„crochet hugs – granny blankets for friends“ oder wie alles mit der „Infa-Decke“ begann…

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In meinem heutigen Beitrag werfe ich einige Blicke zurück und einen kleinen Blick voraus.

Ich hole etwas aus…..

Als ein Teil meiner von meiner Mutter und Großmutter vererbten Häkelnadeln nach etlichen Jahren so langsam ihre beste Zeit hinter sich hatten und einige schon kaputt gegangen waren, machte ich mich auf die Suche nach der für mich perfekten Häkelnadel. Die Suche war lang und ich hatte mich durch einige Modelle und Anbieter getestet. (Beitrag dazu hatte ich hier im Juni 2017 veröffentlicht)

Meine damalige Odyssee endete mit dem Erwerb von drei wundervollen Häkelnadeln aus dem Hause WollLolli.

Danach war meine Experimentierfreude noch nicht gebremst und die Suche nach anderen Herstellern von handgedrechselten Häkelnadeln begann. Aber die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe könnten einen eigenen Beitrag füllen.

Bleiben wir bei den Häkelnaden von WollLolli:

Über eine Handarbeitsgruppe bei Facebook war ich auf die Firma aufmerksam geworden und erfuhr das es auch eine eigene Gruppe von WollLolli bei Facebook gibt.

Diese Handarbeitsgruppe in der man/frau sich über jegliche Art der kreativen Betätigung austauschen kann ist mir schnell ans Herz gewachsen und so entstanden virtuelle Freundschaften zu anderen Kreativen.

Im Herbst 2017 kurz vor der Infa entstand im Chat ein reger Austausch:

„ Wer will auch noch zur Infa? Wer ist wann da?“

Es stellte sich heraus das doch einige aus der Gruppe  hin wollten. Ich hatte dann die spontane Idee das alle WollLolli-Häkelnadel-Besitzerinnen die auf der Infa sind, sich doch dort mal treffen könnten.

Über die Gruppe kannte man sich ja schon aber persönlich hatten sich die Meisten noch nicht gesehen. Die Idee wurde gut aufgenommen und so traf sich ein kleiner Haufen und machte ein Gruppenbild und natürlich auch ein Bild der mitgebrachten Nadeln.( Siehe Beitrag von der Infa 2017)

Ich hatte bis dahin noch nie so viele gedrechselte Häkelnadeln auf einem Haufen gesehen – eine schöner als die Andere.

Es war ein tolles Treffen und hatte viel Spaß gemacht.

Ein Jahr später war uns klar wir treffen uns wieder auf der Infa! Diesmal waren sogar noch mehr Häklerinnen dabei! Das war wieder ein schönes Treffen. (Mal sehen ob wir auf der nächsten Infa nicht noch mehr Leute zusammen bekommen.)

Ich hatte auch dieses mal kurz vor dem Treffen eine Idee: Es sollte eine bunte Decke in Gemeinschaftsarbeit aus vielen verschiedenen Häkelquadraten entstehen.

Die Idee kam gut an und die ersten Quadrate bekam ich schon auf der Infa von einigen ganz Schnellen in die Hand gedrückt. Ich hatte nur die Größe der Quadrate von 15 x 15 cm vorgegeben. Farbe, Material und Muster konnte jede selbst wählen.

Nach der Infa trudelten dann mit der Zeit immer mehr Quadrate bei mir ein.

Es wurde ein richtig bunter Haufen.

Am Anfang dachte ich noch: „Wie soll ich den so viele bunte Quadrate zusammenfügen das es auch harmonisch aussieht und nicht zu bunt wird?“ Auch wenn ich voll auf bunte Farben abfahre, war es mir teilweise fast zu bunt.

Aber je mehr Quadrate bei mir eintrudelten je besser passte alles zusammen. Wenn ein neuer Umschlag mit Grannys im Briefkasten war, war es immer etwas aufregend den Umschlag zu öffnen da ich ja nie wusste was mich da erwartet.

Die letzten Häkelquadrate erhielt ich dann Anfang November 2018.

Ich habe dann lange gepuzzelt und probiert wie ich alles am besten zusammenfügen kann, dann alle Quadrate zusammengehäkelt und mit einem breiten Rand versehen.

Da die Idee für die Decke zur Infa geboren wurde bekam unser Gemeinschaftswerk den Namen „Infa-Decke“.

Zugegeben das ist nicht besonders kreativ, aber das Kind brauchte einen Namen. *lol*

Kurz vor Weihnachten war das gute Stück dann fertig und wurde an Familie Schmenk als Geschenk und Dankeschön versendet.

Weil es mir so viel Spaß gemacht hatte diese Decke mit anderen zusammen zu fertigen, hatte ich mir beim Häkeln des Randes schon Gedanken gemacht ob man nicht ein Projekt starten könnte um eine oder sogar mehrere weitere Decken dieser Art zu machen.

Und so entstand  die Idee  „crochet hugs – granny blankets for friends“ .

Anfang Januar habe ich bei FB eine Gruppe gegründet um eine Plattform für einen besseren Austausch aller Teilnehmer*innen zu haben.

Ich hatte mir gedacht das von Januar bis März der erste Sammelzeitraum sein sollte. Da ich nicht genau wusste wie viele mitmachen werden und wie viele Grannys mich am Ende des ersten Sammelzeitraumes erreichen habe ich selbst auch etliche Quadrate angefertigt. Ich hatte wirklich Angst das ich Ende März nicht genügend Quadrate für eine Decke zusammen habe.

