Es ist endlich soweit…

Endlich ist es soweit: Nachdem mein Paket nach längerer Reise am Ziel angekommen ist und die neue Besitzerin ihre Decke nun in Händen hält kann ich euch die Bilder zeigen.

Dies ist die erste Decke der Gruppe „crochet hugs – granny blankets for friends“ .

Da ich am Anfang des Jahres nicht wusste wie viele Leute ich zusammen bekomme, die mit mir an diesem Projekt arbeiten wollen habe ich selbst auch etliche Grannys angefertigt. Mir saß die Angst im Nacken das nicht genügend bis zum Ende des ersten Sammelzeitraumes zusammen kommen.

Hier zwei meiner Grannyvarianten:

Als alle Grannys bei mir eingetroffen waren, war  ich erst mal sprachlos und erstaunt, das doch so viele mitgemacht haben und es dann sogar so viele Grannys wurden das es für zwei Decken gereicht hat. Ich hatte nie mit so vielen Grannys gerechnet! Es sind so viele unterschiedliche Muster und Farben, einfach toll.

An dieser Stelle ein gaaaaaaanz großes Dankeschön an meine Mitstreiterinnen!!!! Danke für eure Zeit und Mühe, die ihre investiert habt.

Mit mir haben insgesamt 11 Frauen an diesem Projekt gearbeitet.

Nachdem ich etliche Zeit damit verbracht hatte die Grannys zu ordnen und zusammen zu puzzeln waren noch drei freie Flächen in der Decke offen. Ich habe dann mit der Farbe mit der ich die Teile auch zusammengehäkelt habe noch drei Grannys hergestellt und dann ging es an das Zusammenfügen. Das brauchte doch mehr Zeit als ich gedacht hatte. Da jedes Quadrat eine andere Maschenzahl am Rand hatte musste ich bei jedem Quadrat erst zählen und dann die Maschen anpassen.

Beim Rand habe ich etwas neues ausprobiert: nach einigen Reihen in Lavendel habe ich ein Pompongarn mit eingehäkelt. Das hatte ich vor Ewigkeiten mal auf einer Seite im Internet (ich weiß leider nicht mehr welche das war) gesehen und wollte es schon länger machen.

Um die Decke in ihrer vollen Größe zu fotografieren wollte ich am liebsten nach Draußen aber es war die ganzen Tage ein so doofes Wetter und so musste mein Bett herhalten.

Zum Schluß habe ich noch einige Daten für euch:

Die Decke hat die Maße :  164 x 195 cm. Der Rand ist 13 cm breit.

Sie besteht aus einem großen Quadrat mit 30 x 30 cm und 76 kleinen Quadraten mit 15 x 15 cm. Davon sind 21 Quadrate von mir gearbeitet.

Verwendetes Material:

Zum Zusammenhäkeln habe ich zwei mal von Scheepjes „Whirlette“ Farbe Mint verwendet. Im Rand stecken einmal Pompongarn von „Spirit Four Seasons Gründl“ und vier Knäule Baumwollgarn in Lila (Garnsortiment Frühjahr Vendita GmbH) und 11 Knäule von Drops Cotton Viscose Colour 27. Ich komme auf insgesamt 2605 Metern Material und verarbeitet ist es mit einer Nadelstärke 3,5

Ich hoffe euch gefällt unser Gemeinschaftsprojekt genauso gut wie mir!

Und da hier nun noch einige Grannys in Rosa- und Grüntönen herumliegen geht es für mich an die nächste Decke…….

 

„crochet hugs – granny blankets for friends“ oder wie alles mit der „Infa-Decke“ begann…

Enthält unbezahlte Werbung da Markennennung und Verlinkung

 

In meinem heutigen Beitrag werfe ich einige Blicke zurück und einen kleinen Blick voraus.

Ich hole etwas aus…..

Als ein Teil meiner von meiner Mutter und Großmutter vererbten Häkelnadeln nach etlichen Jahren so langsam ihre beste Zeit hinter sich hatten und einige schon kaputt gegangen waren, machte ich mich auf die Suche nach der für mich perfekten Häkelnadel. Die Suche war lang und ich hatte mich durch einige Modelle und Anbieter getestet. (Beitrag dazu hatte ich hier im Juni 2017 veröffentlicht)

Meine damalige Odyssee endete mit dem Erwerb von drei wundervollen Häkelnadeln aus dem Hause WollLolli.

Danach war meine Experimentierfreude noch nicht gebremst und die Suche nach anderen Herstellern von handgedrechselten Häkelnadeln begann. Aber die Erfahrungen die ich dabei gemacht habe könnten einen eigenen Beitrag füllen.

Bleiben wir bei den Häkelnaden von WollLolli:

Über eine Handarbeitsgruppe bei Facebook war ich auf die Firma aufmerksam geworden und erfuhr das es auch eine eigene Gruppe von WollLolli bei Facebook gibt.

Diese Handarbeitsgruppe in der man/frau sich über jegliche Art der kreativen Betätigung austauschen kann ist mir schnell ans Herz gewachsen und so entstanden virtuelle Freundschaften zu anderen Kreativen.

Im Herbst 2017 kurz vor der Infa entstand im Chat ein reger Austausch:

„ Wer will auch noch zur Infa? Wer ist wann da?“

Es stellte sich heraus das doch einige aus der Gruppe  hin wollten. Ich hatte dann die spontane Idee das alle WollLolli-Häkelnadel-Besitzerinnen die auf der Infa sind, sich doch dort mal treffen könnten.

