„Monk-Gammlos“ Schöne warme Hüttenschuhe

Zwischen Weihnachten und Silvester entstand die Idee mal nur was zum Thema Socken, Strümpfe, Puschen etc.  zu machen und so habe ich losgelegt und einiges vorbereitet.

In der nächsten Zeit wird darum hier im Blog das Hauptthema „Warme Füße“ sein. Ich habe viele Ideen zu dem Thema gesammelt und freue mich darauf sie Euch vorzustellen.

Beginnen möchte ich heute mit den gemütlichen Gammlos von Monk Wolle&Beanies . Aleksandra oder auch „Frau Monk“ betreibt seit 2012 einen YouTube Kanal und ist euch bei Facebook zu finden.

Ich bin vor längerer Zeit bei YouTube auf die Videos für diese gemütlichen Hauspuschen von ihr gestoßen und habe sie jetzt mal nachgearbeitet.

In den Anleitungsvideos Teil 1 und Teil 2 wird sehr ausführlich das Prinzip dieser Schuhe erklärt. Über die Webseite kann man die ausführliche Anleitung mit Größentabelle auch kaufen.

Ich habe für meine Größe selber etwas herumexperimentiert und hier ist das Ergebnis:

Hier ist ein Gammlo auf ein Sockenbrett gezogen so sieht man den schönen Rand. Ohne Sockenbrett liegen sie sehr flach und sehen sehr schlank und schmal aus. Sie sitzen  sehr gut am Fuß und sind richtig schön warm!

Ich habe meine beiden Paare mit doppelter Sockenwolle gehäkelt  mit Nadelstärke 4 und den Rand mit grauem Baumwollgarn eingefasst. Durch die ganzen Reliefstäbchen sieht es gar nicht nach einem gehäkelten Werkstück aus. Ich finde auf dem ersten Blick wirkt es ehr wie gestrickt. Durch die Reliefstäbchen wird das Gehäkelte schön fest und ist dicker als man es sonst von Stäbchen oder festen Maschen her kennt. Ich habe für meine Gammlos in Größe 40 pro Paar 190 Gramm Sockenwolle gebraucht.

Hier nochmal beide Farbvarianten nebeneinander.

Ich kann Euch das Nacharbeiten dieser tollen Anleitung von Frau Monk nur ans Herz legen! Leichte Anleitung auch für Anfänger*innen geeignet und superbequem zu tragen. Also nix wie ran an die Häkelnadeln! 🙂

Eine Mütze für Sternenkrieger

Ich bin ein großer Fan von Fantasy-Büchern und Filmen. Als Kind habe ich  alles an Fantasy verschlungen was mir so in die Hände kam. Teilweise habe ich so viel gelesen, das mir mein Vater  androhte er würde mir die Bücher wegnehmen, wenn ich nicht mal rausgehen würde. Mein Buchgeschmack ist zum Glück mit der Zeit um einiges vielseitiger geworden, die Begeisterung für phantastische Geschichten ist aber geblieben.

Bei den Fantasy-Filmen sind mir „Herr der Ringe“, „Der kleine Hobbit“ und „Harry Potter“  am liebsten- die Klassiker eben. 🙂 Zum Glück hat sich diese Vorliebe an meinen Sohn weitervererbt.  Auch wenn der gute Harry Potter bei uns auf Platz 1 steht und das ungebrochen seit Jahren (ich behaupte mal ich könnte bei den meisten Filmen den Ton ausschalten und dann den Text selber sprechen) ist doch auch eine große Begeisterung für die Star Wars Filme vorhanden.

So war es für mich nicht verwunderlich das mein Sohn irgendwann zu mir kam und eine Mütze in Auftrag gab. Wir hatten aus der Bücherei gerade ein Bastelbuch ausgeliehen in dem alle möglichen Bastelanleitungen für Star Wars Zeugs war. Das hatte meinen Sohn wohl inspiriert und voller Vertrauen das seine Mutter nun seine Ideen umsetzten würde, kam er zu mir und teilte mir seine Wünsche mit. Ich habe dann etwas überlegt, in meine Wollkiste geschaut und mich ans Werk gemacht. Nach einigem tüfteln und ein-, zweimal aufribbeln waren zwei Mützen fertig. Hier sind die Bilder der beiden Ergebnisse:

 

Warum ich gleich zwei Mützen in zwei Farben gearbeitet habe?

Na ganz einfach: Erst einmal können kleine Jungs immer eine Wechselmütze gebrauchen.