Für eine gute Größe braucht es schon so 60-70 Quadrate. Je nachdem wie man die Quadrate zusammenfügt und wie breit der Rand dann gearbeitet wird.

Zu meiner großen Freude wurden es dann doch so viele Grannys das ich sogar zwei Decken zusammen stellen konnte! Während nun im zweiten Sammelzeitraum von April bis Juni meine Mitstreiterinnen weiter fleißig an neuen Quadraten häkeln habe ich angefangen alle zusammenzufügen.

Die erste Decke der Gruppe steht kurz vor ihrer Fertigstellung und wird in Kürze hier zu sehen sein. Und während Ihr hoffentlich gespannt auf die Bilder der ersten „crochet-hug-Decke“ wartet möchte ich Euch hier Bilder von der „Infa-Decke“ zeigen:

Die Decke besteht aus 63 Quadraten á 15 x 15 cm, gearbeitet von insgesamt 10 Frauen. Mein Anteil an dieser Decke bestand im Zusammenfügen der Quadrate mit festen Maschen und dem Häkeln des Randes. Der Rand ist ca. 15 cm breit und ich habe dafür ca. 1200 Meter Garn verarbeitet.

 

Happy New Year 2019 !

Happy New Year 2019 !

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles Gute,viel Gesundheit und Erfolg!

 

Das neue Jahr ist da 🙂 mal sehen was es uns bringen mag!

365 Tage = 8.760 Stunden

Wenn man davon die Zeit abzieht in der man arbeiten, schlafen und essen muss und eben noch den ganzen anderen Kram den man so zu erledigen hat, sollten immer noch genügend Stunden übrig bleiben um kreativ zu sein.

Mein Kopf ist wieder voll mit Ideen und ich befürchte das ich auch dies kommende Jahr nicht genug Zeit finden werde für die schönste Nebensache der Welt: Kreatives Arbeiten mit Fäden in jeder Form und Farbe.

In meinem persönlichen Jahresrückblick für 2018 geht es allerdings nicht um Wolle.

Ich bin im letzten Jahr sehr viel in der Natur unterwegs gewesen. Ich habe jede Gelegenheit die sich mir bot, Sonnenuntergänge am Steinhuder Meer zu fotografieren, genutzt und nun aus über 300 Bildern meine Favoriten ausgewählt:

 

Ich hoffe euch hat mein kleiner Jahresrückblick in Bildern gefallen.

Bis zum nächsten Mal

Eure Anne

Jetzt wird es bunt – Wolle färben mit Ostereierfarben

Ich habe die letzten schönen Tage ausgenutzt und habe mich an meinen ersten Versuch gewagt Sockenwolle selbst zu färben. Ich hatte bei zwei Bloggerkolleginnen schon Beiträge dazu gelesen und auch in Sozialen Netzwerken das eine und andere Ergebnis selbst gefärbter Wolle gesehen.

Da einige schrieben es wäre so leicht Sockenwolle mit Ostereierfarben zu färben und so begeistert von dem Ergebnis waren, wollte ich es selbst mal ausprobieren.

Nach meiner großen Sockenstrickaktion und dem erfolgreichen Minimieren meines Sockenwollvorrates waren vier kleine Knäule á 50 Gramm übrig geblieben, bei denen ich mir sicher war, das ich sie so in der Farbe nicht verarbeiten werde.  Vom letzten Ostereier färben war noch Farbe übrig und Essig hatte ich auch im Haus. Also war alles da was ich brauchte.

Noch mal schnell ein, zwei Sachen nachgelesen und auf einem Spickzettel notiert und los ging es:

Als erstes mussten die ordentlich gewickelten Knäule in Stränge umgewandelt werden. Da ich (noch) keine Wollhaspel habe, dachte ich mir recht naiv das mein Kind mir ja helfen könnte. Also Kind gefragt ob es mir helfen will, Kind sagt genervt „Wenn es sein muß!“ (Kind ist 14 Jahre alt und im Moment nervt alles *seufz*) und setzt sich widerwillig auf das Sofa und läßt sich von mir erklären was es machen soll.

Plan war, das das Kind seine Arme hochhält und ich zwischen den beiden Handflächen wickeln kann. So wie ich es von früher her kannte wenn meine Oma mich gebeten hatte ihre Wolle zu halten damit sie sie aufwickeln konnte. Nur eben genau umgekehrt. Also anfangen mit wickeln. Kind ist genervt , fragt mich wie lange das den dauern soll und jammert das die Arme schwer werden. Das ging ja schon wieder gut los! Ich sage dem Kind das es die Arme ja aufstützen kann, dann ist es leichter. Es geht weiter. Kind wird zunehmend genervter. Die  Arme  werden wohl recht lahm den die Arme wandern immer mehr zusammen und ich bekomme keinen gleichmäßigen Strang sondern ein Wolletwas bei dem ich aufpassen muss das es nicht noch mehr vertüddelt.

Nach dem ersten Knäul hat das Kind keine Lust mehr mir zu helfen und ich sehe ein, das die Idee auch nicht so gut war.  Für die restlichen drei Knäule habe ich mir dann einen kleinen Hocker umgedreht und die Wolle um die Beine des Hockers gewickelt. (Das hätte ich gleich machen sollen, hätte mir und dem Kind eine Menge Nerverei erspart!)

