Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Wie wohl bei den meisten Menschen mit Hang zum Dekorieren  sind auch bei mir in der dunkleren Jahreszeit mehr Kerzen im Gebrauch. Meist sind es Votivkerzen oder Duftkerzen im Glas, vereinzelt aber auch mal Teelichter.

Teelichter kaufe ich in den letzten Jahren allerdings recht ungerne, da sie meinst in Alu- oder Kunststoffhüllen stecken und man nach dem Abbrennen doch recht viel Müll produziert hat. Für meine Mandarinenlichter habe ich auf unserem Wochenmarkt extra Bienenwachskerzen vom hier ansässigen Imker gekauft.

Ich liebe Bienenwachs: die Farbe ist schön und der Duft passt perfekt zur Vorweihnachtszeit!

Ich habe schon im November angefangen aus Mandarinenschalen kleine Sterne auszustechen. Wenn man sich beim Abschälen der Mandarine etwas Mühe gibt bekommt man größere Stücke aus denen man dann kleine Sterne mit einem Keksausstecher ausstechen kann. Die Schale von Mandarinen hat dazu die passende Dicke. Ich habe es auch mit anderen Zitrusfruchschalen versucht, fand hier die Schale aber zu dick. Die ausgestanzten Sterne habe ich zum Teil noch mit einer Gewürznelke in der Mitte versehen und eintrocknen lassen.

Passend zum kommenden 4. Advent habe ich einen Dekoteller mit drei Teelichthalter aus Mandarinen und einer Grapefruit gemacht. Das Ausstechen bei dickeren Schalen ist etwas schwerer und ich habe mir bei der Grapefruit einen Hammer zur Hilfe nehmen müssen.

Zu meiner Freude konnte ich in den letzten Tagen meinen 14jährigen Sohn dazu animieren mit mir in der Küche zu stehen und Kerzen herzustellen.

Wir hatten so etwas beide vorher noch nie gemacht. Dies war eine kurzfristige Idee von mir und alle dazu benötigten Materialien waren im Haus.

Unser Ausgangsmaterial waren Stabkerzen die schon länger gelegen hatten und etwas aus der Form geraten waren sowie Kerzenreste und zum Einfärben des Wachsen haben wir Wachsmaler  genommen.

Da ich keine Kerzendochte im Haus hatte, haben wir uns mit weißen Christbaumkerzen beholfen. Diese haben wir in der Mitte der Gläser festgeklebt und den Docht oben mit zwei Bambusstäbchen fixiert.

Das Schmelzen des Wachses ist dann in einem alten Topf auf dem Herd recht einfach gemacht (es empfiehlt sich dabei das Fenster zu öffnen – es riecht doch recht stark nach Wachs) auch das Einfärben des Wachses mit den Wachsmalern ist ein Kinderspiel.

Schicht für Schicht haben wir uns dann vorgearbeitet. Unser alter Kerzenvorrat hat dann doch tatsächlich für eine große Dreidochtkerze und vier kleinere Kerzen gereicht. Ich fand unsere Aktion total toll weil…

  1. … es eine lustige Mutter-Sohn- Aktion war.
  2. … die Kerzen und Kerzenreste die schon ewig rumlagen nun weg sind und ich Platz für was Neues habe.
  3. …  die alten Schulwachsmaler meines Sohnes auch noch einen Zweck erfüllt haben (gemalt hat damit nämlich die letzten 5 Jahre keiner mehr)
  4. … dabei noch schöne Mitbringsel entstanden sind.

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