Sockenmuster Teil 2 „Mojo-Socken“

Heute möchte ich euch wieder ein schönes Sockenmuster zeigen, diesmal ist es die „Mojo-Socke“

Das Muster ist mir in den letzten Jahren immer mal wieder begegnet wenn ich mir in sozialen Netzwerken oder auf Seiten anderer Blogger*innen deren  Arbeiten angeschaut habe.

Ich hatte dieses Muster schon eine ganze Zeit auf meiner To-Do-Liste bevor ich endlich dazu gekommen bin diese schönen Socken zu stricken.

Die Anleitung ist von Donyale Grant und seit 2008 bei Ravelery zu finden.

Wieso Donyale Grant ihre Anleitung „Mojo“ genannt hat kann ich nicht sagen (ich habe nicht nachgefragt). Aber wenn man mal nachschaut was das Wort bedeutet erfährt man bei Wikipedia folgendes:

 Mojo bezeichnet eigentlich ein magisches Amulett, wird aber auch als Synonym für Glück oder Glücksbringer verwendet. Das Wort Mojo ist afrikanischen Ursprungs und kam mit den Sklaven nach Amerika. Gegen Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Wort in den englischen Sprachgebrauch über.

Ein Mojo war üblicherweise ein Stoffbeutel, der als Talisman unter der Kleidung versteckt getragen wurde. Gefüllt mit Kräutern und magischen Pulvern, gelegentlich einer Münze und anderen geeigneten Gegenständen, versehen mit einem Hoodoo-Zauber, sollte das Mojo vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen

Ich finde die Socken sehen im unangezogenen Zustand witzig aus weil sich einige Teile durch das Rippenmuster so zusammenziehen. Mich erinnern sie etwas an Knochen. Damit scheine ich nicht alleine mit zu sein, ich habe diese Socken auch schon unter der Bezeichnung „Glücksknochen“ im Netz gefunden.

Das Muster ist leicht an die eigene Sockengröße anzupassen wenn man das Prinzip der beiden Muster verstanden hat. Es besteht nur aus einem Rippenteil (2Ma rechts , 2Ma links) und einem Ringelteil.

Hier sieht man die Mojo´s ohne Sockenbrett, die Rippenteile ziehen sich schön zusammen.
Auf diesem Bild ist in den Socken ein Sockenbrett, dadurch wird das Muster auseinander gezogen.

Hier ein Beispiel wie man die Socke stricken könnte:

10 Reihen Bund

Dann der Ringelteil:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

Dann der Rippenteil:

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Verse (kann so gestrickt werden wie man möchte, ich bevorzuge da die Bumerangverse, man kann aber auch eine Käppchenverse stricken)

Danach wieder mit den Ringeln weitermachen:

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

2 Reihen rechts stricken

2 Reihen links stricken

9 Reihen 2 Ma links, 2 Ma rechts

Durch das Rippenmuster mit 2 links, 2 rechts müssen die gesamten Maschen durch 2 teilbar sein.

Mojo´s ohne Sockenbrett
Hier sind die Socken wieder auf ein Sockenbrett gezogen und verlieren dadurch ihre typische Knochenform

Die einzelnen Teile können individuell verändert werden. So kann man den Rippenteil länger oder kürzer stricken. Auch der Ringelteil kann verändert werden in dem man mehr oder weniger Ringe macht oder die Ringe dicker strickt indem man statt 2 Reihen einfach 3 Reihen links und rechts strickt. Dünner würde ich die Ringe nicht stricken. Ich habe das ausprobiert, bei nur jeweils einer Reihe kommt das Muster nicht so richtig zur Geltung.

An den Bereichen an denen Rippenmuster gestrickt wird zieht sich das Gestrickte etwas stärker zusammen (wir kennen das ja schon von Sockenbündchen) so sitzen die Socken an den Bereichen etwas enger am Fuß.

Mir hat das Stricken dieser Socken sehr viel Spaß gemacht und wenn ich jetzt beim Tragen etwas mehr Glück im Alltag haben sollte, habe ich da nix gegen!

 

Sockenmuster Teil 1

Ich arbeite zur Zeit an einigen größeren Projekten. Das macht mir viel Spaß hat aber den Nachteil das die Arbeiten mittlerweile viel zu groß sind um sie unterwegs mitzunehmen. Daher kann ich an diesen Projekten nur noch arbeiten wenn ich zu Hause bin und auf dem Sofa sitze.

Für unterwegs brauche ich dann etwas Kleineres was auch gut in die Handtasche oder den Rucksack passt. Da ist das Sockenstricken ideal.

