Sockenmuster Teil 2 „Mojo-Socken“

Heute möchte ich euch wieder ein schönes Sockenmuster zeigen, diesmal ist es die „Mojo-Socke“

Das Muster ist mir in den letzten Jahren immer mal wieder begegnet wenn ich mir in sozialen Netzwerken oder auf Seiten anderer Blogger*innen deren  Arbeiten angeschaut habe.

Ich hatte dieses Muster schon eine ganze Zeit auf meiner To-Do-Liste bevor ich endlich dazu gekommen bin diese schönen Socken zu stricken.

Die Anleitung ist von Donyale Grant und seit 2008 bei Ravelery zu finden.

Wieso Donyale Grant ihre Anleitung „Mojo“ genannt hat kann ich nicht sagen (ich habe nicht nachgefragt). Aber wenn man mal nachschaut was das Wort bedeutet erfährt man bei Wikipedia folgendes:

 Mojo bezeichnet eigentlich ein magisches Amulett, wird aber auch als Synonym für Glück oder Glücksbringer verwendet. Das Wort Mojo ist afrikanischen Ursprungs und kam mit den Sklaven nach Amerika. Gegen Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Wort in den englischen Sprachgebrauch über.

Ein Mojo war üblicherweise ein Stoffbeutel, der als Talisman unter der Kleidung versteckt getragen wurde. Gefüllt mit Kräutern und magischen Pulvern, gelegentlich einer Münze und anderen geeigneten Gegenständen, versehen mit einem Hoodoo-Zauber, sollte das Mojo vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen

Ich finde die Socken sehen im unangezogenen Zustand witzig aus weil sich einige Teile durch das Rippenmuster so zusammenziehen. Mich erinnern sie etwas an Knochen. Damit scheine ich nicht alleine mit zu sein, ich habe diese Socken auch schon unter der Bezeichnung „Glücksknochen“ im Netz gefunden.

Das Muster ist leicht an die eigene Sockengröße anzupassen wenn man das Prinzip der beiden Muster verstanden hat. Es besteht nur aus einem Rippenteil (2Ma rechts , 2Ma links) und einem Ringelteil.

Hier sieht man die Mojo´s ohne Sockenbrett, die Rippenteile ziehen sich schön zusammen.
Auf diesem Bild ist in den Socken ein Sockenbrett, dadurch wird das Muster auseinander gezogen.

Hier ein Beispiel wie man die Socke stricken könnte:

10 Reihen Bund

Dann der Ringelteil:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

Dann der Rippenteil:

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Verse (kann so gestrickt werden wie man möchte, ich bevorzuge da die Bumerangverse, man kann aber auch eine Käppchenverse stricken)

Danach wieder mit den Ringeln weitermachen:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Durch das Rippenmuster mit 2 links, 2 rechts müssen die gesamten Maschen durch 2 teilbar sein.

Mojo´s ohne Sockenbrett
Hier sind die Socken wieder auf ein Sockenbrett gezogen und verlieren dadurch ihre typische Knochenform

Die einzelnen Teile können individuell verändert werden. So kann man den Rippenteil länger oder kürzer stricken. Auch der Ringelteil kann verändert werden in dem man mehr oder weniger Ringe macht oder die Ringe dicker strickt indem man statt 2 Reihen einfach 3 Reihen links und rechts strickt. Dünner würde ich die Ringe nicht stricken. Ich habe das ausprobiert, bei nur jeweils einer Reihe kommt das Muster nicht so richtig zur Geltung.

An den Bereichen an denen Rippenmuster gestrickt wird zieht sich das Gestrickte etwas stärker zusammen (wir kennen das ja schon von Sockenbündchen) so sitzen die Socken an den Bereichen etwas enger am Fuß.

Mir hat das Stricken dieser Socken sehr viel Spaß gemacht und wenn ich jetzt beim Tragen etwas mehr Glück im Alltag haben sollte, habe ich da nix gegen!

 

Sockenmuster Teil 1

Ich arbeite zur Zeit an einigen größeren Projekten. Das macht mir viel Spaß hat aber den Nachteil das die Arbeiten mittlerweile viel zu groß sind um sie unterwegs mitzunehmen. Daher kann ich an diesen Projekten nur noch arbeiten wenn ich zu Hause bin und auf dem Sofa sitze.

