Aus alt mach neu – aus dunkel wird hell…

Wenn ich statt Häkelnadel und Wolle mal mit Pinsel und Farbe beschäftigt bin kommt meinst eine neue Shabby-Dekoration ins Haus.

Ich habe schon etliche Bilderrahmen, Hocker und kleine Beistelltischchen bepinselt. Dieses alte Tischgestell ist vom Sperrmüll und nach ein wenig Arbeit im Keller nach schleifen und lackieren darf es in die Wohnung umziehen. Die Tischplatte habe ich mir beim Tischler sägen und schleifen lassen.

Tisch1

Tisch2

TischDeko

Mit dieser gehäkelten Tischdecke bin ich einer Familientradition gefolgt: Meine Mutter häkelte in den 70er Jahren mit diesem Muster eine große Tischdecke aus leuchtend grüner Wolle (war damals wohl modern), meine Großmutter machte dann in den 80er Jahren mit dem Muster und dünnem weißem Filethäkelgarn eine kleinere Decke. Ich habe das Muster jetzt ein drittes mal genommen und eine cremefarbene Decke gehäkelt.

DeckeDetail

„Der Weg der Steine“ Dagmar Glemme

 

neu

Der Weg der Steine in Uelzen führt vom Hundertwasserbahnhof in die Innenstadt.

21 großformatige Felsbrocken wurden von der deutsch-schwedischen Künstlerin Dagmar Glemme bearbeitet und mit Tier- und Pflanzenmotiven bemalt. Die Aufstellung erfolgte im Jahr 2008. In der Nähe jedes Steines ist eine einfache Messingplatte im Boden verankert, die den Namen des Steines und die Künstlerin bezeichnet. Der erste Stein ist der „Stein der Flora“

Die Steine selbst sind bis zu drei Meter hoch und haben ein Gewicht von bis zu acht Tonnen.

Meine Bilder sind im Sommer 2014 entstanden. Sechs Jahre nach dem Aufstellen der Steine hat der Zahn der Zeit schon seine Spuren hinterlassen. Aber auch wenn an einigen Stellen die Farbe etwas ab ist so ist die Ausdruckskraft der Kunstwerke ungebrochen. Die Malerei ist sehr ausdrucksstark und farbenfroh.

Ein Schal fürs Leben

Ich sitze heute Vormittag an meinem Rechner und arbeite mich durch meine Ordner mit Bildern. Dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen:

Erstens brauche ich dringend eine neue Kamera- meine jetzige ist so langsam hinüber!! Die Bilder, die mein Handy machen kann, sind besser als die von meiner Kamera. *seufz*

Zweitens ist mir aufgefallen  das ich noch gar nicht meine Schals gezeigt habe die ich vor Weihnachten gestrickt hatte (was mit daran liegt das mir die Bilder nicht so gut gefallen). Darum wird heute mal ein kleiner Rückblick eingeschoben:

Ich lese gelegentlich die Zeitschrift Brigitte und ich stricke sehr gerne. Mit der Wolle von Lana Grossa habe ich bis jetzt nur gute Erfahrung gemacht. Als ich letztes Jahr wieder von der Aktion “ Ein Schal fürs Leben“ gelesen hatte, hatte ich mich spontan entschieden den Schal zu stricken. Brigitte hatte bereits in den beiden Jahren davor diese Aktion gestartet in den Jahren hatten mir die Farben und Muster aber nicht so gut gefallen.

Bei der letzten Aktion war das anders ich hatte bereits beim Lesen der Zeitschrift eine Idee wer den Schal bekommen sollte. Also ab in die Stadt und das Wollpaket gekauft:

Ein Schal für´s Leben Brigitte 2017 Wollpaket

Die Farben finde ich sehr schön und die Idee der Fertigung auch: Bei diesem Modell werden die Maschen für die ganze Länge angenadelt und dann die Breite gestrickt. Mit Nadelstärke 10 geht das auch recht fix. Den fertigen Schal hatte ich zu Weihnachten verschenkt.

Ein Schal für´s Leben Brigitte 2016

Ich hatte nach Beendigung noch etwas Wolle übrig und mit einigen zusätzlichen Wollresten aus meiner Wollkiste ist dann nach ein zweiter Schal entstanden. Gleiche Größe wie der „Schal fürs Leben“ und auch  etwa die gleiche Wollstärke nur in anderen Farben. Auch dieser Schal hat schon seit einigen Wochen einen neuen Besitzer.

Ein Schal für´s Leben

 

 

Gemeinsam häkelnd zum Weltrekord

In meiner knappen Freizeit sitze ich gelegentlich auf meinem Sofa, habe mein Handy in der Hand und schaue bei Facebook was andere handarbeitsbegeisterte Menschen so gezaubert haben.

Dabei bin ich Anfang Januar auf eine relativ neue Handarbeitsgruppe gestoßen.

Sandra Oertwig hatte Ende letzten Jahres eine tolle Idee:

Gemeinsam mit anderen Häklern/innen möchte sie einen Weltrekord für den längsten gehäkelten Schal aufstellen.