Über die Gruppe kannte man sich ja schon aber persönlich hatten sich die Meisten noch nicht gesehen. Die Idee wurde gut aufgenommen und so traf sich ein kleiner Haufen und machte ein Gruppenbild und natürlich auch ein Bild der mitgebrachten Nadeln.( Siehe Beitrag von der Infa 2017)

Ich hatte bis dahin noch nie so viele gedrechselte Häkelnadeln auf einem Haufen gesehen – eine schöner als die Andere.

Es war ein tolles Treffen und hatte viel Spaß gemacht.

Ein Jahr später war uns klar wir treffen uns wieder auf der Infa! Diesmal waren sogar noch mehr Häklerinnen dabei! Das war wieder ein schönes Treffen. (Mal sehen ob wir auf der nächsten Infa nicht noch mehr Leute zusammen bekommen.)

Ich hatte auch dieses mal kurz vor dem Treffen eine Idee: Es sollte eine bunte Decke in Gemeinschaftsarbeit aus vielen verschiedenen Häkelquadraten entstehen.

Die Idee kam gut an und die ersten Quadrate bekam ich schon auf der Infa von einigen ganz Schnellen in die Hand gedrückt. Ich hatte nur die Größe der Quadrate von 15 x 15 cm vorgegeben. Farbe, Material und Muster konnte jede selbst wählen.

Nach der Infa trudelten dann mit der Zeit immer mehr Quadrate bei mir ein.

Es wurde ein richtig bunter Haufen.

Am Anfang dachte ich noch: „Wie soll ich den so viele bunte Quadrate zusammenfügen das es auch harmonisch aussieht und nicht zu bunt wird?“ Auch wenn ich voll auf bunte Farben abfahre, war es mir teilweise fast zu bunt.

Aber je mehr Quadrate bei mir eintrudelten je besser passte alles zusammen. Wenn ein neuer Umschlag mit Grannys im Briefkasten war, war es immer etwas aufregend den Umschlag zu öffnen da ich ja nie wusste was mich da erwartet.

Die letzten Häkelquadrate erhielt ich dann Anfang November 2018.

Ich habe dann lange gepuzzelt und probiert wie ich alles am besten zusammenfügen kann, dann alle Quadrate zusammengehäkelt und mit einem breiten Rand versehen.

Da die Idee für die Decke zur Infa geboren wurde bekam unser Gemeinschaftswerk den Namen „Infa-Decke“.

Zugegeben das ist nicht besonders kreativ, aber das Kind brauchte einen Namen. *lol*

Kurz vor Weihnachten war das gute Stück dann fertig und wurde an Familie Schmenk als Geschenk und Dankeschön versendet.

Weil es mir so viel Spaß gemacht hatte diese Decke mit anderen zusammen zu fertigen, hatte ich mir beim Häkeln des Randes schon Gedanken gemacht ob man nicht ein Projekt starten könnte um eine oder sogar mehrere weitere Decken dieser Art zu machen.

Und so entstand  die Idee  „crochet hugs – granny blankets for friends“ .

Anfang Januar habe ich bei FB eine Gruppe gegründet um eine Plattform für einen besseren Austausch aller Teilnehmer*innen zu haben.

Ich hatte mir gedacht das von Januar bis März der erste Sammelzeitraum sein sollte. Da ich nicht genau wusste wie viele mitmachen werden und wie viele Grannys mich am Ende des ersten Sammelzeitraumes erreichen habe ich selbst auch etliche Quadrate angefertigt. Ich hatte wirklich Angst das ich Ende März nicht genügend Quadrate für eine Decke zusammen habe.

Für eine gute Größe braucht es schon so 60-70 Quadrate. Je nachdem wie man die Quadrate zusammenfügt und wie breit der Rand dann gearbeitet wird.

Zu meiner großen Freude wurden es dann doch so viele Grannys das ich sogar zwei Decken zusammen stellen konnte! Während nun im zweiten Sammelzeitraum von April bis Juni meine Mitstreiterinnen weiter fleißig an neuen Quadraten häkeln habe ich angefangen alle zusammenzufügen.

Die erste Decke der Gruppe steht kurz vor ihrer Fertigstellung und wird in Kürze hier zu sehen sein. Und während Ihr hoffentlich gespannt auf die Bilder der ersten „crochet-hug-Decke“ wartet möchte ich Euch hier Bilder von der „Infa-Decke“ zeigen:

Die Decke besteht aus 63 Quadraten á 15 x 15 cm, gearbeitet von insgesamt 10 Frauen. Mein Anteil an dieser Decke bestand im Zusammenfügen der Quadrate mit festen Maschen und dem Häkeln des Randes. Der Rand ist ca. 15 cm breit und ich habe dafür ca. 1200 Meter Garn verarbeitet.

 

Ohne Rosa geht grad nix….

Welche ist eure Lieblingsfarbe? Für mich ist diese Frage schwer zu beantworten. Je nach Jahreszeit und Wetter wechselt das nämlich. Am Anfang des Jahres mag ich immer zarte und pastellige Farben. Zur Zeit ist meine Lieblingsfarbe ganz eindeutig Rosa! Von hellem zarten Rosa bis hin zu kräftigem Pink liebe ich alles in dieser Farbpalette. Und so möchte ich euch heute meine rosa Lieblingsstücke zeigen. Entstanden sind sie im Laufe des letzten halben Jahres.

Anfangen möchte ich mit einem halbrundem Tuch dem „Dandelion Lane“ von Grassharpstitches by Theodora Keller.

Wie ihr ja wisst häkel ich sehr gerne Tücher. Die meisten meiner bisherigen Werke waren aber immer dreieckig oder Loops. Halbrunde Tücher habe ich schon immer toll gefunden war aber immer zu faul mir selbst eine Anleitung dazu auszudenken.