Zweitens ist der kleine R2-D2 nicht der einzige Astromechdroide bei Star Wars sondern hat noch R4-G9 und R4-P17 und einige andere als Verwandte.  Die sind zwar auf den ersten Blick baugleich mit R2-D2 haben aber andere Farben. So fand ich die Idee ganz gut das Model in verschiedenen Farben zu häkeln. Es lebe die Vielfalt!

Nachdem ich die Mützen fertig hatte, hat es mich gereizt auch mal eine Anleitung zu schreiben. Das war mal eine ganz neue Herausforderung, es hat mich zwar sehr viel Zeit gekostet aber es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht!

Als die Anleitung damals fertig war gab es sogar schon Probehäklerinnen, die die Anleitung ausprobiert haben. Leider ist sie dann in den gespeicherten Dateien auf meinem Rechner untergegangen und in Vergessenheit geraten. Als ich neulich dabei war meinen Rechner aufzuräumen ist sie mir zum Glück wieder in die Hände gefallen.

Ich habe sie noch einmal etwas überarbeitet und stelle sie euch hier gerne zum Nacharbeiten zur Verfügung:

AnleitungSternenkrieger

 

 

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nacharbeiten und stehe bei Fragen gerne zur Verfügung, schreibt mich einfach an!

Bitte beachtet: Diese Anleitung ist nur für den privaten Gebrauch gedacht und nicht für kommerzielle Zwecke!

 

 

Oh Tannebaum, oh Tannebaum…..

Meine Lieblingshäkelnadelhersteller  Silke und Norbert Schmenk von WollLolli hatten im November mal wieder eine tolle Idee:

In einer Weihnachtsbaumschmuckaktion konnten  eine begrenzte Zahl von Teilnehmerinnen an einer kleinen Verlosung teilnehmen. Alle Teilnehmerinnen erklärten sich im Vorfeld damit einverstanden für die glückliche Gewinnerin eine Kleinigkeit für deren Weihnachtsbaum zu häkeln oder zu basteln. Die Gewinnerin musste sich bereiterklären den an sie geschickten Weihnachtsbaumschmuck an ihrem Weihnachtsbaum zu hängen und zu fotografieren und die Bilder in der Gruppe zu zeigen.

Ich finde die Aktion spannend und habe mitgemacht. Ich war leider nicht die Gewinnerin aber es hat auch viel Spaß gemacht sich etwas auszudenken und zu dann zu häkeln.

Wie man auf den Bildern sehen kann sind es zwei runde Anhänger geworden mit einem Durchmesser von ca. 11 cm.  Gearbeitet aus Baumwollgarn mit festen Maschen und Stäbchen. Die Punkte auf dem Pilzhut und das Gras am Fuß des Pilzes ist aufgestickt.

Meine gehäkelte Deko ist heute mit der Post auf die Reise gegangen. Ich hoffe sehr das die beiden Anhänger der Empfängerin gefallen und bin riesig gespannt was sich die anderen Teilnehmerinnen so einfallen lassen haben.

Sommer? Herbst? Winter?

Ich hänge zwischen den Jahreszeiten fest. Laut Kalender haben wir jetzt Winter und stecken mitten in der Vorweihnachtszeit. Das ist bei mir aber noch nicht angekommen.

Bei mir ist es gefühlt noch Herbst. Wenn ich wie jetzt an meinem Rechner sitze und nach draußen schaue sieht es dort noch recht herbstlich aus. Die Sonne scheint gerade so schön. Auf dem Rasen liegen noch haufenweise Blätter und auch vor dem Haus sammeln sich die Blätter in zwei Ecken und hinter den Fahrrädern. Ich bin im Moment noch dabei alle zwei Tage einen großen Gartensack voll mit Blättern zusammenzufegen. Die beiden großen Eichen die neben dem Haus stehen haben mittlerweile zwar so gut wie alle Blätter verloren aber die am Boden liegenden Blätter tanzen im Wind.

Wenn ich meine Wohnung verlasse und die Treppe nach unten gehe komme ich an einer gr0ßen Fensterfront vorbei. Dort überwintern  die Geranien meiner Nachbarin, zwei große Balkonkästen und ein großer Blumenkübel voll mit Geranien, sie stehen noch in voller Blüte. Ich habe meinen kleinen Zitronenbaum und meinen kleinen Kumquatbaum, die sonst auf meinem Balkon stehen, zum überwintern auch dazugestellt.

Wenn ich an dem Arrangement aus Töpfen und Kästen vorbeikomme, kommt es mir fast so vor als wäre ich in Italien und es macht sich ein sommerliches Urlaubsgefühl breit. So hänge ich gefühlsmäßig irgendwie zwischen den Jahreszeiten fest.