Für unterwegs brauche ich dann etwas Kleineres was auch gut in die Handtasche oder den Rucksack passt. Da ist das Sockenstricken ideal.

Das Garn und das Gestrickte nimmt nicht viel Platz weg. Einfache Muster können auch mal schnell für einige Minuten zwischendurch gestrickt werden ohne das man sich erst wieder in den Musterrapport einarbeiten muss. So ist es für mich die ideale Mitnehmarbeit für die Bahn und Straßenbahn.

Ich möchte Euch heute zwei einfache Sockenmuster zeigen, die man mit einfachen Grundkenntnissen des Sockenstrickens stricken kann.

Als erstes habe ich hier ein Paar Socken mit einfachem Perlmuster.

Das Bündchen der Socke ist in einfachem Bündchenmuster mit 2 Maschen rechts und 2 Maschen links gestrickt. ( ich stricke meine Bündchen meistens 8-10 cm hoch)

Darauf folgt die Bumerangferse einfach rechts gestrickt. Die Fußsohle und die Spitze sind ebenfalls einfach rechts gestrickt.

Beim Fußrücken habe ich mich für ein einfaches Perlmuster entschieden.

Das zweite Muster ist das „Minekraft“

Als Mutter eines Teenagers musste ich bei dem Namen erst an das gleichnamige Computerspiel denken. Mich erinnert es an einen geflochtenen Weidenkorb. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Von wem dieses Muster zu erst erdacht und gestrickt wurde konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Dieses Muster ist schon seit einigen Jahren in sozialen Netzwerken und bei YouTube immer wieder zu finden.

Das Muster „Minekraft“ muss durch 4 teilbar sein:

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen links, 2 Maschen rechts immer wiederholen

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen rechts, 2 Maschen links immer wiederholen

Danach den Musterrapport immer wiederholen.

Ich habe beide Sockenpaare mit  4fädiger Sockenwolle gestrickt. Bei Schuhgröße 40 habe ich 16 Maschen auf der einzelnen Nadel. Ich stricke Sockenwolle meist mit Nadelstärke 2.5

Wer sich nicht sicher ist wie viele Maschen bei welcher Größe angeschlagen werden müssen findet hier eine Größentabelle.

Herbstlicher Farbenrausch

Laut meiner Wetter App ist der Dienstag diese Woche der einzige Tag an dem nicht mit Regen zu rechnen ist und die Sonne ein wenig scheint.

Darum habe ich mir nach der Hochschule meine Schneiderpuppe, Kamera und Tüte mit Dingen die ich fotografieren will geschnappt, alles schnell ins Auto verfrachtet und bin nach Hagenburg ans Steinhuder Meer zu einer Stelle gefahren an der ich mir sicher war, das ich noch etwas von der Nachmittagssonne abbekommen würde bevor die Sonne untergeht.

Ich liebe im Herbst diese beerigen Farbtöne und bin ganz verliebt in meinen Loop. Er misst doppelt gelegen 125 x 39 cm. Gestrickt ist mit Nadelstärke 4 und der Rand ist dann nochmal mit einer  5 cm breiten Häkelborte versehen. Alles ist ohne Anleitung einfach so aus meinem Kopf entstanden.

Material für den Innenteil:  4 Knäule Lana Grossa „Cinque Multi“ mit einer Lauflänge von 150 m/ 50g aus 60% Schurwolle und 40% Polyacryl

Material für die Borte: Lana Grossa „Cool Wool“ und  “ Cool Wool Melange“ Lauflänge 160 m/ 50g aus 100% Schurwolle.

Spiralsocken – Schnell gestrickt ohne aufwendige Ferse

Socken in der Spiraltechnik sind ideal für alle, die sich davor drücken wollen eine Ferse zu stricken. Gerade wenn man erst mit dem Sockenstricken anfängt ist die Ferse doch oft recht schwierig. Bei der Spiralsocke entsteht durch das einfache Muster eine Drehung im Strickwerk, die sich dem Fuß anpasst.

Ich beginne meine Spiralsocken immer mit einem 2recht-2links-Bündchen. (Du kannst natürlich auch ein 1recht-1links-Bündchen stricken) Man könnte theoretisch auch gleich mit dem Spiralmuster anfangen.