Beim „Dandelion Lane“ gibt es verschiedene Mustersätze und je nach vorhandenen Metern kann man einen Mustersatz weglassen oder noch was dazu arbeiten. Ich habe für mein Tuch alle Mustersätze gearbeitet und bin damit auf einen Verbrauch von ca. 1450 Metern gekommen. Die Anleitung ist sehr gut geschrieben und da ich am liebsten nur nach Häkelschrift arbeite war ich sehr erfreut über die tolle Häkelschrift in dieser Anleitung!

Bei der Materialwahl habe ich mich für zwei Bobbel je 1000 Meter entschieden. Diese hatte ich ursprünglich mal für einen ganz anderen Zweck gekauft sie dann aber doch nicht verarbeitet. Sie lagen nun schon länger in meinem Regal und für dieses Projekt fand ich sie ideal. Da beide Bobbel in der Mitte die gleiche Farbe hatten, habe ich bei dem einen außen angefangen und beim Zweiten dann in der Mitte.

So habe ich einen schönen Farbübergang und es ist nicht zu sehen das zwei unterschiedliche Bobbel verarbeitet worden sind. Ich wusste aus der FB Gruppe von Theodora das die meisten mit etwa 1500 Metern Garn ausgekommen sind und das passt mit meinen beiden Bobbeln ganz gut weil ich den brauen Rand vom zweiten Bobbel nicht so gerne verarbeiten wollte. (der Garnrest wanderte in die Restekiste und wartet auf eine andere Gelegenheit um verarbeitet zu werden)

Das Muster besteht aus Luftmaschen, festen Maschen, Stäbchen, Reliefstäbchen, Poppkornmaschen und Büschelmaschen.

Poppkornmaschen und Büschelmaschen konnte ich schon häkeln, hatte sie aber in vorherigen Projekten nie viel gehäkelt. In dieser Anleitung konnte ich sie zur genüge üben.

Das Tuch hat mir so gut gefallen das ich auf jeden Fall noch zwei weitere machen möchte ( das Garn dazu ist bereits herausgesucht, jetzt brauche ich nur noch genügend Zeit 🙂 )

Ein Projekt für mal so zwischendurch war mein Dreieckstuch in weiß, rosa und pink.

Ich hatte den Bobbel letztes Jahr auf der Infa bei LittleFavorites by Rea gekauft. Ursprünglich war das Garn für ein ganz anderes Muster gedacht aber nach Beginn gefiel es mir nicht. Der bunte Beilauffaden und das Muster waren mir zusammen zu unruhig. Nachdem ich dann noch ein zweites Muster ausprobiert hatte welches mir aber auch nicht gefallen hat, hatte ich mich für ein einfaches Grannytuch entschieden. Dieses Tuch war mittlerweile auch schon oft mit mir unterwegs.

Als drittes Projekt möchte ich euch meine Häkeljacke zeigen. Nachdem ich letztes Jahr im Herbst so viele „Talvi“-Tücher von Morben Design gehäkelt hatte war ich so in dem Talvifieber das ich mit dem Muster unbedingt noch eine Jacke machen wollte. Ich hatte noch zwei große Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste die ursrpünglich mal für eine Mandaladecke gekauft worden waren und brauchte so bei Ines nur noch zwei kleine Bobbel für die Ärmel nachbestellen.

Das Muster ist ein reiner Garnfresser, durch die vorderen und hinteren Reliefstäbchen ist es etwas voluminöser und kuschelig warm. Eine richtige Anleitung zu der Jacke gibt es nicht. Ich habe aus dem Kopf gearbeitet nach der RVO Methode und in der Länge dann angepasst.

Garnverbrauch waren 4500 Meter Baumwollmischgarn (50% Baumwolle – 50% Polyacyl) verarbeitet mit Nadelstärke 4,5 .

Noch zwei Tage…

Die Zeit rennt schon wieder! Kaum hat man das erste Türchen vom Adventskalender aufgemacht- zack ist schon fast Weihnachten! Geht Euch das auch so? Ich fand dieses Jahr war die Vorweihnachtszeit extrem kurz.

Unser Tannenbaum steht wie oben zu sehen seit gut einer Woche. Dieses Jahr in den Farben Rot, Weiß und Silber gehalten, gefällt er mir so ganz gut. Letztes Jahr war unser Baum nur weiß und silberfarben mit einer Spitze in Silber, das fand ich als großer Shabby-chic-Fan anfangs total toll. Zu Heilig Abend hin war es mir auf einmal dann doch zu farblos und darum kam dieses Jahr doch noch etwas Farbe ins Spiel.

Da in zwei Tagen schon Heilig Abend ist und ich weiß das mein Adventskalenderteilchen schon alle aufgemacht haben möchte ich Euch meine diesjährige Bastelei für den Adventskalender zeigen:

Es gab einen Schlüsselanhänger aus einem kleinen gehäkelten Quadrat welches auf Filz aufgenäht wurde. Die  Vorder- und Rückseite sind aus unterschiedlich farbigem Filz, kleine Öse in die Ecke, Schlüsselring in Blütenform angebracht und fertig war der farbenfrohe Schlüsselanhänger.

Ich war von den Kleinigkeiten mit denen ich dieses Jahr in meinem Kalender überrascht worden bin sehr begeistert. Es waren so viele nette und kreative Menschen dabei. Jeden Tag schöne Überraschungen: selbstgemachte Kekse und Pralinen, sechs verschiedene Marmeladen, selbstgemachte Badesalze und Seifen, viele Kleinigkeiten aus Papier, Lesezeichen, Schlüsselanhänger etc.