Die linken drei Stränge auf dem Bild sind die „ordentlich“ um die Hockerbeine gewickelten. Das in orange ist das erste Wolletwas.

Die Wolle kam nun im zweiten Schritt in ein Wasser-Essig-Bad um sie für die Farbaufnahme vorzubereiten. Mein Mischungsverhältnis betrug 3 EL Essig auf 2 L lauwarmes Wasser. Die Wolle saugt sich langsam mit der Flüssigkeit voll. Angeblich soll es  nicht schneller gehen wenn man die Wolle beschwert und unterdrückt, die Wolle braucht halt so lange wie sie eben braucht. (ich habe die Zeit nicht gemessen)

In der Zeit in der die Wolle sich vollsaugt hatte ich Zeit meine Küche und die Farben vorzubereiten.

An dieser Stelle zwei Hinweise:

  1. Wer schon mal mit Essig oder Essigessenz  gearbeitet hat weiß das es sehr unangenehm riechen kann. Wenn man nicht möchte das hinterher die ganze Wohnung nach Essig riecht sollte man für eine gute Belüftung sorgen.
  2. Auf jeden Fall die Hände mit Handschuhen aus Latex oder Gummi schützen! Essig greift die Haut an, auch wenn man sonst nicht so empfindlich ist kann es unangenehm werden. Richtig fies ist es wenn man kleine Wunden an der Hand haben sollte, da reicht schon ein winziger Schnitt den man sonst gar nicht so wahr nimmt.

Ich hatte vom letzten Ostereierfärben noch Farbe übrig, die habe ich wie auf der Verpackung beschrieben fertig gemacht.

Nachdem die Wolle sich mit dem Wasser-Essig-Gemisch vollgesogen hatte kam nun der nächste Schritt: Wolle aus dem Bad nehmen und vorsichtig ausdrücken. Nicht wringen, da sich sonst die Wolle verfilzen kann!

Die Wolle habe ich mit zwei verschiedenen Techniken eingefärbt:

  1. Die beiden wollweißen Wollstränge habe ich auf ein Backblech gelegt und mit einem Teelöffel kleine Mengen der Farbe auf der Wolle verteilt. Das sah dann wie gesprenkelt aus. Den Strang habe ich umgedreht und etwas auseinander gezogen damit alle Fäden mit Farbe versehen werden konnten.
  2. Den beigen und den orangenen Wollstrang habe ich stellenweise in die Farbe getaucht. Einige Stellen habe ich mit zwei Farben doppelt eingefärbt.

Nach dem Einfärben kam nun das Fixieren der Farbe. Das Fixieren, so stand es in allen Anleitungen die ich gelesen hatte, soll über Erhitzen der Wolle geschehen. Das kann man im Backofen oder in der Mikrowelle machen. Ich habe mich für eine Fixierung in der Mikrowelle entschieden weil dies sehr viel schneller geht.

Für das Fixieren den Wollstrang in ein Mikrowellen geeignetes Gefäß legen und das Ganze mit Frischhaltefolie abdecken. Ich habe um sicher zu gehen die Folie zweimal um die Schale gewickelt.

In einer Anleitung die ich gefunden hatte, hieß es die Wolle solle bei 800 Watt 2-3 Minuten erhitzt werden. Da meine Mikrowelle nur eine maximale Leistung von 700 Watt hat habe ich die Wolle bei 700 Watt für 5 Minuten im Gerät gelassen.

Beim entnehmen des Gefäßes bitte vorsichtig sein! Es ist sehr heiß! (was man sich ja eigentlich denken kann, aber es sei trotzdem hier noch einmal erwähnt!) Ich habe die Schale einige Minuten abkühlen lassen.

Beim entfernen der Folie sollte man auch vorsichtig sein, der Dampf der eventuell entweicht besteht ja nicht nur aus Wasser sondern hat noch etwas Essig mit beigemischt und es ist wirklich nicht lustig das ins Gesicht zu bekommen.

Ich weiß wovon ich spreche, beim ersten Fixieren konnte ich es nicht abwarten, habe die Folie zu schnell abgezogen und habe den Dampf ins Gesicht bekommen.

Wie heißt es so schön : „Der kluge Mensch lernt aus seinen Fehlern, der Weise aus den Fehlern Anderer und der Narr gar nicht!“

Im nächsten Schritt wird die gefärbte und fixierte Wolle einmal ordentlich durchgewaschen damit Essig und evtl. Farbreste ausgewaschen werden. Bei mir ist beim Waschen das Wasser farblos geblieben, da scheint die Fixierung wohl geklappt zu haben.

Nachdem die Wolle wieder trocken war, kam die letzte Herausforderung : Aus dem Strang sollte nun wieder ein Knäul werden. Die Stränge habe ich nicht wieder über die Hockerbeine bekommen. Also habe ich wieder das Kind gefragt ob es helfen kann.

Die Begeisterung hielt sich wie bei meinem ersten Fragen in Grenzen. Nachdem ich zigmal versprochen hatte, das das Kind keine Wolle halten müsse sondern nur an der Kurbel des Wollwicklers drehen soll, ging es dann los. Das Kind war nun nicht besonders motiviert, da es auch nicht so zügig voran ging mit dem Wickeln wurde es dann sehr schnell langweilig.