Das Garn und das Gestrickte nimmt nicht viel Platz weg. Einfache Muster können auch mal schnell für einige Minuten zwischendurch gestrickt werden ohne das man sich erst wieder in den Musterrapport einarbeiten muss. So ist es für mich die ideale Mitnehmarbeit für die Bahn und Straßenbahn.

Ich möchte Euch heute zwei einfache Sockenmuster zeigen, die man mit einfachen Grundkenntnissen des Sockenstrickens stricken kann.

Als erstes habe ich hier ein Paar Socken mit einfachem Perlmuster.

Das Bündchen der Socke ist in einfachem Bündchenmuster mit 2 Maschen rechts und 2 Maschen links gestrickt. ( ich stricke meine Bündchen meistens 8-10 cm hoch)

Darauf folgt die Bumerangferse einfach rechts gestrickt. Die Fußsohle und die Spitze sind ebenfalls einfach rechts gestrickt.

Beim Fußrücken habe ich mich für ein einfaches Perlmuster entschieden.

Das zweite Muster ist das „Minekraft“

Als Mutter eines Teenagers musste ich bei dem Namen erst an das gleichnamige Computerspiel denken. Mich erinnert es an einen geflochtenen Weidenkorb. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Von wem dieses Muster zu erst erdacht und gestrickt wurde konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Dieses Muster ist schon seit einigen Jahren in sozialen Netzwerken und bei YouTube immer wieder zu finden.

Das Muster „Minekraft“ muss durch 4 teilbar sein:

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen links, 2 Maschen rechts immer wiederholen

3 Reihen : nur rechte Maschen

3 Reihen : 2 Maschen rechts, 2 Maschen links immer wiederholen

Danach den Musterrapport immer wiederholen.

Ich habe beide Sockenpaare mit  4fädiger Sockenwolle gestrickt. Bei Schuhgröße 40 habe ich 16 Maschen auf der einzelnen Nadel. Ich stricke Sockenwolle meist mit Nadelstärke 2.5

Wer sich nicht sicher ist wie viele Maschen bei welcher Größe angeschlagen werden müssen findet hier eine Größentabelle.

Spiralsocken – Schnell gestrickt ohne aufwendige Ferse

Socken in der Spiraltechnik sind ideal für alle, die sich davor drücken wollen eine Ferse zu stricken. Gerade wenn man erst mit dem Sockenstricken anfängt ist die Ferse doch oft recht schwierig. Bei der Spiralsocke entsteht durch das einfache Muster eine Drehung im Strickwerk, die sich dem Fuß anpasst.

Ich beginne meine Spiralsocken immer mit einem 2recht-2links-Bündchen. (Du kannst natürlich auch ein 1recht-1links-Bündchen stricken) Man könnte theoretisch auch gleich mit dem Spiralmuster anfangen.

Das Spiralmuster ist ganz einfach:

Du strickst in der ersten Runde 4 Maschen rechts und 4 Maschen links, dies wird immer wiederholt. Darum muss die Gesamtmaschenzahl auch durch 8 teilbar sein. Nach vier Runden also in der 5ten Runde wird das Muster um eine Masche versetzt. Wieder vier Runden weiter also in der 9ten Runde wieder um eine Masche versetzt:

Die beste Erfahrung habe ich mit dem 4M rechts- 4Mlinks gemacht. Wenn es mit deiner Maschenzahl aber nicht anders hinkommt, kannst Du auch 3-3 oder 5-5 stricken.

Wie viel Maschen man für welche Größe anschlagen muss kann man in diversen Tabellen nachschlagen. Fast jeder Markenhersteller hat auf seiner Webseite eine Größentabelle zum runterladen. Ich empfehle Dir die Größenliste von Stricknetz  und die von Schachenmayr. Die Zahlen sind in den meisten Tabellen die Gleichen oder unterscheiden sich um eine Masche. Du solltest am besten auch erst mal eine Maschenprobe machen. Wenn Du schon einige Socken in Deiner Größe gestrickt hast, hast Du die Zahlen schon fast im Kopf. Aber wenn man für andere Socken stricken möchte, ist so eine Liste schon ganz praktisch. Am besten druckst Du Dir eine Tabelle aus.

Die Spiralsocke sitzt ganz angenehm am Fuß, das Muster zieht sich automatisch etwas zusammen, ähnlich dem Bündchenmuster.

Bei der Spiralsocke sitzt die Socke an der Ferse nicht ganz so gut wie bei einer Socke mit richtig gestrickten Ferse.