Ziel ist es einen gehäkelten Schal mit einer Breite von 15 cm und einer Länge von min. 3.000 Metern herzustellen.

Der Schal soll aus vielen Teilstücken zusammengesetzt werden und am 08.09.2017 in Berlin präsentiert werden.

Gehäkelt wird in zwei Größen: für die Erwachsenen in 2 m Länge und für die Kinder in 1m Länge.

Am 13.November wurde bei Facebook die Gruppe WIR = Gemeinsam (der Weltrekordversuch im Schal häkeln) gegründet und hat mittlerweile schon stolze 467 Mitglieder/innen (Stand 6.Feb.2017)

Am 14. November 2016 wurde der Rekordversuch bei Guinness World Records angemeldet.

Was ich wirklich toll finde ist das gemeinsam an einem Projekt gearbeitet wird. Jeder Teilnehmer/in kann in seinem eigenen Tempo arbeiten. Es gibt keine Mindestmenge die abgeliefert werden muss, jeder macht so viel wie er/sie will.

Das Beste an der Sache ist das nach dem Weltrekordversuch die einzelnen Stücke wieder von einander getrennt werden und die Schals an gemeinnützige Projekte gehen.

Also nicht nur häkeln für den Weltrekord sondern auch noch für einen guten Zweck – da bin ich doch mit dabei!!

Unterstützt wird diese Aktion von:  “Tag der guten Tat e.V.“

Meine ersten vier Schals möchte ich euch heute zeigen:  2 x 1m Kinderschal und 2 x 2m Erwachsenenschal wild auf meiner Schneiderpuppe drapiert. Weitere folgen…..

WIR Teil1B

Aus Wollresten was machen Teil 2

Ich bin seit Anfang Januar im Aufräumfieber: erst kamen die Kleiderschränke dran und etliche blaue Tüten voll mit aussortierten Kleidern wanderten ins Auto und dann in den Sammelcontainer.

Nachdem die Kleiderschränke so schön aufgeräumt waren habe ich mir mein Stofflager vorgenommen. Hier das gleiche Spiel – ab in die Tüte und dann außer Haus.

Als drittes  wurde dann meine ganze Wolle gesichtet und sortiert: Da ich in der Regel immer mal zwischendurch meine kleineren Wollreste wegarbeite ist an Wollresten  nicht ganz so viel dagewesen, aber etwas sammelt sich doch immer wieder an:

Haufen 1 = dünne Wolle (Sockenwolle)  für das Projekt „Resteteppich“

Haufen 2 = mittelstarke Wolle Projekt „Häkeln für den Weltrekord“

Haufen 3 = neue Wolle und größere Wollmengen für zukünftige Ideen

Haufen 4 = Alle UFO´s ab in einen großen Karton.

Teppich1

Nach dem Sortieren lag ein ganzer Haufen an Sockenwollresten und Stopfgarn auf meinem Tisch und ich habe mich etwas entspannt indem ich die dünne Wolle zu einem dicken „Faden“ verarbeitet habe.

Ich habe für mein Projekt „Resteteppich“ extra eine Strickmühle von Prym gekauft. Mit der Strickmühle geht es recht schnell aus dünner Wolle eine dicke Kordel zu drehen. Ich brauche für ein Riesenknaul mit einem Durchmesser von ca. 30 cm so um die drei Stunden. Das klingt vielleicht nach viel Zeit, aber würde man diese große Menge mit der klassischen Stricklisel arbeiten würde man ja Jahre brauchen. Ich befestige die Strickmühe mit einer einfachen Schraubzwinge an meinem Tisch und so kann ich zwischendurch immer mal wieder aufstehen und was anderes machen. Das Kurbeln ist zwar etwas eintönig aber ich schaue nebenbei meisten Fernsehen oder es läuft ein Hörspiel. So wird aus Wolle mit Nadelstärke 3 eine Nadelstärke 10. Verarbeitet habe ich bis jetzt meistens Sockenwollreste und Stopfgarn (das Stopfgarn nehme ich meist 2- oder 3-fädig) oder Baumwolle die von der Stärke her passt.

Teppich2

Nach etlichem Gekurbel sind diese zwei Knäule entstanden und können verstrickt werden. Die Enden der Schnüre lege ich ein Stückchen übereinander und nähe sie zusammen, so entsteht ein Übergang der hinterher im Strickwerk nicht zu sehen ist.

Ich stricke mit Nadeln von KnitPro in Stärke 10 und einem Seil von 1 Meter länge. Nach etwa einer Stunde habe ich eines meiner Riesenknäule verstrickt und damit meinen Teppich etwa 12-15 cm länger gemacht. Bis jetzt hat er eine Breite von 96 cm und eine Länge von 90 cm. Teppich3

Wie man sieht war ich in der Vergangenheit schon fleißig. Der Erfahrung nach habe ich in einem Zeitraum von 3-4 Monaten meist soviel Restwolle gesammelt das es sich wieder lohnt zu kurbeln und ein Stück weiter zu stricken. Jetzt wird das Strickstück erst mal wieder zusammengelegt und in den Schrank gepackt und in ein paar Monaten geht es dann weiter.