Spiralsocken – Schnell gestrickt ohne aufwendige Ferse

Socken in der Spiraltechnik sind ideal für alle, die sich davor drücken wollen eine Ferse zu stricken. Gerade wenn man erst mit dem Sockenstricken anfängt ist die Ferse doch oft recht schwierig. Bei der Spiralsocke entsteht durch das einfache Muster eine Drehung im Strickwerk, die sich dem Fuß anpasst.

Ich beginne meine Spiralsocken immer mit einem 2recht-2links-Bündchen. (Du kannst natürlich auch ein 1recht-1links-Bündchen stricken) Man könnte theoretisch auch gleich mit dem Spiralmuster anfangen.

Das Spiralmuster ist ganz einfach:

Du strickst in der ersten Runde 4 Maschen rechts und 4 Maschen links, dies wird immer wiederholt. Darum muss die Gesamtmaschenzahl auch durch 8 teilbar sein. Nach vier Runden also in der 5ten Runde wird das Muster um eine Masche versetzt. Wieder vier Runden weiter also in der 9ten Runde wieder um eine Masche versetzt:

Die beste Erfahrung habe ich mit dem 4M rechts- 4Mlinks gemacht. Wenn es mit deiner Maschenzahl aber nicht anders hinkommt, kannst Du auch 3-3 oder 5-5 stricken.

Wie viel Maschen man für welche Größe anschlagen muss kann man in diversen Tabellen nachschlagen. Fast jeder Markenhersteller hat auf seiner Webseite eine Größentabelle zum runterladen. Ich empfehle Dir die Größenliste von Stricknetz  und die von Schachenmayr. Die Zahlen sind in den meisten Tabellen die Gleichen oder unterscheiden sich um eine Masche. Du solltest am besten auch erst mal eine Maschenprobe machen. Wenn Du schon einige Socken in Deiner Größe gestrickt hast, hast Du die Zahlen schon fast im Kopf. Aber wenn man für andere Socken stricken möchte, ist so eine Liste schon ganz praktisch. Am besten druckst Du Dir eine Tabelle aus.

Die Spiralsocke sitzt ganz angenehm am Fuß, das Muster zieht sich automatisch etwas zusammen, ähnlich dem Bündchenmuster.

Bei der Spiralsocke sitzt die Socke an der Ferse nicht ganz so gut wie bei einer Socke mit richtig gestrickten Ferse.

Trotzdem habe ich schon viele Spiralsocken gestrickt, den Spiralsocken sind für mich die idealen Kindersocken. Gerade bei kleinen Kindern wachsen die Füße fast schneller als man stricken kann. Und da die Füße meist mehr in die Länge als in die Breite wachsen kann die Spiralsocke mit dem Kinderfuß „mitwachsen“. Natürlich wächst die Socke nicht, sondern das Bündchenteil wird einfach nur kürzer.

Auch wenn man jemandem mit selbstgestrickten Socken überraschen möchte aber die Größe nicht kennt (und auch nicht geschickt nachfragen kann) hat man mit der Spiralsocke eine Socke, die sich in der Länge anpasst.

Hier ist ein Bild, auf dem Du die Socke im flachen Zustand siehst. Ich finde sie sieht auf dem ersten Blick gar nicht wie eine Socke aus. Ich habe Dir gekennzeichnet wo das Bündchen aufhört und wo die Spitze anfängt.

Du kannst ganz nach Deinen Vorstellungen die Bündchen kürzer oder länger machen. Mann könnte auch nur in dem Bereich in dem die Hacke ist einen Spiralteil stricken und den Rest der Socke in einem anderen Muster.

Die Spitze habe ich bei meinen Modellen immer ganz einfach gestrickt:

Die Maschen, die Du auf einer Nadel hast durch drei teilen. (Nehmen wir mal an es sind 15 Maschen auf der Nadel)  Dann haben wir 5-5-5

Dann stricke ich 5 x 1 Runde abnehmen und 2 Runden stricken, 5 x 1 Runde abnehmen und 1 Runde stricken und in den restlichen Reihen dann in jeder Reihe abnehmen bis ich auf jeder Nadel nur noch 2 Maschen sind, den Faden auf etwa 20 cm kürzen und in eine Nähnadel fädeln. Mit der Nadel die restlichen 8 Maschen aufnehmen und den Faden gut vernähen.

Mit dieser Technik lassen sich auch ganz prima Stulpen stricken. Hier siehst Du ein Paar die ganz in Spiraltechnik gestrickt sind. Es wurde immer in Runden gearbeitet nur an der Stelle wo das Loch für den Daumen hinkommt habe ich in Hin-und Rückreihen gearbeitet.

Ein Gedanke zu „Spiralsocken – Schnell gestrickt ohne aufwendige Ferse“

  1. Ich finde diese Spiralsocken ideal auch für meine (5) Enkelkinder! In dem Alter wachsen ja die Füße schnell (wie Du geschrieben hast) und mit den Spiralsocken haben sie länger davon!
    Oben nach dem Bund stricke ich ein kurzes Muster (individuell für jeden!) und dann geht’s los mit den 4 rechts, vier links!
    Den Anfang eines neuen Mustersatzes markiere ich außerdem immer durch einen Maschenmarkierer!

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