Für mich ist jetzt schon klar das ich auch im nächsten Jahr wieder bei einem Kreativ-Adventskalender mitmachen möchte.

Ich wünsche Euch zwei entspannte Tage bis Heilig Abend und dann schöne Feiertage mit Euren Familien! Genießt die Zeit- bis demnächst!

Herbstlicher Sonnenschein und sonnige Farben…

Wie schön das wir noch so traumhaftes Wetter haben. So konnte ich meine Schneiderpuppe ins Auto packen und die Tücher dazu und zu meiner Freundin fahren um bei ihr im Garten nochmal Bilder von meinen Tüchern zu machen.

Heute möchte ich euch wieder zwei Tücher nach Anleitung von Jasmin Räsänan zeigen:

Tuch #1 ist eine etwas abgewandelte Form des Tuches „Dimholt“  . Ich habe allerdings nur einen Mustersatz aus der Anleitung genommen und das Tuch nicht dreieckig sondern asymmetrisch gearbeitet.

Verarbeitet ist ein dreifädiger 1000m Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste mit dem Namen „Hexentanz“. Gearbeitet habe ich mit Nadelstärke 3. Nach dem Waschen und Spannen hat das Tuch die Maße 162 x 106 cm.

Tuch #2 ist das „Minai“

Dieses Tuch ist letztes Jahr in einem CAL (crochet along) entstanden. Gearbeitet ist es aus einem Scheepjes Whirl „Fruty ´o´ Tutty“ (60% Cotton und 40%Acryl) mit 1000m Lauflänge. Gearbeitet mit Nadelstärke 3,5 hat es eine Größe von 148 x 67 cm.

Diesen Herbst geht nichts ohne das „Talvi“ !

Noch einen Tag bis zur Infa.Kreativ und ich freue mich wie ein kleines Kind 🙂

Heute möchte ich euch das Tuch „Talvi“ von Jasmin  zeigen:

Ich glaube es war im Juni als Jasmin auf ihrer FB-Seite „Morben Design – Die Gruppe“ die Anleitung für das „Talvi“ vorstellte. Und dann dauerte es nicht lange und die ersten Talvis wurden in der Gruppe präsentiert.

Das Talvi ist ein sehr einfaches Muster das gut für Anfänger*innen geeignet ist. Man sollte vordere und hintere Reliefstäbchen, Stäbchen und Luftmaschen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist schnell gemerkt und ich finde es total entspannend dieses Muster zu häkeln. Durch die vielen Reliefstäbchen wird das Tuch etwas dickerer und fluffiger als bei „normalem“ Häkelmuster.

Bei einer kleinen Umfrage die vor kurzem in der Morben-Design Gruppe gemacht worden ist stellte sich heraus das es jetzt schon über 1140 fertige Tücher gibt und über 1150 Tücher kurz vor der Fertigstellung sind. Ich finde das ist schon eine beachtliche Zahl wenn man bedenkt das die Anleitung noch nicht so lange online ist.

Auch für mich hat das „Talvi“ einen enormen Suchtfaktor – wie an den Bildern zu sehen ist,sind in den letzten Wochen drei Tücher entstanden. Das vierte ist auch schon in Arbeit….

Talvi #1 ist gearbeitet aus einem Scheepjes Whirl in der Farbe „Lavenderlicious“ (60% Cotton und  40%Acrylic) Lauflänge 1000 und Nadelstärke 4.

Das Tuch ist 170 x 67 cm groß

Talvi #2 ist aus einem Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste „Jubiläumsbobbel Nr.4“ (50% Baumwolle und 50% Polyacyl) hat auch 1000m Lauflänge und ist mit Nadelstärke 4,5 gearbeitet.

Das Tuch hat die Maße 162 x 44 cm

Talvi #3 ist aus einem Scheepjes Wolly Whirl „Sugar Suzzle“ (70% Baumwolle und 30% Wolle) mit einer Lauflänge von 1000m, gearbeitet wurde es mit einer Nadelstärke 4,5.

Dieses Tuch hat die Maße 186 x 42 cm

Edlothia und Fareth

Das allererste Tuch das ich nach der Anleitung von Jasmin Räsänen gearbeitet habe war das „Edlothia“.

Durch die unterschiedlichen Mustersätze ist das Arbeiten dieses Tuches sehr abwechslungsreich und ich konnte einige neue Muster ausprobieren. Bei diesem Tuch habe ich auch das erste mal in meinem Leben Reliefstäbchen gearbeitet. (da häkel ich schon soooo lange aber man lernt ja nie aus)

Dieses Tuch ist aus einem Bobbel mit 1000 m von „Roswithas Wollkessel“gearbeitet. Es hat die Maße 164 x 65 cm.

Das zweite Tuch das ich euch heute zeigen möchte ist das „Fareth“

Gearbeitet aus einem 1500m Bobbel von Mausibengels Bobbelkiste.

Durch die lange Lauflänge ist ein schön großes Tuch entstanden mit den Maßen 180 x 87 cm. Dieses Muster ist wie das „Fingon“ ein einfach zu merkendes Muster was sich leicht häkeln lässt und so auch für Häkelanfänger*innen gut geeignet ist.

By by Summer!

Was war das für ein toller Sommer! Wie ist es euch so ergangen?

Ich melde mich wieder zurück aus meiner „Sommerpause“ .

Trotz der Hitze war ich fleißig am häkeln und werkeln. Einige mögen es ja nicht so wenn sie bei der Hitze auch noch einen Haufen Wolle auf dem Schoß liegen haben – wie ist das bei euch?