„Kann ich nicht nebenbei auf meinem Handy Youtube schauen? “

Was für eine Frage!

Um es kurz zu fassen: Wollstränge aufzuwickeln ist nicht meins! Bei ordentlich gewickelten Strängen, die sich gut aufwickeln lassen finde ich es schon mühsam und nervig, wenn man dann aber wie in diesem Fall nicht ganz so ordentlich gewickelte Stränge hat, macht mir das Aufwickeln keinen Spaß.

Ständig mussten wir mit dem Wickeln anhalten um Knoten und Vertüddelungen zu entwirren. Das Kind hat es übrigens wirklich geschafft mir der einen Hand den Wickler zu drehen und mit der anderen Hand das Handy zu halten.  Nach einer wirklich nervenaufreibender Zeit (fürs Kind genauso wie für mich) lagen endlich vier kleine gewickelte Knäule vor mir.

Mein Fazit:  Ich bin froh das ich es ausprobiert habe. Die Materialien sind wenn man sie nicht eh schon im Haus hat, leicht und günstig zu besorgen . Jeder/jede, der/die mit Ostereierfärben zurecht kommt kann auch Wolle färben, das Färben fand ich relativ einfach. Ich bin froh das ich aus der Wolle, die ich nicht so schön fand nun doch sehr ansprechende Wolle bekommen habe. Selbst das Orange das mir vorher überhaupt nicht gefiel, gefällt mir jetzt richtig gut und ich bin sehr gespannt wie die Wolle verarbeitet aussieht!

ABER: Es wird nicht mein Hobby werden ! Einmal Wolle färben hat mir gereicht. Für mich ist dieses ganze Wickeln am Anfang und Ende nichts.

Da soll Handarbeiten doch entspannen. Nach der Aufregung muss ich erst mal Tee trinken und stricken ! 🙂

Die infa-kreativ 2017

Dieses Wochenende ist es wieder soweit: in Hannover findet die infa statt und in der Halle 23 ist die infa-kreativ. Hier findet der kreative Mensch lauter Dinge, die er oder sie für sein Hobby braucht und eine ganze Menge an Dingen, die man eigentlich nicht unbedingt braucht, die aber trotzdem schön sind. Also wieder eine große Auswahl für Hand und Herz.

Ich bin immer auf der Suche nach Neuem und möchte Euch hier vorstellen was mich auf der infa-kreativ 2017 am meisten begeistert hat:

Der LOXX Druckknopf hat mich sofort umgehauen!

Nach so etwa habe ich schon lange gesucht: ein sehr robuster Druckknopf mit vielen Möglichkeiten. Ursprünglich aus dem marinen Bereich kommend, hat dieser Druckknopf auch sehr gute Chancen im Textilbereich groß rauszukommen. Er ist kinderleicht anzubringen: im Starterset sind ein kleines Stanzteil vorhanden und ein kleiner Schlüssel mit dem Oberteil und Unterteil einfach zusammengeschraubt werden können.

Das Druckknopfunterteil (das mit dem kleinen Nupsi) gibt es in verschiedenen Ausführungen: als Schraubteil, als Plättchen zum aufkleben, in der Variante zum aufnähen und für gestanzte Löcher. Mit diesen unterschiedlichen Teilen hat man sehr viele Möglichkeiten.

Ich habe so etwas schon länger für meine selbst genähten Jeanstaschen gesucht. Ich kann es gar nicht abwarten damit zu arbeiten – ein ausführlicher Bericht darüber wird folgen 🙂

Bei Ideen mit Herz habe ich einen Eck-Stanzer gefunden, der drei verschiedene Abrundungen hat. Ist jetzt vielleicht nicht so spektakulär, aber ich finde meine Visitenkarten sehen mit abgerundeter Ecke schöner aus als mit spitzer.

Ich konnte an den Ständen mit Bastelsachen für Karten, Scrapbooks und Co. ganz gut vorbeigehen.

Bei der Wolle ist es da schon schwieriger. Obwohl ich genau weiß wie viel ich zu Hause habe und der Vorrat gut für das nächste Jahr reicht (wenn nicht sogar für zwei Jahre) ist es immer schön sich mal umzusehen. Ich interessiere mich dann besonders für die Wickler/innen und Färber/innen. Wolle von bekannten Markenherstellern sind in der Farbe und Qualität immer gleich und ich kann sie auch woanders kaufen, dafür brauche ich nicht auf eine Messe zu fahren.

Schön ist es dann, wenn man eine Wicklerin findet, die räumlich nicht so weit weg ist und wo man auch vor Ort mal nach Farben und Material anschauen kann. Mir ist auf der infa-kreativ in diesem Punkt Andrea Gerdon von Little Farvorites besonders positiv aufgefallen. Die Bobbel hatten alle schöne Farbverläufe und waren fest gewickelt.

Der 1000m Bobbel „Colorbomb“ hat es dann auch geschafft mit ins Einkaufskörbchen zu kommen. 🙂 Mir ist bei dem Bobbel  nochmal wieder stark aufgefallen: die Optik des Bobbels und die, des fertigen Tuches sind manchmal sehr unterschiedlich in der Wirkung.  Bei diesem Bobbel hat mich der weiße Faden ein bisschen gestört. Andrea Gerdon hatte aber ein Häkeltuch dabei, das aus diesem Bobbel gearbeitet ist und in gehäkelter Form finde ich die Farben einfach superschön.