Das Spiralmuster ist ganz einfach:

Du strickst in der ersten Runde 4 Maschen rechts und 4 Maschen links, dies wird immer wiederholt. Darum muss die Gesamtmaschenzahl auch durch 8 teilbar sein. Nach vier Runden also in der 5ten Runde wird das Muster um eine Masche versetzt. Wieder vier Runden weiter also in der 9ten Runde wieder um eine Masche versetzt:

Die beste Erfahrung habe ich mit dem 4M rechts- 4Mlinks gemacht. Wenn es mit deiner Maschenzahl aber nicht anders hinkommt, kannst Du auch 3-3 oder 5-5 stricken.

Wie viel Maschen man für welche Größe anschlagen muss kann man in diversen Tabellen nachschlagen. Fast jeder Markenhersteller hat auf seiner Webseite eine Größentabelle zum runterladen. Ich empfehle Dir die Größenliste von Stricknetz  und die von Schachenmayr. Die Zahlen sind in den meisten Tabellen die Gleichen oder unterscheiden sich um eine Masche. Du solltest am besten auch erst mal eine Maschenprobe machen. Wenn Du schon einige Socken in Deiner Größe gestrickt hast, hast Du die Zahlen schon fast im Kopf. Aber wenn man für andere Socken stricken möchte, ist so eine Liste schon ganz praktisch. Am besten druckst Du Dir eine Tabelle aus.

Die Spiralsocke sitzt ganz angenehm am Fuß, das Muster zieht sich automatisch etwas zusammen, ähnlich dem Bündchenmuster.

Bei der Spiralsocke sitzt die Socke an der Ferse nicht ganz so gut wie bei einer Socke mit richtig gestrickten Ferse.

Trotzdem habe ich schon viele Spiralsocken gestrickt, den Spiralsocken sind für mich die idealen Kindersocken. Gerade bei kleinen Kindern wachsen die Füße fast schneller als man stricken kann. Und da die Füße meist mehr in die Länge als in die Breite wachsen kann die Spiralsocke mit dem Kinderfuß „mitwachsen“. Natürlich wächst die Socke nicht, sondern das Bündchenteil wird einfach nur kürzer.

Auch wenn man jemandem mit selbstgestrickten Socken überraschen möchte aber die Größe nicht kennt (und auch nicht geschickt nachfragen kann) hat man mit der Spiralsocke eine Socke, die sich in der Länge anpasst.

Hier ist ein Bild, auf dem Du die Socke im flachen Zustand siehst. Ich finde sie sieht auf dem ersten Blick gar nicht wie eine Socke aus. Ich habe Dir gekennzeichnet wo das Bündchen aufhört und wo die Spitze anfängt.

Du kannst ganz nach Deinen Vorstellungen die Bündchen kürzer oder länger machen. Mann könnte auch nur in dem Bereich in dem die Hacke ist einen Spiralteil stricken und den Rest der Socke in einem anderen Muster.

Die Spitze habe ich bei meinen Modellen immer ganz einfach gestrickt:

Die Maschen, die Du auf einer Nadel hast durch drei teilen. (Nehmen wir mal an es sind 15 Maschen auf der Nadel)  Dann haben wir 5-5-5

Dann stricke ich 5 x 1 Runde abnehmen und 2 Runden stricken, 5 x 1 Runde abnehmen und 1 Runde stricken und in den restlichen Reihen dann in jeder Reihe abnehmen bis ich auf jeder Nadel nur noch 2 Maschen sind, den Faden auf etwa 20 cm kürzen und in eine Nähnadel fädeln. Mit der Nadel die restlichen 8 Maschen aufnehmen und den Faden gut vernähen.

Mit dieser Technik lassen sich auch ganz prima Stulpen stricken. Hier siehst Du ein Paar die ganz in Spiraltechnik gestrickt sind. Es wurde immer in Runden gearbeitet nur an der Stelle wo das Loch für den Daumen hinkommt habe ich in Hin-und Rückreihen gearbeitet.

Bevor es mit dem Stricken losgehen kann….

 

Wer schöne Socken stricken möchte braucht zum einen die Kenntnisse wie Socken gestrickt werden aber auch das passende Material und Werkzeug.