Ich habe in dieser warmen Zeit überwiegend Farbverlaufsgarne aus Baumwollgemisch verarbeitet. Das war nicht so warm und kleinere Projekte sind auch nicht so schwer. Das konzentrieren viel mir bei der Hitze schon schwer (darum hab ich auch nicht viel geschrieben) und beim Häkeln mussten einfache Muster her.

Jetzt habe ich am Wochenende meinen Balkon umgestaltet und einige Sommersachen wie z.B. der Sonnenschirm sind in den Keller gewandert und warten nun auf ihren Einsatz im nächsten Jahr.

Ich selbst habe von Sommermodus in den Herbstmodus gewechselt und hoffe das wir auch im Oktober noch mit schönem Wetter rechnen können. Dieser Jahreszeitenwechsel hat mich einmal zurückblicken lassen und ich möchte euch heute drei  meiner Arbeiten vorstellen.

Da ist zum ersten meine Schmetterlingsdecke aus Farbverlaufsgarn:

Ich arbeite seit einem Jahr sehr viel mit Farbverlaufsgarnen und habe von unterschiedlichen Herstellern schon einige ausprobiert. In meinem Lager befanden sich auch noch zwei Garne von Katia Spring Rainbow (die Farbnummern weiß ich leider nicht mehr). Bei diesen beiden wusste ich lange nicht was ich daraus machen soll weil sie mit einer Lauflänge von ca. 600 Metern für mich eigentlich zu klein sind. Für Tücher brauche ich 1000 Meter und mehr.  Nach einigem überlegen hatte ich beschlossen eine kleine Decke im Granny-Styl zu häkeln.

Angefangen zu häkeln hatte ich schon im Januar. Aber da ich ja immer einige Projekte parallel laufen habe und ich nach dem zweiten Bobbel nicht so recht wusste wie ich den Rand gestalten will, lag sie zwischendurch einige Zeit im Schrank.

Ich habe damit der Farbübergang der beiden Bobbel etwas harmonischer verläuft in unterschiedlicher Weise vergrößert. Wie man auf der Zeichnung sehen kann habe ich mit einem einfachen Quadrat angefangen. Dann dieses über Eck vergrößert. Nach Teil 1 und 2 war der erste Bobbel verarbeitet und ich habe mit dem zweiten weitergemacht.

Meine fertige Decke hat eine Größe von 116 x 140 cm .Der Rand ist ca. 11,5 cm breit und es sind 36 Schmetterlinge, die sich auf dem Rand tummeln.

Ich habe eine ganze Zeit nicht gewusst was ich mit dem Rand machen soll. Die Decke war mir nach dem Verarbeiten der beiden Bobbel noch zu klein aber ich wollte kein neues Material kaufen und war mir auch mit den Farben nicht so schlüssig. Ich habe mich dann entschieden aus meinem Vorrat das graue Baumwollgarn zu nehmen da es farblich gut passt und auch in ausreichender Menge vorhanden war. Um das Ganze farblich noch etwas aufzupeppen habe ich mich für die eingehäkelten Schmetterlinge in Gelb entschieden.

Die Anleitung zu diesen süßen Schmetterlingen findet ihr bei THE CROCHET SPACE

Ich bin schon vor längerem auf diese tolle Seite gestoßen auf der ihr außer den Schmetterlingen auch andere tolle Anleitungen findet. Ich wollte das mit den Schmetterlingen unbedingt mal ausprobieren hatte aber nie so recht das passende Projekt dafür, bei dieser Decke hat es nun perfekt gepasst. Ich habe nur ein kleine Änderung vorgenommen, bei mir sind die Fühler der Schmetterlinge nicht gehäkelt sondern ich habe einfach einen Faden angeknotet und auf der passenden Länge abgeschnitten. Die Gehäkelten Fühler waren mir zu dick und sahen zu wuchtig aus.

Material: 2 x Katia Spring Rainbow mit 300g und 1200 Lauflänge für den Innenteil und für den Rand noch einmal 350g in grauer, gelber,grüner und blauer Baumwolle mit einer Lauflänge von ca. 770 m. Für die Fühler dann noch kleine Garnreste in unterschiedlichen Farben.

Das Verarbeiten der Katia Spring Rainbow war sehr angenehm, das einzige was ich nicht so schön fand waren die großen Knoten im Garn. Bei jedem Farbwechsel war ein großer Knoten über alle Faden. Das kenne ich von anderen Garnherstellern anders, dort wird nur ein kleiner Knoten gemacht weil ja auch nur ein Faden in der Farbe gewechselt werden muss.

Meine Decke hat mir in der Sommerzeit gute Dienste geleistet. Ich hatte sie auf meinem Balkon über meinen Sitzsack gelegt. Dieser ist aus dunklem Material und wurde in der Sonne doch recht heiß. Durch die Decke war die Oberfläche immer angenehm kuschelig und nebenbei sah es farblich auch besser aus.

Die zweite Arbeit die ich euch zeigen möchte ist ein Schulterschmeichler:

An Tüchern habe ich mittlerweile schon eine ganze Sammlung in meinem Kleiderschrank und ich wollte mal etwas anderes ausprobieren.  Ich habe dieses tolle blaue Kleid von Gudrün Sjöden das ich heiß und innig liebe. Im Sommer habe ich es viel getragen. Tagsüber bei der Hitze war es total angenehm aber abends wurde es doch mal etwas kühl. Also musste eine Lösung her. Inspiriert durch Alex Mentler, der ich auf Instagram folge und die immer total schöne Schulterschmeichler und Häkeljacken postet, habe ich mich dann auch an meinen ersten Schulterschmeichler gewagt.