Besonders gut gefallen hat mir auch der Stand von Eyesight Iris-Forografie . Die machen ganz tolle Bilder von der Iris.

Mal auf der Webseite schauen lohnt sich – die Bilder sind einfach toll! Bei diesem Stand hatte ich mich etwas geärgert das mein Sohn nicht dabei war, ich hätte sonst sofort so ein Bild machen lassen.

Bei einem Zwischenstopp in der Nachbarhalle habe ich mich beim Stand vom Nähmaschinen Center Hannover ausführlich über Nähmaschinen und Stickmaschinen informiert. Ich überlege schon sooo lange. Ich brauche unbedingt eine neue Nähmaschine, eine die richtig Power hat und auch nicht schlapp macht wenn sie fünf oder mehr Lagen Jeans nähen muss.

Ich habe mir eine Janome MC 6700P gekauft und kann es gar nicht abwarten bis ich sie Anfang November bekomme. Auch hier folgt ein ausführlicherer Bericht wenn ich sie ausführlich getestet habe. 🙂

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und so ist es bei meinem Besuch auf der infa auch gewesen.

Morgens vor meiner Fahrt hatte ich noch etwas bei FB rumgedattelt. Ihr kennt das vielleicht: man ist noch nicht richtig wach, vielleicht auch noch nicht angezogen, sitzt aber schon mit Kaffeebecher vorm Rechner und schaut was  in der Facebookwelt so los ist.

Da kamen die ersten, die in den unterschiedlichen Gruppen fragten : „Ich fahre heute zur infa- wer kommt auch? “ So auch in der Gruppe Häkeln & Mehr- Zusammen kreativ sein mit WollLolli  

Nachdem sich immer mehr gemeldet hatten und meinten sie fahren hin, hatte ich eine Idee: Warum nicht auf der infa treffen?  Im Zeitalter von WhatsApp, Flatrate und internetfähigem Handy sollte es doch möglich sein einen Haufen begeisterter Handarbeiterinnen und Woll-Lolli-Häkelnadelbesitzerinnen  sich auf einer Messe zusammenfinden zu lassen.

Wir haben es auch geschafft! Neun Frauen, die sich vorher nicht kannten, aus allen Himmelsrichtungen angereist. Verbunden durch die gemeinsame Begeisterung für ihre Woll-Lolli-Häkelnadeln. Die Stimmung war von Anfang an locker, lustig und entspannt. Ich fand die Aktion super und es hat mir echt Spaß gemacht die Mädels mal live zu sehen.

Nach gemeinsamen Gruppenbild von Häkelnadeln und Häklerinnen. ging es dann weiter zum Workshop mit Jasmin Räsänen.

Als vor etwa zwei Wochen die Nachricht vom myboshi-Team kam, das ich bei dem Workshop von Jasmin mitmachen kann, bin ich vor Freude fast an die Decke gehüpft. Ich habe schon zwei Tücher nach ihrer Anleitung gearbeitet und finde ihr Design einfach toll! Ihre Anleitungen findet ihr auf Morben Design  oder bei Crazypatterns .

Jasmin war so aufmerksam und  hatte für alle Teilnehmerinnen eine Kleinigkeit mitgebracht. (mein Sohn hat heute gleich versucht sich die finnischen Süßigkeiten anzueignen – hat er aber nicht geschafft! 🙂 )

Gehäkelt haben wir einen Schlüsselanhänger bzw. Taschenbaumler mit schöner Blüte. Leider hatten wir für den Workshop nur eine halbe Stunde Zeit und die ist viel zu schnell verflogen aber es war sehr schön! Vielen Dank nochmal an Jasmin und das myboshi-Team!

„Ordnung ist das halbe Leben“ oder „Mein neuer Blick auf die Dinge“

Mein letzter Beitrag ist nun schon wieder etwas länger her. Mit dem Blick auf das Datum bekam ich einen Schreck – wie schnell ist doch die Zeit schon wieder an mir vorbeigerauscht.

Ich bin aber nicht untätig gewesen in der vergangenen Zeit.

Ganz im Gegenteil: bevor meine Vorlesungen wieder losgehen, wollte ich meine Wohnung auf Vordermann gebracht haben. So habe ich die vorlesungsfreie Zeit dazu genutzt meine Wohnung komplett auf links zu drehen und mal wieder ordentlich auszumisten.

In meinen Auszeiten ( man muss sich ja auch mal von der Arbeit erholen) habe ich fleißig gehäkelt und daran gearbeitet meine UFO´s abzuarbeiten.

Was das Aufräumen angeht hat ja jeder/jede so seine/ihre eigene Strategien und Vorgehensweisen.

Ich selbst habe schon unterschiedliche Methoden ausprobiert. Ende 2012 hatte ich schon einmal meine ganzen Sachen durchgesehen. Es war spannend, wenn einem Dinge in die Hände fallen, die schon seit Jahren nicht mehr das Tageslicht gesehen haben. Ich habe mir damals Zimmer für Zimmer vorgenommen und habe wirklich jeden Schrank und jede Schublade, jede Kiste und jeden Kasten aufgemacht und durchgesehen.