Fangen wir mit dem Material an. Der Handel bietet mittlerweile eine große Auswahl an Sockenwolle an. Sockenwolle ist in den meisten Fällen aus 75% Wolle und 25% Polyamid, kann in der Waschmaschine gewaschen werden und ist filzfrei.

Bei Sommergarnen variiert der Wollanteil und es sind auch Baumwolle, Bambus,Viskose oder Leinen mit verarbeitet.

Sockenwolle gibt es in folgenden Stärken:

4fädig mit 420 Metern pro 100g

6fädig mit 280 Metern pro 100g

8fädig mit 210 Metern pro 100g

Die Preise für Sockenwolle gehen weit auseinander. Bei Markenwolle zahlt man schon mal bis zu 10 Euro pro 100 Gramm Wolle. Anbieter wie Buttinette bieten ihre Wolle schon für 4-6 Euro an (einfarbiges Garn teilweise für 2.99 pro 100g). Die großen Discounter haben seit einigen Jahren ein bis zweimal im Jahr Angebote mit Wolle zu Schnäppchenpreisen von 5 Euro für 200g.

Wo ist nun der Unterschied zwischen der günstigen und der teuren Wolle?

Ich stricke seit über 20 Jahren Socken und habe in dieser Zeit alles an Material verarbeitet was mir so in die Finger gefallen ist. Ich konnte was die Haltbarkeit angeht keinen Unterschied feststellen. Socken aus günstigem Material halten bei mir genauso lange wie die aus dem teuren Markengarn.

Es gibt aber einige Unterschiede:

Bei den sehr günstigen Garnen kann es passieren das kleine Fremdteile mit in das Garn eingesponnen ist. Kleine Kunststoffteilchen, Späne oder Gras – hatte ich alles schon dabei. Das Garn ist meist spröder und der Faden ist nicht so gleichmäßig. Die günstigen Garne können sehr viel kratziger sein als die Markengarne.

Bei Markengarnen hat man meist eine größere Auswahl an Farben und Mustern, der Faden ist gleichmäßiger versponnen und ich habe in Markenwolle noch nie etwas im Faden gehabt was dort nicht hingehört. Auch ist die Anzahl der Knoten nicht so groß. Markenhersteller bieten eine größere Auswahl an Sommergarnen. Ich arbeite lieber mit Markengarnen weil sie meiner Meinung nach die größere und schönere Farbauswahl haben.

Als ich mit 18 Jahren das Sockenstricken lernen wollte gab es keine große Auswahl an Nadeln und auch kein YouTube mit Anleitungsvideos. Da ich die Anleitungen in Büchern nicht so verständlich fand, bat ich meine Großmutter mir das Sockenstricken beizubringen. Damals hatte ich nur die klassischen Metallnadeln in 20cm länge und musste lernen damit umzugehen.

Ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern. Das Gestrickte mit den vier Nadeln festzuhalten und mit der fünften zu arbeiten war gar nicht so leicht. Gerade der Anfang  war  immer eine Fummelei, nach drei-vier Reihen wurde es dann immer etwas besser. Strickt man zu locker kann es passieren das die Nadeln rausrutschen. Ich glaube ich brauchte so an die drei Paar Socken um mich an den Gebrauch mit den Nadeln zu gewöhnen.

Metallnadeln sind sehr robust und die glatte Oberfläche lässt die Maschen gut rutschen. Sie sind aber auch recht kühl und gerade die dickeren Stärken brauchen etwas um die Handwärme aufzunehmen.

Als die ersten Alternativen auf den Markt kamen habe ich als erstes die Bambusnadeln ausprobiert.

Bambusnadeln liegen gut in der Hand, sie nehmen schnell die Handwärme auf und sind leicht biegbar ohne das sie brechen. Die Spitze der Bambusnadel ist runder und weicher als man es von den Metallnadeln her kennt. Es gibt verschiedene Anbieter für Bambusnadeln und die Preise gehen hier sehr auseinander. Einige Firmen  bieten die Nadeln in 20er und 15er Länge. Ich arbeite seit Jahren gerne mit den einfachen Bambusnadelspielen die ich bei TEDi erworben habe. TEDI führt die Nadeln nicht immer aber wer Glück hat bekommt sie hier für einen Euro pro Nadelspiel (Größe 3-5 mm Länge 20cm). Bei dem Preis ist es auch nicht schlimm wenn mal eine Nadel kaputt oder verloren geht.