Verarbeitet habe ich einen dreifädigen Bobbel mit 1000m und dem sommerlichen Namen „Schwimmreifen“ von Mausibengels Bobbelkiste.

Das dritte Teil ist ein farbenfrohes Tuch:

Gehäkelt habe ich es aus einem 1000m Bobbel von „Little Faforites by Rea“ mit dem Namen „Colorbomb“. Er ist aus 50% Baumwolle und 50% Acryl.

Die Anleitung ist von Jasmin Räsänen die unter ihrem Label „Morben Design“ Anleitungen für Tüchern und Westen designt.

Ich bin vor etwa zwei Jahren das erste mal auf ihre Anleitungen aufmerksam geworden. Da ich aber leider nie genug Zeit habe alles an Kreativem sofort umzusetzen was ich gerne umsetzen möchte, lagen die Anleitungen erst mal eine Zeitlang rum. Mein erstes Tuch von Jasmin habe ich  im Sommer 2017 gehäkelt und auf der Infa-Kreativa letztes Jahr durfte ich sie bei einem Workshop auch persönlich kennen lernen.

Nun ist seit der letzten Infa schon wieder ein Jahr um. Ich werde das kommende Wochenende wieder zur Infa fahren und freue mich schon riesig auf die Aussteller und auf  neue und altbekannte Gesichter die ich dort treffen werde. Die Zeit bis dahin möchte ich nutzen und euch jeden Tag Tücher zu zeigen, die ich nach den Anleitungen von Jasmin gearbeitet habe.

Mir schien es ganz passend mit dem Tuch anzufangen das aus dem Bobbel entstanden ist den ich letztes Jahr auf der Infa gekauft habe. Also starte ich meine Tuchvorstellungsreihe mit dem „Fingon“:

Das „Fingon“ ist ein recht einfaches Muster und auch für Anfänger geeignet. Man sollte feste Maschen, Stäbchen und Reliefstäbchen häkeln können und dann kann es auch schon losgehen. Das Muster ist wenn man es erst mal zwei oder drei Reihen gehäkelt hat schon gut gemerkt und so war dieses Tuch beim Anfertigen der ideale Begleiter auch für unterwegs. Mal eben schnell noch in der Bahn einige Reihen häkeln ist kein Problem.

Mein fertiges Tuch ist 134 cm breit und 63 cm tief. Ich habe zum Abschluss noch eine weiße Bogenkannte angehäkelt, die war in der Anleitung nicht vorgesehen passt farblich aber gut zu dem weißen Faden der durch das ganze Garn verläuft.

 

 

 

Ostern wird weiß

Ostern 2018 wird bei uns weiß. Damit meine ich nicht das es schneien soll (wenn ich mir  das Wetter draußen so anschaue würde es mich allerdings nicht wundern wenn es doch noch mal schneit) nein ich meine damit meine Osterdekoration.

Die ist dieses Jahr auf die Farbe Weiß eingestellt. Mit einigen kleinen Farbtüpferchen. Viel gebastelt habe ich dieses Jahr nicht (und es ist auch alles erst in letzter Minute fertig geworden) aber meine fertigen Sachen möchte ich euch heute gerne zeigen:

Da wären zuerst einmal meine Upcycling- Ostereier:

Diese drei Metalleier hatte ich noch vom letzten Jahr (konnte man bei einem Diskounter mit Schokoladen- und Marzipanfüllung kaufen) Zwei hatte ich verschenkt und nachdem sie leer waren mit dem Kommentar: „Hier Du kannst doch immer alles mögliche zum Basteln gebrauchen“ zurückbekommen.  So richtig schick fand ich sie aber nicht. Was also nun damit machen?

Ganz einfach: Eier an den Kannten mit Klebeband zukleben damit beide Eihälften auch fest zusammenbleiben. Dann habe ich mit Servietten-Technik-Lack (gibt es mittlerweile von vielen Herstellern) eine dünne Lage Küchenpapier auf das Metall geklebt. Das Küchenpapier habe ich vorher in kleinere Stücke gerissen und dann erst die obere Hälfte beklebt und zum Trocknen in einen Eierbecher gestellt. Nach dem Trocknen war dann die untere Hälfte dran.

Nach dem Trocknen des Küchenpapieres habe ich die Eier dann noch mit weißer Plakatfarbe angepinselt. Hier auch erst die obere Hälfte und dann nach dem Trocknen der untere Teil.

Mir gefällt die grobe Struktur der Eier. Auf die Rille der Metalleier, die noch leicht zu sehen war habe ich auf alle drei Eier eine selbstklebende naturweiße Spitze geklebt und um zwei Eier ein rosa Baumwollband und zartes Satinband in Creme gebunden.

Alle Eier stehen/liegen jetzt auf meinem antiken Eckschrank und machen sich da ganz gut. Sie sind ca. 19 cm lang und damit etwa so groß wie ein Straußenei.

Meine zweite Osterbastelei ist nicht nur für Ostern geeignet, sie wird auch nach Ostern noch hängen bleiben dürfen:

Vor kurzem fand ich in einem Geschäft für Trockenblumengestecke und Floristenbedarf diese schönen Herzen aus Metallblech. Sie sind ca. 5 x 5 cm groß und weiß gestrichen. Beim Kauf waren vier Herzen auf unterschiedlicher Höhe auf Naturschnüre gefädelt. Ich fand die Herzen sehr schön und auch die Anordnung aber das Band hat mir überhaupt nicht gefallen. Also habe ich alles nochmal neu auf dünne Satinbänder in Creme aufgefädelt und noch einige passende Perlen mit eingearbeitet.