Ich war damals schon sehr rigoros mit dem Ausmisten: einiges wurde verkauft oder verschenkt, anderes bei einem Tauschforum getauscht, einiges wanderte auch in die Tonne.

Am Ende meiner Aktion hatte ich wieder einen genauen Überblick darüber, was mein Sohn und ich eigentlich so alles besitzen.

Kurz nach dieser Ausmiste-Aktion hatte ich ein neues Projekt: ich wollte unseren Haushalt einem Plastik-Entzug unterziehen. Nachdem ich den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote gesehen hatte, war ich noch mehr darüber entsetzt, was wir modernen Menschen doch an Unmengen von Kunststoffmüll produzieren, als ich es vor dem Film schon war.

Ganz zu Recht spricht er in seinem Film vom Plastikzeitalter.

Ich habe mich nach dem Film noch mehr damit beschäftigt wie ich Plastikmüll vermeiden kann und so bin ich bei meinen Recherchen auf das Buch „Plastikfreie Zone“ von Sandra Krautwaschl gestoßen.

Die Lektüre des Buches war spannend, informativ und unterhaltsam zugleich.

Mir war allerdings gleich klar das ich nicht so konsequent bin wie Frau Krautwaschl und das ich nicht alles aus Kunststoff aus meinem Haushalt verbannen kann bzw. will.

Mein Sohn (damals 9 Jahre alt) fand mein Vorhaben am Anfang sehr gut.

Kunststoff zu vermeiden und weniger Müll zu produzieren fand er wichtig und ich hatte seine volle Unterstützung. Allerdings nur so lange bis ihm klar wurde das sein geliebtes Playmobil und Lego ja auch aus Kunststoff ist und er Angst bekam, das das nun auch weg sollte.

Ich habe ihn beruhigt und ihm natürlich sein geliebtes Spielzeug gelassen. Mir ist damals zum ersten mal so richtig bewusst geworden wie viel Kunststoff die Kinder heute in ihren Zimmern so um sich haben.

Im Rückblick kann ich sagen das es im Küchenbereich und im Badezimmer am einfachsten war die Plastiksachen zu entsorgen oder gegen plastikfreie Alternativen auszutauschen. Das Kinderzimmer ist auch nach ordentlichem Ausmisten immer noch das Zimmer in unserem Haushalt in dem das meiste Plastikzeugs zu finden ist.

Nach diesen beiden Aktionen war unser Haushalt in einem „normalen“ Zustand.

Wobei sich hier die Frage stellt was ist „normal“? Jeder/jede hat so seine/ihre eigenen Bedürfnisse und wie ein Zuhause sein muss damit man sich wohl fühlt, ist von Person zu Person unterschiedlich.

(mein vorpubertärer Sohn hat da völlig andere Vorstellungen als seine erwachsene Mutter seufz)

Ich bin ein Mensch, dem Extreme nicht so liegen. Darum fühle ich mich auf Dauer weder in einer total aufgeräumten und steril sauberen, noch in einer sehr überfüllten und zugestellten Umgebung wohl. Ich bevorzuge so das Mittelmaß – mein persönliches Maß an kreativem Chaos.

Als kreativer Mensch der nebenbei auch einen leichten Hang zum Sammeln hat, ist es immer wieder eine Herausforderung für mich die Dinge, die ich besitze so zu ordnen, das alles seinen Platz hat.

Meine Großmutter sagte immer „Ordnung ist das halbe Leben“ und ich habe dann in meiner pubertären Phase immer geantwortet: „Ja, und Unordnung die andere Hälfte! „ 🙂

Eines ist mir nach der ganzen Zeit, in er ich auf der Suche nach dem für mich optimalsten Aufräumsystem war, klar geworden:

Wenn alle Sachen in meinem Umfeld ihren festen Platz haben ist das Aufräumen ganz leicht, denn man braucht die Dinge nur wieder dort hinbringen wo sie hingehören.

Wenn aber zu viele Dinge auf zu kleinem Raum vorhanden sind, und keinen festen Platz haben kann man gar nicht richtig aufräumen. Weil die Gegenstände einfach immer nur von dem einen Platz zum nächsten wandern und immer irgendwo im Weg sind.

Das Entscheidende ist also jedem Ding seinen festen Platz zu geben.

Das klingt leichter als es ist.

Gerade weil wir in der heutigen Zeit doch ein ganz anderes Konsumverhalten haben als die Generationen vor uns. Ich habe mich selbst nie als besonders kauflustig gesehen, aber auch in unserem Haushalt war es lange Zeit so, das mehr neue Dinge in die Wohnung kamen als Dinge wieder hinaus wanderten. Bei der großen Anzahl an Sachen, die man dann so im Laufe seines Lebens anhäuft ist es dann nicht immer so leicht einen Platz für alles zu finden.

Nachdem bei uns in der Wohnung alles immer übersichtlicher wurde, musste ich mich ab Herbst 2014 daran machen den Hausstand meiner Großtante aufzulösen. Sie hatte so lange es eben ging in ihrem eigenen Haus gelebt. Aber irgendwann ging es nun leider nicht mehr alleine und sie zog in eine Seniorenheim.

Ich hatte zum Glück viel Zeit für diese Aufgabe und da es mir wichtig war alles was weg sollte auch „ordentlich„ zu entsorgen habe ich diese Zeit auch gebraucht. Da zwischen den beiden Haustüren auch noch eine Distanz von gut 270 Kilometern lagen ist schon für die Fahrerei eine ganze Menge Zeit draufgegangen.