An dieser Stelle kurz etwas zu kaputten Nadeln aus Holz oder Bambus: Ich sehe in den Handarbeitsgruppen in denen ich aktiv bin immer wieder Bilder von zerstörten Nadeln. Ich stricke jetzt seit gut 10 Jahren mit Holz und Bambusnadeln und mir ist in der ganzen Zeit nur zweimal eine Nadel kaputt gegangen ( beide male war ich so blöd und habe mich aus versehen auf mein Strickzeug gesetzt) Wer beim Stricken nicht einen Panzergriff hat mach diese Nadeln eigentlich nicht kaputt 🙂

Von der Firma KnitPro gibt es zwei Arten von Nadelspielen die ich immer gerne weiterempfehle:

Da sind zum ersten die KnitPro Synfonie aus farbigem Holz. Die Oberfläche ist sehr glatt und die Nadeln sind recht spitz und damit auch für Lace-Strickerei gut geeignet.

Die Nadeln gibt es in der Länge 20 cm , 15 cm und 10cm  und  in den Nadestärken 3 – 8 mm

Ich bevorzuge zum Sockenstricken die 15er Länge. Wer ganz kleine Babysöckchen stricken will ist auch mit der 10er Nadel gut bedient. Für Größere Socken ist die 10er aber zu klein.

Als zweites möchte ich Euch die KnitPro Cubics  in Rosenholzoptik  vorstellen. Diese Nadeln sind viereckig und liegen sehr gut in der Hand. Sie sind leicht biegsam. Es entsteht beim Stricken ein sehr gleichmäßiges Strickergebnis. Es gibt die Cubics in den Längen 20cm und 15cm in den Stärken 3,5 -8mm.

Relativ neu auf dem Markt sind die Prym Ergonomics. Ich hatte in einigen Beiträgen über diese Nadeln gelesen und in allen Beiträgen wurde sie nur in den höchsten Tönen gelobt. Auch wenn ich am liebsten mit Holz oder Bambus arbeite wollte ich diese Nadeln testen und bin ohne Vorurteile ans Testen gegangen. Die Begeisterung der anderen Stricker*innen kann ich leider nicht ganz teilen. Ich sage Euch gerne warum:

Die Nadeln sind aus weißem Kunststoff und liegen erst mal gut in der Hand. Durch das helle Material kommen die Farben der Wolle gut zur Geltung. Die Spitzen sind tropfenförmig geformt und sollen das Einstechen und Stricken erleichtern. Ich konnte hier keine große Verbesserung zu anderen Spitzen feststellen.

Die Markierung in der Mitte der Nadel ist nur aufgedruckt und löst sich recht schnell wieder ab. Gerade wenn man sich die Hände eincremt scheint das die Farbe nicht gut zu vertragen.

Was mich aber am meisten an den Nadeln gestört hat war die extreme Biegsamkeit.

Das wird auf dem Bild deutlich: Ich habe drei Nadeln soweit gebogen wie sie sich biegen lassen ohne zu brechen.

Im Vergleich:Holznadel, Bambus und die Prym Ergonomic. Ich mag es wenn sich die Bambus- und Holznadeln in der Hand etwas biegen. Bei der Prym Ergonomics finde ich die Biegsamkeit aber sehr extrem.

Zum Schluss möchte  ich Euch noch die addiCraSyTrio vorstellen. Auch diese Nadel ist noch nicht so lange auf dem Markt. Die Nadeln sind von einem deutschen Hersteller und sehr gut verarbeitet. Neu ist das hier nur mit 3 Nadeln gestrickt wird. Die Maschen liegen auf 2 Nadeln und mit der dritten wird gestrickt. Dies ist für alle, die sich mit dem 5er Nadelspiel schwer tun eine enorme Erleichterung. Die Nadeln sind 21 cm lang und in der Mitte flexibel. Durch die Biegung in der Mitte rutschen die Maschen nicht von der Nadel und es entsteht von alleine eine Runde. Die Nadel hat eine Länge von 8,5 cm. Für alle, die die Nadel ehr im Vorderbereich festhalten ist das kein Problem.

