jahreszeit und Wetter wechselt das nämlich. Am Anfang des Jahres mag ich immer zarte und pastellige Farben. Zur Zeit ist meine Lieblingsfarbe ganz eindeutig Rosa! Von hellem zarten Rosa bis hin zu kräftigem Pink liebe ich alles in dieser Farbpalette. Und so möchte ich euch heute meine rosa Lieblingsstücke zeigen. Entstanden sind sie im Laufe des letzten halben Jahres.

Anfangen möchte ich mit einem halbrundem Tuch dem „Dandelion Lane“ von Grassharpstitches by Theodora Keller.

Wie ihr ja wisst häkel ich sehr gerne Tücher. Die meisten meiner bisherigen Werke waren aber immer dreieckig oder Loops. Halbrunde Tücher habe ich schon immer toll gefunden war aber immer zu faul mir selbst eine Anleitung dazu auszudenken.

Beim „Dandelion Lane“ gibt es verschiedene Mustersätze und je nach vorhandenen Metern kann man einen Mustersatz weglassen oder noch was dazu arbeiten. Ich habe für mein Tuch alle Mustersätze gearbeitet und bin damit auf einen Verbrauch von ca. 1450 Metern gekommen. Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und da ich am liebsten nur nach Häkelschrift arbeite war ich sehr erfreut über die tolle Häkelschrift in dieser Anleitung!

Bei der Materialwahl habe ich mich für zwei Bobbel je 1000 Meter entschieden. Diese hatte ich ursprünglich mal für einen ganz anderen Zweck gekauft sie dann aber doch nicht verarbeitet. Sie lagen nun schon länger in meinem Regal und für dieses Projekt fand ich sie ideal. Da beide Bobbel in der Mitte die gleiche Farbe hatten, habe ich bei dem einen außen angefangen und beim Zweiten dann in der Mitte.

So habe ich einen schönen Farbübergang und es ist nicht zu sehen das zwei unterschiedliche Bobbel verarbeitet worden sind. Ich wusste aus der FB Gruppe von Theodora das die meisten mit etwa 1500 Metern Garn ausgekommen sind und das passt mit meinen beiden Bobbeln ganz gut weil ich den brauen Rand vom zweiten Bobbel nicht so gerne verarbeiten wollte. (der Garnrest wanderte in die Restekiste und wartet auf eine andere Gelegenheit um verarbeitet zu werden)

Das Muster besteht aus Luftmaschen, festen Maschen, Stäbchen, Reliefstäbchen, Poppkornmaschen und Büschelmaschen.

Poppkornmaschen und Büschelmaschen konnte ich schon häkeln, hatte sie aber in vorherigen Projekten nie viel gehäkelt. In dieser Anleitung konnte ich sie zur genüge üben.

Das Tuch hat mir so gut gefallen das ich auf jeden Fall noch zwei weitere machen möchte ( das Garn dazu ist bereits herausgesucht, jetzt brauche ich nur noch genügend Zeit 🙂 )

Ein Projekt für mal so zwischendurch war mein Dreieckstuch in weiß, rosa und pink.

Ich hatte den Bobbel letztes Jahr auf der Infa bei LittleFavorites by Rea gekauft. Ursprünglich war das Garn für ein ganz anderes Muster gedacht aber nach Beginn gefiel es mir nicht. Der bunte Beilauffaden und das Muster waren mir zusammen zu unruhig. Nachdem ich dann noch ein zweites Muster ausprobiert hatte welches mir aber auch nicht gefallen hat, hatte ich mich für ein einfaches Grannytuch entschieden. Dieses Tuch war mittlerweile auch schon oft mit mir unterwegs.

Als drittes Projekt möchte ich euch meine Häkeljacke zeigen. Nachdem ich letztes Jahr im Herbst so viele „Talvi“-Tücher von Morben Design gehäkelt hatte war ich so in dem Talvifieber das ich mit dem Muster unbedingt noch eine Jacke machen wollte. Ich hatte noch zwei große Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste die ursrpünglich mal für eine Mandaladecke gekauft worden waren und brauchte so bei Ines nur noch zwei kleine Bobbel für die Ärmel nachbestellen.