Wenn ich heute so zurückblicke muss ich sagen, das Einfachste, Schnellste und Nerven schonenste wäre gewesen, ich hätte alles was wichtig ist aus dem Haus geholt und dann einen Entrümpler bestellt.

Aber ich weiß wie diese Leute arbeiten und was mit den Sachen passiert. Zum einen wusste ich das diese Vorgehensweise nicht im Sinn meiner Großtante gewesen wäre und zum zweiten entsprach es auch nicht meiner Lebensphilosophie.

Wie ich schon schrieb, ich hatte zum Glück genügend Zeit dafür zu sorgen das so viele Sachen wie nur möglich einen neuen Besitzer bekamen.

Im Sommer 2016 verstarb meine Großtante und das Haus musste verkauft werden. Ich habe dann nochmal einen Endspurt eingelegt und das Haus fertig entrümpelt.

Während dieser ganzen Zeit ist wieder eine ganze Menge an Dingen in unseren Haushalt gewandert. Jedes mal wenn ich dort vom Hof fuhr war das Auto voll.

Da sind zum einen die Dinge, die ich wirklich selber haben wollte weil sie schön sind und mich an meine Tante erinnern, oder die Dinge die praktisch sind oder die Dinge, die man selber zwar nicht braucht, die aber zum wegwerfen einfach zu schade sind.

Zum Schluss sind da leider auch noch die ganzen übriggebliebenen Teile, die einfach aus dem Haus müssen.

So füllten sich leider zunehmenden nicht nur meine Wohnung, sondern auch meine beiden Kellerräume.

In all der Zeit in der ich mich nun mit dem Entrümpel und Ausmisten beschäftigt habe, habe ich sehr gerne nach der „simplify your life“ Idee gearbeitet.

Bis Anfang des Jahres bin ich sehr rational und funktional an die Sache rangegangen.

Dann ist mir in meinem Lieblingsbuchladen das Buch von Marie Kondo „Magic Cleaning – wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert“ förmlich in den Schoß gefallen.

Ich hatte vorher schon von der KonMari-Methode gehört und auch auf YouToube kürzere Filme mit ihr gesehen.

Ich habe mir das Buch gekauft. Es ist meiner Meinung nach recht leicht und locker geschrieben und lässt sich recht entspannt lesen.

Ich möchte hier keine komplette Buchbesprechung abhandeln ,darum nur in Kürze:

Mit einigem was Frau Kondo schreibt kann ich nicht so wirklich was anfangen. So schreibt sie, z.B. das sie ihr Haus begrüßt (das ist mir etwas zu esoterisch).

Auch stößt es bei mir etwas negativ auf, das sie in ihrem Buch immer nur vom Wegwerfen spricht.

Wörter wie : spenden, verschenken, upcyclen oder recyclen finden man in dem ganzen Werk nicht.

Es wird immer nur betont wie viel ihre Klienten wegwerfen.

Frau Kondo bringt mich aber mit ihrem Buch auf eine für mich neue Angehensweise in punkto ausmisten:

Die emotionale Ebene hatte ich bis dahin nie so richtig beachtet. Ich hatte zwar Dinge aufgehoben an denen mir etwas liegt, aber das war es dann auch.

Die Vorgehensweise sich bei jedem einzelnen Teil zu überlegen ob es einen wirklich glücklich macht, war mir neu.

Also ab in eine neue Ausmiste-Runde 🙂 dieses mal nicht nur mit der Frage:

„Brauche ich das wirklich?“ sondern auch „Macht mich dieser Gegenstand glücklich?“

Nach etwa einem halben Jahr mit der KonMari-Methode ziehe ich nun Bilanz:

Das Aussortieren nach dem Gesichtspunkt „Macht mich das Glücklich?“ hat mir geholfen mich in sehr schneller Zeit von vielen Dingen zu trennen.

Ich hatte etwas Anlaufschwierigkeiten. Aber je länger ich dabei bin, je leichter fällt es mir bei jeder einzelnen Sache diese Frage zu stellen und dann danach zu entscheiden.

Manchmal tat es schon etwas weh!

Ich finde beim Aufräumen setzt man sich auch immer mit sich und seinem bisherigen Leben auseinander.

Es wurde mir klar, wie viel Geld ich in Dinge gesteckt habe, die ich dann meist aus Zeitmangel nie benutzt habe.

Nach einem halben Jahr mit der KonMari-Methode ist mein Keller fast leer und in der Wohnung ist es wieder viel übersichtlicher geworden.

Was für mich viel wichtiger ist als eine aufgeräumte Wohnung:

In jedem Bereich meines Lebens hat sich seitdem ein positiver Wandel vollzogen. Mein Blick auf die Dinge hat sich gewandelt.

Bei meinem bisherigen Blick ging es darum was ist alt und kaputt? Wovon haben wir zu viel? Was muss weg weil es immer im Weg steht? Was ist mit negativen Erinnerungen verbunden?

Danach wurde dann entsorgt und der Rest blieb eben im Haus. Das Resultat war dann zwar positiv aber der Blick auf die Dinge ist ein anderer gewesen als ich ihn jetzt habe.

