By by Summer!

Was war das für ein toller Sommer! Wie ist es euch so ergangen?

Ich melde mich wieder zurück aus meiner „Sommerpause“ .

Trotz der Hitze war ich fleißig am häkeln und werkeln. Einige mögen es ja nicht so wenn sie bei der Hitze auch noch einen Haufen Wolle auf dem Schoß liegen haben – wie ist das bei euch?

Ich habe in dieser warmen Zeit überwiegend Farbverlaufsgarne aus Baumwollgemisch verarbeitet. Das war nicht so warm und kleinere Projekte sind auch nicht so schwer. Das konzentrieren viel mir bei der Hitze schon schwer (darum hab ich auch nicht viel geschrieben) und beim Häkeln mussten einfache Muster her.

Jetzt habe ich am Wochenende meinen Balkon umgestaltet und einige Sommersachen wie z.B. der Sonnenschirm sind in den Keller gewandert und warten nun auf ihren Einsatz im nächsten Jahr.

Ich selbst habe von Sommermodus in den Herbstmodus gewechselt und hoffe das wir auch im Oktober noch mit schönem Wetter rechnen können. Dieser Jahreszeitenwechsel hat mich einmal zurückblicken lassen und ich möchte euch heute drei  meiner Arbeiten vorstellen.

Da ist zum ersten meine Schmetterlingsdecke aus Farbverlaufsgarn:

Ich arbeite seit einem Jahr sehr viel mit Farbverlaufsgarnen und habe von unterschiedlichen Herstellern schon einige ausprobiert. In meinem Lager befanden sich auch noch zwei Garne von Katia Spring Rainbow (die Farbnummern weiß ich leider nicht mehr). Bei diesen beiden wusste ich lange nicht was ich daraus machen soll weil sie mit einer Lauflänge von ca. 600 Metern für mich eigentlich zu klein sind. Für Tücher brauche ich 1000 Meter und mehr.  Nach einigem überlegen hatte ich beschlossen eine kleine Decke im Granny-Styl zu häkeln.

Angefangen zu häkeln hatte ich schon im Januar. Aber da ich ja immer einige Projekte parallel laufen habe und ich nach dem zweiten Bobbel nicht so recht wusste wie ich den Rand gestalten will, lag sie zwischendurch einige Zeit im Schrank.

Ich habe damit der Farbübergang der beiden Bobbel etwas harmonischer verläuft in unterschiedlicher Weise vergrößert. Wie man auf der Zeichnung sehen kann habe ich mit einem einfachen Quadrat angefangen. Dann dieses über Eck vergrößert. Nach Teil 1 und 2 war der erste Bobbel verarbeitet und ich habe mit dem zweiten weitergemacht.

Meine fertige Decke hat eine Größe von 116 x 140 cm .Der Rand ist ca. 11,5 cm breit und es sind 36 Schmetterlinge, die sich auf dem Rand tummeln.

Ich habe eine ganze Zeit nicht gewusst was ich mit dem Rand machen soll. Die Decke war mir nach dem Verarbeiten der beiden Bobbel noch zu klein aber ich wollte kein neues Material kaufen und war mir auch mit den Farben nicht so schlüssig. Ich habe mich dann entschieden aus meinem Vorrat das graue Baumwollgarn zu nehmen da es farblich gut passt und auch in ausreichender Menge vorhanden war. Um das Ganze farblich noch etwas aufzupeppen habe ich mich für die eingehäkelten Schmetterlinge in Gelb entschieden.

Die Anleitung zu diesen süßen Schmetterlingen findet ihr bei THE CROCHET SPACE

Ich bin schon vor längerem auf diese tolle Seite gestoßen auf der ihr außer den Schmetterlingen auch andere tolle Anleitungen findet. Ich wollte das mit den Schmetterlingen unbedingt mal ausprobieren hatte aber nie so recht das passende Projekt dafür, bei dieser Decke hat es nun perfekt gepasst. Ich habe nur ein kleine Änderung vorgenommen, bei mir sind die Fühler der Schmetterlinge nicht gehäkelt sondern ich habe einfach einen Faden angeknotet und auf der passenden Länge abgeschnitten. Die Gehäkelten Fühler waren mir zu dick und sahen zu wuchtig aus.