Das Muster ist ein reiner Garnfresser, durch die vorderen und hinteren Reliefstäbchen ist es etwas voluminöser und kuschelig warm. Eine richtige Anleitung zu der Jacke gibt es nicht. Ich habe aus dem Kopf gearbeitet nach der RVO Methode und in der Länge dann angepasst.

Garnverbrauch waren 4500 Meter Baumwollmischgarn (50% Baumwolle – 50% Polyacyl) verarbeitet mit Nadelstärke 4,5 .

Happy New Year 2019 !

Happy New Year 2019 !

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute,viel Gesundheit und Erfolg!

 

Das neue Jahr ist da 🙂 mal sehen was es uns bringen mag!

365 Tage = 8.760 Stunden

Wenn man davon die Zeit abzieht in der man arbeiten, schlafen und essen muss und eben noch den ganzen anderen Kram den man so zu erledigen hat, sollten immer noch genügend Stunden übrig bleiben um kreativ zu sein.

Mein Kopf ist wieder voll mit Ideen und ich befürchte das ich auch dies kommende Jahr nicht genug Zeit finden werde für die schönste Nebensache der Welt: Kreatives Arbeiten mit Fäden in jeder Form und Farbe.

In meinem persönlichen Jahresrückblick für 2018 geht es allerdings nicht um Wolle.

Ich bin im letzten Jahr sehr viel in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe jede Gelegenheit die sich mir bot, Sonnenuntergänge am Steinhuder Meer zu fotografieren, genutzt und nun aus über 300 Bildern meine Favoriten ausgewählt:

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner Jahresrückblick in Bildern gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anne

Noch zwei Tage…

Die Zeit rennt schon wieder! Kaum hat man das erste Türchen vom Adventskalender aufgemacht- zack ist schon fast Weihnachten! Geht Euch das auch so? Ich fand dieses Jahr war die Vorweihnachtszeit extrem kurz.

Unser Tannenbaum steht wie oben zu sehen seit gut einer Woche. Dieses Jahr in den Farben Rot, Weiß und Silber gehalten, gefällt er mir so ganz gut. Letztes Jahr war unser Baum nur weiß und silberfarben mit einer Spitze in Silber, das fand ich als großer Shabby-chic-Fan anfangs total toll. Zu Heilig Abend hin war es mir auf einmal dann doch zu farblos und darum kam dieses Jahr doch noch etwas Farbe ins Spiel.

Da in zwei Tagen schon Heilig Abend ist und ich weiß das mein Adventskalenderteilchen schon alle aufgemacht haben möchte ich Euch meine diesjährige Bastelei für den Adventskalender zeigen:

Es gab einen Schlüsselanhänger aus einem kleinen gehäkelten Quadrat welches auf Filz aufgenäht wurde. Die  Vorder- und Rückseite sind aus unterschiedlich farbigem Filz, kleine Öse in die Ecke, Schlüsselring in Blütenform angebracht und fertig war der farbenfrohe Schlüsselanhänger.

Ich war von den Kleinigkeiten mit denen ich dieses Jahr in meinem Kalender überrascht worden bin sehr begeistert. Es waren so viele nette und kreative Menschen dabei. Jeden Tag schöne Überraschungen: selbstgemachte Kekse und Pralinen, sechs verschiedene Marmeladen, selbstgemachte Badesalze und Seifen, viele Kleinigkeiten aus Papier, Lesezeichen, Schlüsselanhänger etc.

Für mich ist jetzt schon klar das ich auch im nächsten Jahr wieder bei einem Kreativ-Adventskalender mitmachen möchte.

Ich wünsche Euch zwei entspannte Tage bis Heilig Abend und dann schöne Feiertage mit Euren Familien! Genießt die Zeit- bis demnächst!

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Wie wohl bei den meisten Menschen mit Hang zum Dekorieren  sind auch bei mir in der dunkleren Jahreszeit mehr Kerzen im Gebrauch. Meist sind es Votivkerzen oder Duftkerzen im Glas, vereinzelt aber auch mal Teelichter.

Teelichter kaufe ich in den letzten Jahren allerdings recht ungerne, da sie meinst in Alu- oder Kunststoffhüllen stecken und man nach dem Abbrennen doch recht viel Müll produziert hat. Für meine Mandarinenlichter habe ich auf unserem Wochenmarkt extra Bienenwachskerzen vom hier ansässigen Imker gekauft.

Ich liebe Bienenwachs: die Farbe ist schön und der Duft passt perfekt zur Vorweihnachtszeit!