Haben wir jetzt Spätsommer, Herbst oder doch schon Winter?

Meine Bemühungen es mir in meiner Wohnung schön weihnachtlich zu machen haben auch noch nicht so wirklich zu dem gewünschten Weihnachtsgefühl beigetragen. Der Adventskalender hängt, das Adventsgesteck steht auf dem Tisch, in der Küche steht die Christrose auf der Fensterbank, gleich neben dem schönen großen Engel aus Holz – und trotzdem ist mir gefühlt noch nach Herbst.

Passend zu meinem Herbstgefühl ist heute ein UFO fertig geworden. Diese herbstliche Mütze ist aus reiner Wolle gehäkelt und mit einer gehäkelten Blüte und gehäkelten Blättern verziert worden. Um die Mütze drapiert : Blüten und Blätter aus meinen zur Zeit gefühlten Jahreszeiten, von Sommer bis Winter ist alles dabei.

Die Mütze haben ich ganz einfach mit Stäbchen in Runden gehäkelt, der Abschluss ist eine einfache Bogenkante. Die Blüte und die beiden Farnblätter habe ich aus dem Buch „Bezaubernde Blütenpracht“.

Dieses Buch kann ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen!

Ich häkel zwischendurch immer gerne mal aus meinen Wollresten kleine oder größere Blüten und Blätter.  Gesammelt werden diese in einer Kiste bis sie zum Einsatz kommen. Schöne Blüten aus Wolle egal ob gehäkelt, gestrickt oder gefilzt kommen bei mir zwischendurch immer mal als Deko zum Einsatz. Ich möchte seit längerem schon einen richtig schönen großen Blütenkranz herstellen nur mit Blüten aus Wolle. Aber immer wenn meine Kiste sich etwas mit Blüten gefüllt hat, dann entnehme ich wieder welche für andere Projekte. Mal schauen wann ich dieses Vorhaben umgesetzt habe. 🙂

Viele einfache Blütenanleitungen habe ich mittlerweile in meinem Kopf. Für aufwändigere Blüten nehme ich gerne das Buch von Lesley Stanfield zur Hand. Auf gut 120 Seiten findet man unzählige Anleitungen für gestrickte und gehäkelte Blüten, Blätter, Schmetterlinge und Früchte. Der Preis von 14,90 € (D) und  15,40 € (A) ist mehr als ok. Wenn ich mir vorstelle das ich für Häkelzeitschriften ja auch schon zwischen 5 und 10 Euro bezahlen muss.

Ich habe schon viele Handarbeitsbücher in den Händen gehabt und gekauft. Bei einigen habe ich mich hinterher geärgert das ich sie gekauft habe. Bei diesem bin ich jedes mal froh wenn ich es aus dem Regal nehme, das ich es habe.

Wenn ihr also noch ein schönes Weihnachtsgeschenk braucht oder euch selbst eine Freude machen wollt:

„Bezaubernde Blütenpracht 100 gestrickte und gehäkelte Blumen, Blätter und mehr“ von Lesley Stanfield erschienen im TOPP frechverlag GmbH ISBN 978-3-7724-6712-7

Tut eurem Buchhändler vor Ort was gutes und bestellt es nicht Online bei den großen Händlern, sondern bei ihm im Laden. Dort könnt ihr auch in aller Ruhe im Buch blättern bevor ihr es mit nach Hause nehmt.

 

 

Kleiner Teppich aus recyceltem Stoff

Recycling ist für mich immer schon ein Thema gewesen. Ich habe schon als Kind alles mögliche zum Basteln und Werkeln gebrauchen können. In dem kleinen Projekt was ich euch heute vorstellen möchte ist aus einem alten Vorhang ein hübscher kleiner Teppich entstanden.

Den Vorhangstoff hab ich von einer Freundin bekommen. Er lag eine ganze Zeitlang in meinem Stofffundus weil ich erst nicht so recht wusste was ich daraus machen wollte. Durch die Sonne war der Stoff an einigen Stellen schon ausgeblichen und die Farbe war auch nicht so recht mein Fall.  Dann kam die Idee: Stoff in Streifen schneiden oder reißen und damit häkeln.

Ich habe mich dafür entschieden den Stoff zu reißen, so entsteht der leicht ausgefranste Rand. Da beim Zerreißen viele kleine Fussel entstehen, empfiehlt es sich dies im Freien zu machen.