Für mich war die Umstellung auf diese kurzen Nadeln etwas gewöhnungsbedürftig weil ich die Nadel gerne noch mit dem kleinen Finger festhalte, diese kurzen Nadeln hinten aber leider nicht greifen kann. (siehe Bild mit Pfeil)

Die addiCraSyTrio hat zwei unterschiedliche Spitzen: eine Basic und eine Lace-Spitze. Diese Nadeln gibt es in den Stärken 2 – 5 mm und es lohnt sich, sie einmal auszuprobieren. Es gibt Stricker*innen die mit keinen anderen Nadeln mehr stricken wollen. 🙂

 

 

 

Eine Blumenwiese für den Hals

Normalerweise sind meine Werke immer individuelle Einzelstücke. Bei diesem Tuch habe ich mal eine Ausnahme gemacht und auf Wunsch eine Kopie des Originals angefertigt. Ich hatte mir Anfang 2012 ein grünes Tuch gestrickt und mit Blüten verziert. Das hat einer Bekannten so gut gefallen, das sie mich gefragt hat ob ich ihr nicht auch so ein Tuch machen kann.

Ich habe mich erst mal auf die Suche gemacht ob ich das gleiche oder zumindest ähnliches Material bekomme. Bei dem Baumwollgarn für die Blüten und den Knöpfen für die Blütenmitte war das kein Problem. Bei dem Satinband mit dem das Tuch eingefasst ist, hatte ich das Glück noch ein Stückchen Futterstoff in der Farbe zu haben. Bei dem Garn wurde es schon schwieriger. Nach längerem Suchen habe ich dann ein Garn gefunden, welches dem von meinem Tuch ähnelt und konnte mit dem Stricken loslegen. Ich habe das Dreieckstuch ganz einfach glatt rechts gestrickt. Es hat eine Breite von 123 cm und ist an der breitesten Stelle 60 cm breit. Das Tuch ist dann am Rand etwa 0,5 cm breit mit einem farblich passenden Schrägband aus Futterstoff eingefasst worden.

Bei der Breite ist es nicht möglich die Enden des Tuches zu verknoten, darum sind an der Seite des Tuches kleine Druckknöpfe angebracht und die Enden könnten dann festgeknipst werden. Insgesamt sind 20 gehäkelte Blüten aus Baumwollgarn auf dem Tuch verteilt. Die Blüten haben einen Durchmesser von ca. 2,5 cm und haben als Blütenmitte einen kleinen farbig passenden Knopf. Alleine für das Annähen der Blüten und Knöpfe habe ich über eine Stunde gebraucht.

Die ganze Sucherei nach der Wolle und die Arbeit haben sich gelohnt, den meine Bekannte ist begeistert von ihrem neuen Tuch. Es werden zwar erst wieder kältere Tage kommen damit es ausgeführt wird (es ist wirklich sehr kuschelig warm) aber die Vorfreude ist jetzt schon da.

Für die letzten kühlen Tage

 

Das Wetter der letzten Tage gibt uns schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Frühling.

Wenn ich allerdings früh morgens meine Walkingrunde am Steinhuder Meer mache ist es kühl und windig und Schal und Handschuhe sind noch ganz nützlich.

Meinen heißgeliebten Loop aus Noro-Wolle habe ich jetzt schon seit fast einem Jahr. Ich liebe den Farbverlauf von Noro-Garnen, er ist farbenfroh bunt ohne zu grell zu wirken. Mein Loop ist aus 54% Baumwolle, 34% Wolle und 12% Seide gestrickt glatt rechts in Nadelstärke 4. Die Kanten sind mit einer 9 cm breiten Blumenborte aus Baumwollgarn umhäkelt.

Noro Loop

Fadenspielerei Loop aus Norowolle

Ich habe passend zum Schal in meiner Wollrestekiste superweiche Merinowolle gefunden. Die Ränder sind mit einer Bogenkannte aus Sockenwolle umhäkelt. Blumen und Stickerei sind aufgenäht bzw. aufgestickt.

