Was lange währt…..

….wird endlich fertig!

Dieses wird mein dritter Beitrag über meinen Resteteppich und auch der letzte, denn ich bin mit meinem Projekt endlich fertig! Hurra!

Über einen Zeitraum von nicht ganz zwei Jahren habe ich immer wieder an meiner Prym-Strickmühle gesessen und fleißig gekurbelt. Verarbeitet habe ich meine Sockenwollreste und Sockenwollreste von Bekannten. Ebenso habe ich Stopfwolle (doppelt bzw. dreifach gelegt) und kleinere Mengen von Garnresten in der passenden Stärke verarbeitet. Am Anfang war es noch recht spannend aber zum Ende hin war ich die ganze Kurbellei doch ziemlich leid.

Ich habe die Strickmühle mit einer Klemme am Tisch befestigt und so konnte ich zwischendurch immer mal wieder aufstehen und was anderes machen.

Zu wissen das ich dabei bin die letzten Reihen zu stricken,war schon ein tolles Gefühl. Wenn man so lange an einem Projekt arbeitet ist man zum Schluss doch froh wenn man endlich fertig ist.

Da sich der gestrickte Teil an den Kannten etwas eingedreht hat, habe ich um das ganze Strickteil noch einen Rand aus 4 Reihen Stäbchen gearbeitet.

Hier einige Daten:

Der Teppich ist 112 cm breit und 182 cm lang. Der gehäkelte Rand ist 10,5 cm breit. Stricknadeln und Häkelnadel hatten die Stärke 10. Der Teppich wiegt 3,6 Kilo (wenn ich meiner Waage glauben darf) das entsprich 36 x 100 g Sockenwolle. Das sind dann etwas über 15.000 Meter verarbeitetes Garn.

Die Bilder habe ich im Zimmer meines Sohnes gemacht. Die Katze des Hauses musste natürlich auch gleich kommen und kucken was ihr „Personal“ da oben auf dem Stuhl den so treibt.

Und diesen ganzen Aufwand wegen so einem buntem Ding konnte sie garn nicht so richtig verstehen. „Wieso darf ich nicht auf dieses bunte Ding? Da habe ich noch keine Haare von mir drauf verteilt, das muss ich sofort erledigen!“

„Nun streichel mich endlich! Ich bin ja wohl viel wichtiger als dieses bunte Ding!“  Typisch Mensch- hier werden eindeutig die falschen Prioritäten gesetzt. 😉

Kurbeln, kurbeln und nochmals kurbeln…

WollhaufenEs hatte sich mal wieder ein großer Haufen an Restwolle angesammelt und so war ich zwischendurch fleißig am kurbeln und anschließend am stricken. Mein Teppich ist jetzt von 90 cm Länge auf 156 cm gewachsen.

Ich bin am überlegen ob ich statt einem Teppich vielleicht doch lieber eine Auflage für mein Sofa daraus mache. Ich wollte es mal ausprobieren wie es aussieht. Kaum liegt das Wollteil auf dem Sofa, kommt auch gleich meine Katze an um eine Qualitätskontrolle durchzuführen. Sie schien ganz zufrieden zu sein.

SofaB SofaC

Aus Wollresten was machen Teil 2

Ich bin seit Anfang Januar im Aufräumfieber: erst kamen die Kleiderschränke dran und etliche blaue Tüten voll mit aussortierten Kleidern wanderten ins Auto und dann in den Sammelcontainer.

Nachdem die Kleiderschränke so schön aufgeräumt waren habe ich mir mein Stofflager vorgenommen. Hier das gleiche Spiel – ab in die Tüte und dann außer Haus.

Als drittes  wurde dann meine ganze Wolle gesichtet und sortiert: Da ich in der Regel immer mal zwischendurch meine kleineren Wollreste wegarbeite ist an Wollresten  nicht ganz so viel dagewesen, aber etwas sammelt sich doch immer wieder an:

Haufen 1 = dünne Wolle (Sockenwolle)  für das Projekt „Resteteppich“

Haufen 2 = mittelstarke Wolle Projekt „Häkeln für den Weltrekord“

Haufen 3 = neue Wolle und größere Wollmengen für zukünftige Ideen

Haufen 4 = Alle UFO´s ab in einen großen Karton.

Teppich1

Nach dem Sortieren lag ein ganzer Haufen an Sockenwollresten und Stopfgarn auf meinem Tisch und ich habe mich etwas entspannt indem ich die dünne Wolle zu einem dicken „Faden“ verarbeitet habe.

Ich habe für mein Projekt „Resteteppich“ extra eine Strickmühle von Prym gekauft. Mit der Strickmühle geht es recht schnell aus dünner Wolle eine dicke Kordel zu drehen. Ich brauche für ein Riesenknaul mit einem Durchmesser von ca. 30 cm so um die drei Stunden. Das klingt vielleicht nach viel Zeit, aber würde man diese große Menge mit der klassischen Stricklisel arbeiten würde man ja Jahre brauchen. Ich befestige die Strickmühe mit einer einfachen Schraubzwinge an meinem Tisch und so kann ich zwischendurch immer mal wieder aufstehen und was anderes machen. Das Kurbeln ist zwar etwas eintönig aber ich schaue nebenbei meisten Fernsehen oder es läuft ein Hörspiel. So wird aus Wolle mit Nadelstärke 3 eine Nadelstärke 10. Verarbeitet habe ich bis jetzt meistens Sockenwollreste und Stopfgarn (das Stopfgarn nehme ich meist 2- oder 3-fädig) oder Baumwolle die von der Stärke her passt.

Teppich2

Nach etlichem Gekurbel sind diese zwei Knäule entstanden und können verstrickt werden. Die Enden der Schnüre lege ich ein Stückchen übereinander und nähe sie zusammen, so entsteht ein Übergang der hinterher im Strickwerk nicht zu sehen ist.

Ich stricke mit Nadeln von KnitPro in Stärke 10 und einem Seil von 1 Meter länge. Nach etwa einer Stunde habe ich eines meiner Riesenknäule verstrickt und damit meinen Teppich etwa 12-15 cm länger gemacht. Bis jetzt hat er eine Breite von 96 cm und eine Länge von 90 cm. Teppich3

Wie man sieht war ich in der Vergangenheit schon fleißig. Der Erfahrung nach habe ich in einem Zeitraum von 3-4 Monaten meist soviel Restwolle gesammelt das es sich wieder lohnt zu kurbeln und ein Stück weiter zu stricken. Jetzt wird das Strickstück erst mal wieder zusammengelegt und in den Schrank gepackt und in ein paar Monaten geht es dann weiter.