Erst hatte ich gedacht ich häkel mit dem gerissenen Stoffstreifen, aber das gehäkelte Probestück war mir zu dick und zu fest. Das wäre für einen Teppich ja eigentlich genau passend weil er dadurch robuster wird. Aber mir hat es nun mal nicht gefallen. Idealerweise hatte ich noch Sockenwolle, die farblich sehr gut zu dem Vorhangstoff passt.

Darum habe ich einfach angefangen mit dem Sockenwollgarn den Stoff zu umhäkeln. Der Anfang ist etwas fummelig, aber wenn man die ersten Runden geschafft hat ist es ganz leicht. Nach einem Knäul Sockenwolle (Lauflänge 420m bei 100g) habe ich meinen kleinen Teppich dann beendet. Ich hätte zwar noch Stoffstreifen über gehabt aber kein passendes Sockengarn mehr. Der Durchmesser von ca. 70 cm hat mir auch gereicht.

Der Anfang ist etwas fummelig aber nach der zweiten Runde ging es ganz gut.

Bei YouTube habe ich eine Anleitung gefunden, die gut zeigt wie man den Anfang häkelt. Tuula Maaria arbeitet zwar mit T-Shirt-Garn aber die Technik ist ja die selbe, egal welches Material.

Die Zunahmen habe ich nach Gefühl gesetzt eben genug das es sich nicht nach oben krümmt und nicht so viele damit es sich nicht wellt. Als das Werkstück etwas größer wurde habe ich es zwischendurch immer mal wieder auf den Tisch oder Boden gelegt um zu überprüfen ob es auch glatt ist.

An den Füßen ist es angenehm weich und die Farben machen richtig gute Laune. So verarbeitet gefallen mir die Farben richtig gut.

Luftiger Loop mit Metallicfaden

Seit einem halben Jahr kaufe ich fast nur noch Farbverlaufsgarne. Ich teste verschiedene Hersteller, große etablierte Marken genauso wie kleine Wickler und Wicklerinnen.

So ein im Laden gekauftes Knäul Farbverlaufsgarn reicht in der Regel für einen Schal bzw. ein Dreieckstuch. Ich habe für meine Freundin diesen Loop gehäkelt. Das Muster habe ich mir selbst ausgedacht und es  ist recht einfach gehalten. Auch die Abschlusskante mit den Bögen ist keine Hexerei.

Da der Loop in Runden gehäkelt ist ergibt sich ein gleichmäßiger Farbverlauf. Der Metallicfaden glitzert dezent und ich war sehr erfreut darüber das er ganz weich ist und nicht kratzt. Von den 760 Metern Lauflänge sind ganze 10 Meter übrig geblieben, das nenne ich mal knapp. 🙂

Gearbeitet aus Rellana Garne Regenbogen Metallic

Dieser Bobbel hat bei 200g  eine Lauflänge von 760 m und besteht aus 50% Baumwolle, 46 % Polyacryl und 4% Polyester.

Ein Mädchentraum in rosa

Ein ganz kurzer Beitrag am Freitagabend:

Nach langem Warten ist sie nun endlich da: meine neue Nähmaschine. Ausgepackt und bereit für neue Nähabenteuer steht sie auf meinem großen Tisch im Wohnzimmer und ich bin dabei mich mit ihr anzufreunden. Ich bin begeistert!! Sie ist so leise, steht so stabil und die ganzen Extras… (schwärm 🙂 )

Ich habe mir einen Stoffrest geschnappt und mal ein bisschen drauflos genäht. Dabei sind diese drei kleinen süßen rosa Kissen entstanden, die auch gleich eine neue Besitzerin gefunden haben. Meine sechsjährige Nachbarin rückt die, glaube ich, nicht so schnell wieder raus. 😉

Ich „muss“ jetzt zurück an meine Nähmaschine…..

Granny Square Decke aus Wollresten

Hurra!! Sie ist endlich fertig! Ich hatte letzten Sommer angefangen aus meinen Wollresten einige Quadrate zu häkeln. Ich mag es nicht wenn in meinem Wollkorb so viele kleine Reste rumliegen und arbeite sie darum immer mal wieder weg indem ich Blüten oder andere Kleinigkeiten häkel.

Letztes Jahr hatte ich Lust aus meinen Resten mal etwas Größeres zu machen. Darum habe ich nach Farben sortiert und geschaut was ich so habe. Die meisten Reste hatte ich im Rosa-Pink-Bereich. Dazu kamen noch einige ganze Knaule, die einzeln im Regal lagen und von grauer Wolle hatte ich auch noch einiges liegen. Und dann ging es los, so ein Quadrat ist dann am Abend beim Fernsehen ja auch ganz fix mal nebenbei gehäkelt.