Ich habe schon im November angefangen aus Mandarinenschalen kleine Sterne auszustechen. Wenn man sich beim Abschälen der Mandarine etwas Mühe gibt bekommt man größere Stücke aus denen man dann kleine Sterne mit einem Keksausstecher ausstechen kann. Die Schale von Mandarinen hat dazu die passende Dicke. Ich habe es auch mit anderen Zitrusfruchschalen versucht, fand hier die Schale aber zu dick. Die ausgestanzten Sterne habe ich zum Teil noch mit einer Gewürznelke in der Mitte versehen und eintrocknen lassen.

Passend zum kommenden 4. Advent habe ich einen Dekoteller mit drei Teelichthalter aus Mandarinen und einer Grapefruit gemacht. Das Ausstechen bei dickeren Schalen ist etwas schwerer und ich habe mir bei der Grapefruit einen Hammer zur Hilfe nehmen müssen.

Zu meiner Freude konnte ich in den letzten Tagen meinen 14jährigen Sohn dazu animieren mit mir in der Küche zu stehen und Kerzen herzustellen.

Wir hatten so etwas beide vorher noch nie gemacht. Dies war eine kurzfristige Idee von mir und alle dazu benötigten Materialien waren im Haus.

Unser Ausgangsmaterial waren Stabkerzen die schon länger gelegen hatten und etwas aus der Form geraten waren sowie Kerzenreste und zum Einfärben des Wachsen haben wir Wachsmaler  genommen.

Da ich keine Kerzendochte im Haus hatte, haben wir uns mit weißen Christbaumkerzen beholfen. Diese haben wir in der Mitte der Gläser festgeklebt und den Docht oben mit zwei Bambusstäbchen fixiert.

Das Schmelzen des Wachses ist dann in einem alten Topf auf dem Herd recht einfach gemacht (es empfiehlt sich dabei das Fenster zu öffnen – es riecht doch recht stark nach Wachs) auch das Einfärben des Wachses mit den Wachsmalern ist ein Kinderspiel.

Schicht für Schicht haben wir uns dann vorgearbeitet. Unser alter Kerzenvorrat hat dann doch tatsächlich für eine große Dreidochtkerze und vier kleinere Kerzen gereicht. Ich fand unsere Aktion total toll weil…

  1. … es eine lustige Mutter-Sohn- Aktion war.
  2. … die Kerzen und Kerzenreste die schon ewig rumlagen nun weg sind und ich Platz für was Neues habe.
  3. …  die alten Schulwachsmaler meines Sohnes auch noch einen Zweck erfüllt haben (gemalt hat damit nämlich die letzten 5 Jahre keiner mehr)
  4. … dabei noch schöne Mitbringsel entstanden sind.

Herbstlicher Farbenrausch

Laut meiner Wetter App ist der Dienstag diese Woche der einzige Tag an dem nicht mit Regen zu rechnen ist und die Sonne ein wenig scheint.

Darum habe ich mir nach der Hochschule meine Schneiderpuppe, Kamera und Tüte mit Dingen die ich fotografieren will geschnappt, alles schnell ins Auto verfrachtet und bin nach Hagenburg ans Steinhuder Meer zu einer Stelle gefahren an der ich mir sicher war, das ich noch etwas von der Nachmittagssonne abbekommen würde bevor die Sonne untergeht.

Ich liebe im Herbst diese beerigen Farbtöne und bin ganz verliebt in meinen Loop. Er misst doppelt gelegen 125 x 39 cm. Gestrickt ist mit Nadelstärke 4 und der Rand ist dann nochmal mit einer  5 cm breiten Häkelborte versehen. Alles ist ohne Anleitung einfach so aus meinem Kopf entstanden.

Material für den Innenteil:  4 Knäule Lana Grossa „Cinque Multi“ mit einer Lauflänge von 150 m/ 50g aus 60% Schurwolle und 40% Polyacryl

Material für die Borte: Lana Grossa „Cool Wool“ und  “ Cool Wool Melange“ Lauflänge 160 m/ 50g aus 100% Schurwolle.