Hier nochmal der Vergleich:

Linkes Bild: So habe ich sie gekauft und rechtes Bild: So hängen sie jetzt an den Enden meiner Gardinenstange.

Zum Schluss noch eine gehäkelte Osterdeko :

Ich hatte mir als wir letztes Jahr auf einer Straußenfarm waren ein Straußenei gekauft. Das lag nun im Schrank und ich wusste nicht so recht wie ich es schön präsentieren sollte. Ich hatte schon verschiedenes ausprobiert aber nix davon hat mir so richtig gut gefallen. Vor einigen Tagen bin ich dann bei Instagram auf ein Bild von Janina Winkler gestoßen. Sie zeigt auf diesem Bild ihre gehäkelte Osterdekoration. Mit auf dem Bild war auch ein Straußenei in einem gehäkelten Körbchen. Da wusste ich : So etwas in der Art will ich auch für mein Ei haben.

Ich habe dann die Mützenanleitung „Mellow“ von Regina Schwarzfurtner etwas umgewandelt und am Rand noch eine Bogenkannte angehäkelt. So sieht jetzt mein Osterkörbchen für meine Straußenei aus. Gearbeitet aus Baumwolle mit Nadelstärke 4,5 war das Körbchen an einem Abend fertig. Ich finde es richtig süß!

Ich wünsche Euch schöne erholsame und kreative Ostertage!

Woll-Stash, Wolldiät und Familientraditionen…..

Drei anstrengende Wochen liegen hinter  mir. Die fiese Grippewelle die gerade umgeht hat auch unseren Haushalt erwischt. Erst lag mein Sohn krank im Bett und ich habe die Krankenschwester gespielt und dann hatte es mich voll erwischt. Wenn es Dich so erwischt hat, das Du am liebsten nur noch schlafen willst und zu nix mehr Lust hast ist das schon blöd. Wenn bei mir nicht mal mehr Wolle, Häkeln und Stricken hilft dann geht es mir wirklich richtig mies.

Aber das ist zum Glück gut überstanden. Mein Sohn geht schon wieder in die Schule und bei mir regen sich die Geister auch so langsam wieder. So wird es Zeit sich mal vor den Rechner zu setzten und zu berichten was sich in meiner kleinen Handarbeitswelt so tut:

Es ist jetzt gut ein Jahr her, das ich mein Woll-Stash in Ordnung gebracht habe. Was ist seit dem passiert?

Erst einmal ein kleiner Rückblick:

Anfang 2017 hatte ich angefangen meinen Haushalt sehr gründlich aufzuräumen und auszumisten. Darüber hatte ich im Oktober 2017 schon einmal berichtet. In diesem Zusammenhang habe ich auch meine ganzen kleinen Wolllager und Wollverstecke aufgelöst. Ich muss gestehen das ich in den letzten Jahren sehr gerne Wolle gekauft habe. Wollgeschäfte und Buchläden üben da eine magische Anziehungskraft auf mich aus, der ich mich meist nicht entziehen kann. Ich weiß genau, das ich genügend Bücher stehen habe die ich noch nicht gelesen habe und ich weiß genauso gut wie viel Wolle ich habe, die noch nicht verarbeitet ist.

Aber das wurde bei meinen Käufen immer sehr erfolgreich ausgeblendet. Bei meinen Käufen habe ich meist im Laden schon so ein/zwei Ideen was aus dem Material entstehen könnte. Zu Hause erfreute ich mich dann beim Auspacken und Wegpacken der Wolle nochmal an ihr und dann lag sie meist recht lange im Wolllager.

Bei meinem radikalen Aufräumen und Ausmisten ist mir dann richtig bewusst geworden wie viel ich habe. Die meiste Wolle lagerte in Regalen in meinem Schlafzimmer. Kleinere Mengen fanden sich dann noch in Kästen im Wohnzimmer und im Zimmer meines Sohnes (dort steht unser großer gemeinsamer Kleiderschrank in dem ich so einige UFOs und Wolltüten fand).

Um den genauen Überblick zu bekommen habe ich erst mal alles was ich an Wolle hatte auf meinem Bett zurechtgelegt. Neben mein Bett hatte ich einen großen Wäschekorb gestellt in den gleich die ausrangierte Wolle kam und einen großen Karton in den die UFOs wanderten. (Die damals zusammengetragenen UFOs sind mittlerweile alle entweder aufgeribbelt oder fertig gearbeitet! )

Was habe ich alles an Wolle aussortiert?

Fehlkäufe aus Sonderangeboten, Fehlkäufe aus Katalog- oder Internetbestellungen bei denen man die richtige Farbe erst zu Hause sieht und auch kleinere Mengen bei denen es gerade mal für eine Mütze oder Schal gereicht hätte und Wolle, die mir nicht mehr gefiel.

Bei meinem Ausmisten ist mir eines klar geworden: Wolle hält sich sehr lange, wenn sie gut eingepackt ist und lichtgeschützt und mottensicher gelagert sieht sie nach Jahrzehnten noch gut aus ABER MAN SELBST VERÄNDERT SICH MIT DER ZEIT.

Hierzu ein kleines Beispiel: Ich fand vor zehn Jahren gestrickte Socken mit Streifen total toll. Damals habe ich viel Sockenwolle gekauft die in ihrem Farbverlauf diese Streifen ergibt. Heute habe ich erst mal genug von Ringelsocken und ich würde ganz andere Sockenwolle kaufen. In meinem Lager befanden sich aber noch gut 10 Knäule mit Streifenmusterfarbverlauf.