Material: 2 x Katia Spring Rainbow mit 300g und 1200 Lauflänge für den Innenteil und für den Rand noch einmal 350g in grauer, gelber,grüner und blauer Baumwolle mit einer Lauflänge von ca. 770 m. Für die Fühler dann noch kleine Garnreste in unterschiedlichen Farben.

Das Verarbeiten der Katia Spring Rainbow war sehr angenehm, das einzige was ich nicht so schön fand waren die großen Knoten im Garn. Bei jedem Farbwechsel war ein großer Knoten über alle Faden. Das kenne ich von anderen Garnherstellern anders, dort wird nur ein kleiner Knoten gemacht weil ja auch nur ein Faden in der Farbe gewechselt werden muss.

Meine Decke hat mir in der Sommerzeit gute Dienste geleistet. Ich hatte sie auf meinem Balkon über meinen Sitzsack gelegt. Dieser ist aus dunklem Material und wurde in der Sonne doch recht heiß. Durch die Decke war die Oberfläche immer angenehm kuschelig und nebenbei sah es farblich auch besser aus.

Die zweite Arbeit die ich euch zeigen möchte ist ein Schulterschmeichler:

An Tüchern habe ich mittlerweile schon eine ganze Sammlung in meinem Kleiderschrank und ich wollte mal etwas anderes ausprobieren.  Ich habe dieses tolle blaue Kleid von Gudrün Sjöden das ich heiß und innig liebe. Im Sommer habe ich es viel getragen. Tagsüber bei der Hitze war es total angenehm aber abends wurde es doch mal etwas kühl. Also musste eine Lösung her. Inspiriert durch Alex Mentler, der ich auf Instagram folge und die immer total schöne Schulterschmeichler und Häkeljacken postet, habe ich mich dann auch an meinen ersten Schulterschmeichler gewagt.

Verarbeitet habe ich einen dreifädigen Bobbel mit 1000m und dem sommerlichen Namen „Schwimmreifen“ von Mausibengels Bobbelkiste.

Das dritte Teil ist ein farbenfrohes Tuch:

Gehäkelt habe ich es aus einem 1000m Bobbel von „Little Faforites by Rea“ mit dem Namen „Colorbomb“. Er ist aus 50% Baumwolle und 50% Acryl.

Die Anleitung ist von Jasmin Räsänen die unter ihrem Label „Morben Design“ Anleitungen für Tüchern und Westen designt.

Ich bin vor etwa zwei Jahren das erste mal auf ihre Anleitungen aufmerksam geworden. Da ich aber leider nie genug Zeit habe alles an Kreativem sofort umzusetzen was ich gerne umsetzen möchte, lagen die Anleitungen erst mal eine Zeitlang rum. Mein erstes Tuch von Jasmin habe ich  im Sommer 2017 gehäkelt und auf der Infa-Kreativa letztes Jahr durfte ich sie bei einem Workshop auch persönlich kennen lernen.

Nun ist seit der letzten Infa schon wieder ein Jahr um. Ich werde das kommende Wochenende wieder zur Infa fahren und freue mich schon riesig auf die Aussteller und auf  neue und altbekannte Gesichter die ich dort treffen werde. Die Zeit bis dahin möchte ich nutzen und euch jeden Tag Tücher zu zeigen, die ich nach den Anleitungen von Jasmin gearbeitet habe.

Mir schien es ganz passend mit dem Tuch anzufangen das aus dem Bobbel entstanden ist den ich letztes Jahr auf der Infa gekauft habe. Also starte ich meine Tuchvorstellungsreihe mit dem „Fingon“:

Das „Fingon“ ist ein recht einfaches Muster und auch für Anfänger geeignet. Man sollte feste Maschen, Stäbchen und Reliefstäbchen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist wenn man es erst mal zwei oder drei Reihen gehäkelt hat schon gut gemerkt und so war dieses Tuch beim Anfertigen der ideale Begleiter auch für unterwegs. Mal eben schnell noch in der Bahn einige Reihen häkeln ist kein Problem.

Mein fertiges Tuch ist 134 cm breit und 63 cm tief. Ich habe zum Abschluss noch eine weiße Bogenkannte angehäkelt, die war in der Anleitung nicht vorgesehen passt farblich aber gut zu dem weißen Faden der durch das ganze Garn verläuft.

 

 

 

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