Fadenspielerei Pulswärmer

Pulswärmer

Ein Schal fürs Leben

Ich sitze heute Vormittag an meinem Rechner und arbeite mich durch meine Ordner mit Bildern. Dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen:

Erstens brauche ich dringend eine neue Kamera- meine jetzige ist so langsam hinüber!! Die Bilder, die mein Handy machen kann, sind besser als die von meiner Kamera. *seufz*

Zweitens ist mir aufgefallen  das ich noch gar nicht meine Schals gezeigt habe die ich vor Weihnachten gestrickt hatte (was mit daran liegt das mir die Bilder nicht so gut gefallen). Darum wird heute mal ein kleiner Rückblick eingeschoben:

Ich lese gelegentlich die Zeitschrift Brigitte und ich stricke sehr gerne. Mit der Wolle von Lana Grossa habe ich bis jetzt nur gute Erfahrung gemacht. Als ich letztes Jahr wieder von der Aktion “ Ein Schal fürs Leben“ gelesen hatte, hatte ich mich spontan entschieden den Schal zu stricken. Brigitte hatte bereits in den beiden Jahren davor diese Aktion gestartet in den Jahren hatten mir die Farben und Muster aber nicht so gut gefallen.

Bei der letzten Aktion war das anders ich hatte bereits beim Lesen der Zeitschrift eine Idee wer den Schal bekommen sollte. Also ab in die Stadt und das Wollpaket gekauft:

Ein Schal für´s Leben Brigitte 2017 Wollpaket

Die Farben finde ich sehr schön und die Idee der Fertigung auch: Bei diesem Modell werden die Maschen für die ganze Länge angenadelt und dann die Breite gestrickt. Mit Nadelstärke 10 geht das auch recht fix. Den fertigen Schal hatte ich zu Weihnachten verschenkt.

Ein Schal für´s Leben Brigitte 2016

Ich hatte nach Beendigung noch etwas Wolle übrig und mit einigen zusätzlichen Wollresten aus meiner Wollkiste ist dann nach ein zweiter Schal entstanden. Gleiche Größe wie der „Schal fürs Leben“ und auch  etwa die gleiche Wollstärke nur in anderen Farben. Auch dieser Schal hat schon seit einigen Wochen einen neuen Besitzer.

Ein Schal für´s Leben

 

 

Aus Wollresten was machen Teil 1

stopfwolle

Mein Ausgangsmaterial: ein Haufen Stopfwolle in unterschiedlichen Farben plus einmal Sockenwolle in braun.

Ich kann mich noch daran erinnern, das meine Urgroßmutter als ich Kind war in der Sofaecke saß und Socken stopfte. In den letzten 20 Jahren hat aber keiner mehr in unserer Familie Socken gestopft. Macht das überhaupt noch jemand??

Ich mag es nicht wenn Material so rumliegt und liegt und liegt und nix damit passiert. Also Idee her und Material wegarbeiten!

Ich habe erst mal nach Farben sortiert und dann immer zwei dünne Stopfgarnfädchen plus einen braunen Sockenwollfaden zusammen aufgewickelt. War ein Stopfgarn am Ende hab ich einfach den nächsten Faden angeknotet. So entstand ein ganz hübscher Farbverlauf.

Und da ein Kumpel von mir immer über kalte Füße klagt habe ich daraus ein paar dicke Haussocken gestrickt. Flach sehen sie etwas klobig aus aber am Fuß sitzen sie toll und sind gemütlich warm.

sockereste

farbverlauf1

Die kühlen Tage können kommen

Der Wetterbericht verspricht uns für die nächsten Tage nochmal Hitze und schönes Wetter- und das ist auch gut so- aber der nächste Herbst kommt bestimmt.

Ich bin dann mit diesem Pullunder schon mal gut vorbereitet. 🙂

Die melierte Wolle habe ich von einer lieben Freundin bekommen die ihre Wollsammlung aufgeräumt und ausgemistet hat. Ich habe dann noch Wolle in Grau, Grün und Lila dazugekauft, angenadelt und losgelegt:

pullunder1

Melierte Wolle: 60% Polyamid 40% Schurwolle

Einfarbige Wolle: 100% Merinowolle

gestrickt mit Nadelstärke 4

pullunder3

Ich habe einen schönen breiten Bund gestickt und auch den Kragen sehr hochgestrickt. Wenn man ihn umschlägt kann man ihn halsfern offen tragen oder mit einer Brosche eng schließen.

pullunder2