Ein zweites Beispiel: mit Anfang zwanzig habe ich bei meinen Wollkäufen überwiegend auf den Preis geschaut und habe Wolle geliebt die total weich und flauschig ist. Das war dann meist Wolle mit einem sehr hohen Anteil an Polyacryl. Seit einigen Jahren kaufe ich aber immer mehr hochwertige Wolle mit viel Seiden- und Wollanteil  oder aus reiner Wolle und ich schaue sehr viel genauer wie die Firmen produzieren.

Wie gesagt: Die Wolle ändert sich nicht aber der Mensch, der sie gekauft hat.

Ich habe Anfang 2017 alles an Wolle aussortiert was nicht mehr zu mir passte. Aus einem großen Teil dieser Wolle habe ich Schals für die Aktion „Wir häkeln für den Weltrekord“ gemacht. Ein Teil habe ich in einem Tauschforum getauscht und ein anderer Teil ist zu dem Kindergarten bei uns im Ort gewandert. Die hatten sich sehr gefreut als ich mit einer großen Tüte mit Wolle, Knöpfen und anderem Bastelmaterial bei ihnen auf der Matte stand.

Die Wolle und Garne, die ich noch verarbeiten wollte habe ich ordentlich in meinem Schlafzimmer verstaut und zwar NUR in meinem Schlafzimmer. Die ganzen kleinen Wolllager die vorher in der ganzen Wohnung verteilt waren gibt es nicht mehr!

Bei diesem ganzen Prozess ging es mir recht gut. Der Wollballast ist verschwunden und hat Platz gemacht für neues.

Der Platz den ich dadurch gewonnen habe ist dann sehr schnell wieder mit Neukäufen aufgefüllt worden. 🙂 Ich habe im letzten Jahr die handgewickelten Bobbel für mich entdeckt. Im Sommer – Herbst sind dann auch einige schöne Tücher entstanden. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Mit dem was ich jetzt hier an Wolle liegen habe könnte ich  gut die nächsten zwei Jahre auskommen ohne das ich neues Garn nachkaufen müsste. Ich weiß es gibt Handarbeiter*innen die noch sehr viel mehr an Wollvorräten ihr Eigen nennen können, aber für mich war jetzt eine Grenze erreicht bei der ich die Einkaufsbremse ziehe.

Ich habe mir Anfang 2018 eine Wolldiät verordnet. Das bedeutet jetzt nicht das ich gar keine Wolle mehr kaufen darf (dann wäre es ja Wollfasten und nicht Wolldiät 😉 ), sondern das ich bewusst die Wolle kaufen möchte, die ich für bestehende Projekte noch brauche oder bei der ich ganz genau weiß was daraus gemacht werden soll und ich möchte mehr Wolle wegarbeiten als ich neu dazukaufe. Wir werden sehen wie ich das dieses Jahr umsetzen kann, bis jetzt läuft es ganz gut!

Da ich so viel Sockenwolle in meinem Vorrat hatte, kam  mir Ende 2017 die Idee, diese wegzuarbeiten und mehr zum Thema Socken zu machen. Aber trotz fleißigem Socken stricken und Puschen häkeln schien das Sockenwolllager nicht weniger zu werden.

Ich habe mich Anfang Februar dann an ein neues Projekt gewagt und aus Sockenwolle und einem Polyacrylgarn eine Tagesdecke gehäkelt.

In der Mitte der Decke habe ich mit den kleinen Resten angefangen, die ich noch hatte und habe dann später die 100g Knäule verarbeitet. Dabei habe ich schon geschaut das es mit dem Farbverlauf möglichst harmonisch wirkt. Gearbeitet ist ganz einfach in Runden im Muster „Granny Square“.

An Material habe ich insgesamt 2 Riesenknäule Polyacrylgarn in einem hellen Vanilleweiß und 12 Knäule Sockenwollgarn verarbeitet das sind zusammen 8810 Meter Garn. Die Decke hat ein Gewicht von 2,5 Kilo und passt so mit der Größe noch gut in die Waschmaschine.

Meine Tagesdecke hat nach dem Waschen und Spannen (soweit das bei einer Decke in der Größe möglich war) eine Größe von ca. 2,16 x 2,16 m und passt so ganz gut auf mein 1,40 m breites Bett.

Wie viel Stunden Arbeit ich in die Decke gesteckt habe kann ich nicht sagen. Ich habe als ich bei einer Seitenlänge von 1 m war mal die Zeit gestoppt und bei 1 m Seitenlänge und somit 4 m Rundenlänge habe ich etwa 45 Minuten gebraucht. Ich kann nur eines Sagen : das Häkeln dieser Decke hatte einen hohen Suchtfaktor- bei dem einfachen Muster war das reinste Meditation. Ich habe als ich angefangen hatte jede freie Minute in diese Decke gesteckt.

Letztes Jahr hatte ich ja schon mal aus Wollresten eine Decke gehäkelt (Beitrag vom 28.Oktober 2017) aber eine so große Decke ist für mich jetzt Premiere und damit führe ich eine Familientradition fort. Bereits meine Mutter und Großmutter waren so fleißig das sie so große Tagesdecken gehäkelt haben. Meine Mutter hatte im Alter von 23 Jahren schon zwei  2 x 2 Meter Tagesdecken fertig gearbeitet.

Ich hatte mir schon länger eine große Tagesdecke für mein Bett gewünscht und habe mir mit dieser Arbeit nun diesen Wunsch erfüllt ohne das ich dafür neues Material kaufen musste.