Jetzt entscheide ich mich bewusst für das, was mich wirklich glücklich macht. Aus einem Haufen von Dingen wird das Positive rausgesucht und der Rest kommt dann weg.

Ich bin heute mit viel weniger zufrieden und von dem was ich bis jetzt weggegeben habe vermisse ich nichts.

Ich denke beim einkaufen viel häufiger daran, das ich ja eigentlich alles habe was ich brauche und kaufe viel weniger.

Das was übrig geblieben ist kommt viel mehr zur Geltung.

Loslassen fällt mir immer leichter.

Alles was diesen Haushalt verlassen hat, hat auch wieder Raum geschaffen für Neues.

Bei all den Dingen die unsere Wohnung verlassen haben, war auch mein „Wollmonster“. Mit dem Stricken hatte ich schon 2010 angefangen. Da ich es immer wieder zur Seite gelegt hatte (um an anderen Ideen zu arbeiten) war es erst Anfang 2012 fertig. Mit 24 Knäulen und guten 1560 Metern hat es schon eine ganze Menge Wolle verschlungen. Ich habe mir das gute Stück dann auch noch gefüttert. Dafür musste eine farblich passende Wolldecke dran glauben. Diese Jacke war ein richtiges Ungetüm, eine Masse an Gemütlichkeit und ich konnte mich so richtig in sie hineinkuscheln. Schön weite Ärmel, eine große Kapuze und zwei große Taschen das ganze so weit das man auch noch einen dicken Pullover hätte drunter anziehen können.

Mit der Zeit ist sie durchs häufige Waschen leider so richtig verwaschen gewesen und das gestrickte Stück ist leider mehr ausgeleiert als das Futter.

Nun gehen mein Wollmonster und ich seit kurzem getrennte Wege. Wir passten nicht mehr so richtig zusammen. Ich habe seit Anfang des Jahres etwas über 10 Kilo abgenommen und das, was ich am Anfang an meiner Jacke als kuschelig und heimelig empfunden hatte, war am Ende ehr schwer und belastend. So habe ich mein Wollmonster in die Freiheit entlassen, mir bleiben die Erinnerungen an viele schöne gemeinsame Stunden auf dem Sofa.

 

Es gibt noch viel zu tun…….

Wer in den letzten zwei Jahren schon meinen Blog gelesen hat, weis das ich der kreative Typ bin, der was mit den Händen machen muss.

Mir liegen Papier, Stifte und Schere mehr als Bildbearbeitungsprogramme. Nähen, stricken und häkeln ist um Welten mehr mein Ding als Computerarbeit. Ich muss am Ende eines Tages etwas in Händen halten können was ich mit meinen Händen gemacht habe.

Ich hatte mich damals zu einem Blog entschieden weil ich gerne schreibe und weil ich der Welt da draußen zeigen wollte was ich bei mir zu Hause so kreativ werkel.

In einer Zeit von unpersönlicher Massenproduktion möchte ich dem etwas Individuelles entgegensetzten.

Mir liegt Langlebigkeit am Herzen und ich finde es mehr als schade das heute so viele Artikel nur für den kurzen wenn nicht sogar nur für den einmaligen Gebrauch hergestellt werden.

Ich möchte meine Leser dazu animieren selber kreativ aktiv zu werden und ich denke, das ist mir ein Stückchen weit auch gelungen.

Durch mein „Missgeschick“ gestern habe ich recht viel Arbeit zunichte gemacht und mir neue Arbeit eingehandelt auf die ich lieber verzichten würde. In der Zeit, in der ich mich nun mit neuen Programmen auseinandersetzen muss würde ich viel lieber an meinen kreativen Projekten arbeiten. *seufz*

Um zwischendurch den Kopf frei zu bekommen habe ich heute fleißig Blüten gehäkelt. Was daraus wir? ……Man darf gespannt sein!……….

Häkelblumen aus Baumwolle

Mit einem Klick ist alles weg…..

Ab heute mach ich es offiziell: Ich bin ein absoluter Computer&Technik-Dummie!

Wieso diese Offenbarung gleich im ersten Post kommt? Weil dies nicht mein erster Blogeintrag ist sondern nur der erste mit WordPress.Ich hatte schon Anfang 2014 mit dem Schreiben meines Handarbeitsblogs „Fadenspielerei“ bekonnen.

Nach zwei Jahren war ich nun der Meinung ich müsste mal wieder etwas aktualisieren und habe WordPress installiert. Vorher hatte ich über meinen Anbieter One.com Webhosting ein Blogelement mit dem ich gearbeitet habe. Das ging zwar ganz gut war aber nicht 100%tig so wie ich es gerne wollte.

Da mir angeraten wurde mit WordPress zu arbeiten habe ich die guten Ratschläge angenommen und mich heute an die Arbeit gemacht.

Aber:

Ein falscher Klick und sämtlichen Beiträge der letzten zwei Jahre waren weg. Und natürlich habe ich keine Sicherheitskopie gemacht…. warum auch?!?! *grumpf*

Ich könnte mir vor Wut in den Hintern beißen aber dazu bin ich leider nicht gelenkig genug. Zum Glück habe ich die meisten Bilder noch aber sämtliche Texte sind weg.

Aber was soll´s, ich kann es nicht mehr ändern. Ich habe heute wieder etwas dazugelernt und werde nun sehen was ich noch retten kann.

Die Nacht wird lang………………..