Mit kleinen Schritten in Richtung Weihnachten

Jetzt haben wir heute schon das vierte Türchen an den Adventskalendern aufmachen können und ich möchte Euch heute meinen Kalender zeigen. Ich weiß ich bin damit etwas spät, aber besser spät als nie 🙂

Diesen Wandbehang-Weihnachtskalender hatte ich für meinen Sohn gemacht als er noch sehr klein war. Wie man unten in der rechten Ecke sehen kann ist er 2009 fertig gestellt worden. Der Elch in der Mitte ist in Kreuzstich gearbeitet. Die Anleitung war aus einer Zeitschrift, ich weiß aber leider nicht mehr aus welcher. Der Schal und das Geweih vom Rentier sollten eigentlich in rot, rosa und creme gearbeitet werden. Ich hatte die Farben und noch einige Kleinigkeiten am Motiv verändert.

Obwohl ich nicht so fürs Sticken zu haben bin, hatte ich damals etliche Stunden daran gesessen und fleißig gestickt. Eingefasst ist das Motiv mit Baumwollstoff und noch mit Flies hinterlegt. Die dezenten Sterne sind mit der Maschine aufgestickt worden. Er hat eine Seitenlänge von 60 cm.

Dieser Wandbehang hing jahrelang zur Vorweihnachtszeit an einer Stange an der Wand und die kleinen Päckchen mit den Adventskalenderkleinigkeiten waren mit an der Stange befestigt.

Nun ist mein Sohn schon im Teenageralter und mittlerweile zu cool für diesen Kalender. Für ihn musste was neues her, den eines ist ja klar:

Für einen Adventskalender ist man niemals zu alt! Nur das Design und der Inhalt kann sich mit den Jahren mal ändern. Ich habe ihm dieses Jahr einen neuen aus Jeansstoff genäht aber dazu ein anderes mal mehr.

Ich habe den Elch darum dieses Jahr für meine Zwecke gebraucht.  An der Wand in meinem Wohnzimmer  ist ein weißes Regalbrett, auf diesem steht sonst so einiges an verschiedenem Dekozeugs. Zum 1.Dezember habe ich das Regal freigeräumt, den Elch an der Wand aufgehängt und auf dem Brett sowie auf dem Regal darunter meine ganzen Adventstütchen aufgebaut.

Wer sich über die vielen Tütchen wundert und vielleicht sogar durchgezählt hat: ja es sind mehr als 24 Stück. Das kommt daher das ich dieses Jahr bei zwei Adventskalendern mitgemacht habe.

Letztes Jahr sprach mich eine Freundin an und fragte ob ich Lust hätte bei einem Adventskalender mitzumachen. Ich hatte wohl im ersten Moment etwas erstaunt und fragend geschaut und so fing sie noch bevor ich etwas sagen konnte an zu erzählen:

“ Das mit dem Adventskalender ist ganz einfach: wir sind 25 Frauen die gerne basteln und kreativ sind und jede macht 24 Kleinigkeiten und packt sie ein. Kurz vor dem ersten Dezember treffen wir uns alle und tauschen dann die Kleinigkeiten aus. So hat jede 24 Sachen und jeden Tag eine nette Überraschung, Du kannst alles machen was Du willst. Egal ob backen, nähen oder basteln. Das ist doch bestimmt was für Dich! “

Na klar war das was für mich! Und somit hatte ich mir gleich Gedanken gemacht was ich den für den Adventskalender machen könnte.

Dabei herausgekommen sind kleine Schlüsselanhänger aus Jeans und Filz. Ich hatte damals gerade meine neue Nähmaschine bekommen und das war die Gelegenheit sie auszuprobieren und mich auch mal an der Nähmaschinenstickerei auszuprobieren.

Der Abend an dem wir uns dann getroffen hatten um die Sachen auszutauschen war sehr schön und im Laufe der kommenden Tage konnte ich mich jeden Tag überraschen lassen. Im letzten Jahr war alles mögliche dabei: selbstgemachte Pralinen, Kekse, Badesalz, gebastelte Dinge aus Papier und Karton, Sterne aus Holz und vieles mehr.

Für mich war letztes Jahr schon klar, das ich auch dieses Jahr wieder bei so einem Kalender mitmachen wollte.

Dieses Jahr hatte ich nun bei zwei Kalendern die Gelegenheit mich kreativ auszutoben. Was ich dieses Jahr für den Kalender gemacht habe zeige ich Euch aber erst am 10.Dezember bis dahin wird nix verraten. 🙂