Trotzdem habe ich schon viele Spiralsocken gestrickt, den Spiralsocken sind für mich die idealen Kindersocken. Gerade bei kleinen Kindern wachsen die Füße fast schneller als man stricken kann. Und da die Füße meist mehr in die Länge als in die Breite wachsen kann die Spiralsocke mit dem Kinderfuß „mitwachsen“. Natürlich wächst die Socke nicht, sondern das Bündchenteil wird einfach nur kürzer.

Auch wenn man jemandem mit selbstgestrickten Socken überraschen möchte aber die Größe nicht kennt (und auch nicht geschickt nachfragen kann) hat man mit der Spiralsocke eine Socke, die sich in der Länge anpasst.

Hier ist ein Bild, auf dem Du die Socke im flachen Zustand siehst. Ich finde sie sieht auf dem ersten Blick gar nicht wie eine Socke aus. Ich habe Dir gekennzeichnet wo das Bündchen aufhört und wo die Spitze anfängt.

Du kannst ganz nach Deinen Vorstellungen die Bündchen kürzer oder länger machen. Mann könnte auch nur in dem Bereich in dem die Hacke ist einen Spiralteil stricken und den Rest der Socke in einem anderen Muster.

Die Spitze habe ich bei meinen Modellen immer ganz einfach gestrickt:

Die Maschen, die Du auf einer Nadel hast durch drei teilen. (Nehmen wir mal an es sind 15 Maschen auf der Nadel)  Dann haben wir 5-5-5

Dann stricke ich 5 x 1 Runde abnehmen und 2 Runden stricken, 5 x 1 Runde abnehmen und 1 Runde stricken und in den restlichen Reihen dann in jeder Reihe abnehmen bis ich auf jeder Nadel nur noch 2 Maschen sind, den Faden auf etwa 20 cm kürzen und in eine Nähnadel fädeln. Mit der Nadel die restlichen 8 Maschen aufnehmen und den Faden gut vernähen.

Mit dieser Technik lassen sich auch ganz prima Stulpen stricken. Hier siehst Du ein Paar die ganz in Spiraltechnik gestrickt sind. Es wurde immer in Runden gearbeitet nur an der Stelle wo das Loch für den Daumen hinkommt habe ich in Hin-und Rückreihen gearbeitet.

„Monk-Gammlos“ Schöne warme Hüttenschuhe

Zwischen Weihnachten und Silvester entstand die Idee mal nur was zum Thema Socken, Strümpfe, Puschen etc.  zu machen und so habe ich losgelegt und einiges vorbereitet.

In der nächsten Zeit wird darum hier im Blog das Hauptthema „Warme Füße“ sein. Ich habe viele Ideen zu dem Thema gesammelt und freue mich darauf sie Euch vorzustellen.

Beginnen möchte ich heute mit den gemütlichen Gammlos von Monk Wolle&Beanies . Aleksandra oder auch „Frau Monk“ betreibt seit 2012 einen YouTube Kanal und ist euch bei Facebook zu finden.

Ich bin vor längerer Zeit bei YouTube auf die Videos für diese gemütlichen Hauspuschen von ihr gestoßen und habe sie jetzt mal nachgearbeitet.

In den Anleitungsvideos Teil 1 und Teil 2 wird sehr ausführlich das Prinzip dieser Schuhe erklärt. Über die Webseite kann man die ausführliche Anleitung mit Größentabelle auch kaufen.

Ich habe für meine Größe selber etwas herumexperimentiert und hier ist das Ergebnis:

Hier ist ein Gammlo auf ein Sockenbrett gezogen so sieht man den schönen Rand. Ohne Sockenbrett liegen sie sehr flach und sehen sehr schlank und schmal aus. Sie sitzen  sehr gut am Fuß und sind richtig schön warm!

Ich habe meine beiden Paare mit doppelter Sockenwolle gehäkelt  mit Nadelstärke 4 und den Rand mit grauem Baumwollgarn eingefasst. Durch die ganzen Reliefstäbchen sieht es gar nicht nach einem gehäkelten Werkstück aus. Ich finde auf dem ersten Blick wirkt es ehr wie gestrickt. Durch die Reliefstäbchen wird das Gehäkelte schön fest und ist dicker als man es sonst von Stäbchen oder festen Maschen her kennt. Ich habe für meine Gammlos in Größe 40 pro Paar 190 Gramm Sockenwolle gebraucht.

Hier nochmal beide Farbvarianten nebeneinander.

Ich kann Euch das Nacharbeiten dieser tollen Anleitung von Frau Monk nur ans Herz legen! Leichte Anleitung auch für Anfänger*innen geeignet und superbequem zu tragen. Also nix wie ran an die Häkelnadeln! 🙂