Insgesamt sind es 25 Quadrate geworden und die fertige Decke hat die Maße 147 x 147 cm.

Ich mag es beim Handarbeiten ja gerne bunt aber das ganze Fäden vernähen am Ende ist immer eine Geduldsarbeit. 🙂

 

Upcycling Obstkisten … Mein Wollregal im Shabby-Look

 

Ich mag den Shabby Chic Einrichtungsstil vor allem wenn er in dezenten Farben gehalten ist. Ich fand als Kind alte Möbel und alte Dinge schon sehr interessant und schön. Aber ein Raum, vollgestellt mit dunklen Holzmöbeln hat auch was bedrückendes und macht den Raum kleiner. Als Kind durfte ich meine Sommerferien mit meinen Großeltern immer in Dänemark verbringen und fand es als Kind immer toll, das unsere Bekannten dort so hell und freundlich eingerichtet waren. Ohne die bei uns damals so üblichen Stores und Gardinen, die den Blick nach draußen versperren waren die Räume hell und freundlich.

Meine Vorliebe für skandinavisches Desing und nordische Lebensart und mein Interesse für alles Alte und Kuriose hat mich dann wohl zum Shabby Chic gebracht.

Es ist eine Kunst, gekonnt alte Erbstücke, Flohmarktfunde, DIY und neues so miteinander zu kombinieren das es gut aussieht.

Eine Freundin sagte mal sehr passend : “ Zu viel shabby und du hast keinen Chic mehr! “

Eine im Shabby Chic eingerichtete Wohnung ist meiner Meinung nach nie richtig fertig. Es braucht bis man all die Schätze auf Flohmärkten findet, man ist immer am werkeln und sammeln. Ich finde das Innenleben der Wohnung wächst in jahrelanger Arbeit so langsam zusammen und ergibt am Ende dann ein harmonisches Bild.

Wenn Möbel alt sind, macht es für mich  einen Unterschied in welchem Zustand sie sind. Sind sie noch sehr gut erhalten würde es mir nie im Leben einfallen Pinsel und Farbe rauszuholen und sie weiß zu streichen. Hat der Zahn der Zeit schon sehr an ihnen genagt habe ich da weniger Hemmungen und pinsel munter drauf los.

So sind in den letzten Jahren so einige Dosen mit weißer Farbe verarbeitet worden. Zu Beginn waren es Bilderrahmen und kleine Hocker.  Dann folgten Nachtschränkchen und Kisten.

Für meine Wollaufbewahrung habe ich mir ein Regal aus Obstkisten ausgedacht. Obstkisten oder Weinkisten haben eine schöne Größe und sind recht stabil. Ich hatte noch fünf Kisten aus meiner Zeit als Floristin im Keller stehen und habe diese für mein Projekt verwendet.

Der rustikale Look sollte zwar erhalten bleiben aber die rauhe Oberfläche war nicht so ideal für Stoffe und Wolle. Darum habe ich erst mal alle glatt geschliffen und dann einmal Farbe aufgetragen. Nach dem Trocknen sind die Kisten dann noch einmal abgeschliffen worden und ich habe ein zweites mal gestrichen.

In meinem Schlaf-/Nähzimmer habe ich an einer Wand je zwei Kisten auf jeder Seite an die Wand angebracht und bewahre dort einen Teil meiner Wolle und Stoffe auf.

Nach meiner Ausmisteaktion ist auch alles wieder ordentlich geordnet und übersichtlich. Zwischen den Obstkisten habe ich eine kleine Pinnwand aufgehängt. Diese war ein Flohmarktfund und hat nach dem gründlichen Säubern einen weiß lackierten Rahmen bekommen.

Es werde Licht

Die Tage werden schon wieder kürzer und wenn ich abends handarbeiten möchte komme ich nicht mehr ohne Licht aus. Heute möchte ich euch zeigen was ich aus einer alten Stehlampe gemacht habe:

Die Lampe hatte ich letztes Jahr bei der Wohnungsauflösung meiner Großtante mitgenommen. Ich finde die Form und Größe sehr schön, die Farbe vom Metall und vom Schirm passten aber überhaupt nicht zu meiner restlichen Einrichtung.

 

Mit der passenden Farbe (Sprühlack für Metall) und einem neuen Lampenschirm sieht meine alte-neue Lampe schon anders aus.

Und da bei mir ja fast alles mit Wolle und Garnen zu tun hat, ist das Kabel der Lampe mit grauem Baumwollgarn umhäkelt worden und mit einer kleinen, dezenten Häkelranke verziert.